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Modernisierung und Umbau des Gäste- und Veranstaltungszentrums in Büsum

Freizeit/Sport | Büsum | TCHOBAN VOSS Architekten GmbH
Gäste- und Veranstaltungszentrum Watt’n Hus

Das Gäste- und Veranstaltungszentrum (GVZ) Watt‘n Hus Büsum befindet sich zwischen der zum Platz aufgeweiteten Straße Südstrand und der Promenade auf dem Deich mit direktem Sichtbezug zur Nordsee. Als Zentrum der öffentlichen touristischen Infrastruktur in Büsum und Tor zum UNESCO Weltnaturerbe und Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer hat das Projekt Strahlkraft in die gesamte Region.

Das 1982 fertig gestellte Gebäude entsprach nach 30 Jahren Betriebszeit nicht mehr den heutigen funktionalen, betrieblichen, touristischen oder gestalterischen Anforderungen und bedurfte einer grundlegenden Erneuerung.

Das neue GVZ hebt sich seiner Bedeutung gemäß aus dem Stadtbild heraus und bleibt in seinem Maßstab dennoch gut in die umgebene Bebauung integriert. Es besteht aus 3 Vollgeschossen und einem Teilgeschoss mit Technik und Nebenräumen. Als integrierter Teil des Deichbauwerks erfüllt das Gebäude eine wichtige Aufgabe im Küstenschutz. Die Stahlbetonskelettkonstruktion konnte in allen wesentlichen Teilen erhalten werden, ganz im Sinne einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Umnutzung.

Die Architektur des Gebäudes ist eine Referenz an den Genius Loci Büsums. In den bestehenden Gebäudekörper am Standort auf dem Deich wurde eine zentrale „Fuge“ eingefügt. Durch diese Fuge „fließt“ die Landschaft durch das Gebäude hindurch. Als gläsernes Foyer wird sie zur zentralen Erschließungsachse.

Das Thema „fließende Landschaft“ durchspült das Foyer über die verschiedenen Ebenen und führt direkt an den Fuß sowie die Krone des grünen Deiches. Dieser wird unter Einbeziehung seiner Funktion als Küstenschutzbauwerk durch neue Wege, Terrassen, Kunstobjekte und Bepflanzungen als Auftakt zum Meer neu erlebbar gemacht.

Das Gäste- und Veranstaltungszentrum Watt’n Hus hat eine klare Organisationsstruktur. An den Schnittstellen zum Gebäudekörper finden sich die Zugänge zu den vielfältigen Angeboten des einzigartig facettenreichen multifunktionalen Zentrums.

Das GVZ wird ebenerdig vom Vorplatz entlang der Straße Südstrand betreten. Über die neue zentrale Erschließungsachse quer durch das Gebäude werden die Orientierung und der Bezug zur Stadt auf der einen und dem Deich und Meer auf der anderen Seite hergestellt. Treppen und ein neuer Aufzug führen entlang dieser Achse auf die 3 Nutzungsebenen des Zentrums.

In der vom Platz zugänglichen Ebene 1 finden sich heute Angebote für junge Gäste, Büros des Tourismusbetriebes sowie Neben- und Tagungsräume. Über das mittig angeordnete 3-geschossige Foyer als Erschließungsachse erreicht der Besucher die Ebene 2 mit der zentralen Touristeninformation. Angebote rund um die Küstenwelt können Gäste von jung bis alt hier in spielerischer Weise erleben. Neben Informationen bieten die unterschiedlich nutzbaren Räume modernen Kinderaktivitäten und vielseitigem Erwachsenenprogramm ausreichend Platz und ansprechende Atmosphäre.

Das Gebäude wird in der Ebene 3 mit seinen zwei Sälen und einem Kinosaal für Veranstaltungen genutzt. Ein kleiner Saal in Muschelform mit Ausblick aufs Meer bietet z.B. für Trauungen einen angemessenen Rahmen.

