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Luxor Theater Rotterdam

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Mit dem Nieuwe Luxor Theater hat das Büro Bolles + Wilson einen markanten Teil Rotterdams Kop van Zuid, des einstigen Hafengebiets am Südufer der Maas, geschaffen. Unweit dem Ort wo Koffer von Walls Kunstwerk liegen geblieben sind, Norman Fosters World Port Centre und Mecanoos Apartmenthaus Montevideo nebst backsteinernem Gründerzeitbau der HAL aus dem Boden schießen.

1996 schrieb die Stadt Rotterdam einen Wettbewerb unter sechs international anerkannten Architekten aus, den das Architektenduo und Ehepaar Prof. Julia B. Bolles-Wilson und Peter Wilson, das sich seit 1989 in Münster angesiedelt hat, gewann. September 1998 war Baubeginn und bereits April 2001 konnte das Theater seine Pforten für die Zuschauer öffnen.

Das Objekt befindet sich zwischen Maas und Rheinhafen, direkt am Wilhelminapier. Es steht gänzlich frei und es gibt weder vorne noch hinten. Alle Fassaden sind gleichwertig. Mit seinen insgesamt 24.000 Quadratmeter Fläche und beinhaltet es ein Volumen von 160.000 Kubikmetern.

Die auffällige Fassade aus roten übereinander geschuppten Fiberzementpaneelen soll einerseits an die hier aus der Ostindien-Kompanie landenden Schiffe und andererseits an die hölzernen Theaterbauten in London erinnern und macht das Gebäude mit den hell erleuchteten Schrifttafeln weithin sichtbar.

Das Zentrum des Hauses bildet die Bühne zusammen mit dem Zuschauerraum, um die herum die Funktionsräume spiralförmig angeordnet sind. Das Foyer im Erdgeschoss bietet aufgrund des aufgeständerten Zuschauerraumes großzügige Flächen.

Eine Besonderheit ist die Zufahrtsrampe, die ins Gebäude integriert ist. Sie erlaubt drei 18 Meter langen Lastwagen die benötigte Andienung möglichst reibungslos von der Straße zur Hinterbühne im 1. Obergeschoss zu bewerkstelligen. Oberhalb führt gleichzeitig eine Treppenrampe die Besucher mit sehr flachen Keilstufen vom Eingangsfoyer ins obere Theaterfoyer zu ihren Rängen.

Das Auditorium bietet Platz für 1.500 Zuschauer, auf einer von den Architekten eigens dafür entworfenen Bestuhlung. An der Decke befinden sich vom Rotterdamer Künstler Joep van Lieshout gestaltete Elemente, die je nach gewünschter Akustik verstellbar sind. Im ansonsten schlicht gehaltenen Inneren, mit weiß verputzten oder mit Nadelholzpaneelen verkleideten Wänden, zeichnet sich der Theatersaal deutlich als roter Kubus ab.

Trotz der Größe und Komplexität des Raumes ist aufgrund der Verwendung von unterschiedlichsten Materialien eine gute Orientierung gewährleistet und die vielen Luft- und Lichtelemente verhelfen zur abermals gelobten warmen Atmosphäre.

Projektleitung: Bureau Bouwkunde, Rotterdam
Tragwerk: Gemeentewerken Rotterdam IBS
Bauherr: Stadt Rotterdam
Auszeichnung: Mies van der Rohe Award 2001

Weitere Informationen:

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