Vorgelagert finden sich der neue Standort des DLRG und weitere wesentliche Funktionen für den Strandbetrieb. Ein Restaurant mit Außenterrasse rundet das Angebot des Gäste- und Veranstaltungszentrums ab.

Die Fassaden wurden in Teilen ertüchtigt und 20% über den Vorgaben der Energieeinsparverordnung EnEV 2016 ausgelegt. Alle erneuerten Teile fügen sich in die Material- und Gestaltungsprinzipien des Bestandsgebäudes harmonisch ein.

Die Innenräume erhielten im Bereich des Umbaus neue, zeitgemäße Oberflächen in wertiger und beständiger Ausführung. Die neuen Materialien stärken den lokalen Charakter des „Zentrums am Meer“: Holz, Stein, Glas, Licht, Dünensand. Eine „Medienwand“ leitet den Besucher entlang der Haupterschließung zu den verschiedenen Angeboten. Lichtdecken und Lichtvouten sowie Leuchtkästen an ausgewählten Wänden setzen atmosphärische Akzente.

Die Gebäudetechnik wurde vollkommen erneuert. Sicherheitstechnik, Medien- und Veranstaltungstechnik sowie die technischen Komponenten zur Optimierung des Raumklimas wurden auf den neuesten Stand gebracht. Ein durchdachtes Akustikkonzept und eine differenzierte, stimmungsvolle Beleuchtung sollen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Der Parkplatz am Südstrand wird vor dem zentralen Eingang zu einem Kommunikations- und Marktplatz. Zwei neu geschaffene „Dünen“ mit Bänken und Baumbepflanzung dienen als Landmarke und laden zum Verweilen ein.

Im Mai 2019 ist das Watt’n Hus in Büsum vom Sozialverband Deutschland (SoVD), Landesverband Schleswig-Holstein, mit dem „Gütesiegel für ein besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten und älteren Menschen in der Gesellschaft“ ausgezeichnet worden.

 


Gäste- und Veranstaltungszentrum Watt’n Hus, Büsum

Auftraggeber: Kur und Tourismus Service Büsum / Eigenbetrieb der Gemeinde Büsum
BGF: 4.619 m²
Fertigstellung: Juni 2019
Leistungsphasen: 1-9

Architekt: Ekkehard Voss
Assoziierter Partner: Frank Focke
Projektleiter: Stephan Egert
Mitarbeiter: Ralf Grigoleit, Hajo Massel, Alexander Off, Sergej Ovechkin, Steffen Sonntag

Projektsteuerung: Tchoban Voss Planungsgesellschaft mbH, Hamburg
Landschaftsplaner: Wiggenhorn & van den Hövel Landschaftsarchitekten BDLA, Hamburg
Statik und Bauphysik:
Wetzel & von Seht, Hamburg
Haustechnik und Lichtplanung:
Schlüter & Thomsen Brandschutz GmbH & Co. KG, Neumünster
Rohbau/Stahlbau:
Kähler Bau GmbH, Büsum
Akustik:
Taubert & Ruhe GmbH, Pinneberg
Glasfassaden:
H.O. Schlüter GmbH, Hanerau-Hademarschen
Innentüren:
Tischlerei Thies GmbH & Co. KG, Kellinghusen
Möblierung:
Jacob Erichsen GmbH & Co. KG, Flensburg
Wandtextilien:
Henningsen GmbH & Co. KG, Altenholz
Sonnenschutz:
Rollo-Möller GmbH, Hemmingstedt
Heizung/Sanitär:
Bahnsen Breklum GmbH, Beklum
Gebäudeautomation:
Kieback & Peter GmbH & Co KG, Kiel
Lüftung:
Dr. Diestel GmbH, Rostock
Elektroinstallation:
Chr. P. Andresen GmbH & Co., Niebüll
Stahl-/Holzarbeiten outdoor:
Holz- und Stahlingenieurbau GmbH & Co. KG, Fresenburg



Weiteres Projekt der Architekten:

Hotel Amo by Amano



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