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Gastronomie-Architektur für die Sinne in Basel (CH) von atelier 522

Gastronomie | Basel (CH) | atelier 522
Genussreisen – Gastronomie-Architektur für die Sinne

Das Büro für Gestaltung atelier 522 schafft mit seiner Konzeption „Eatery“ am größten Grenzbahnhof Europas für die Migros Basel architektonischen Raum für Genuss auf 800 Quadratmetern.

Nach über vier Jahren Bauzeit ist es endlich soweit: Mit der Eatery präsentiert die Migros in Zusammenarbeit mit dem atelier 522 aus Markdorf am Bodensee ein modernes und einmaliges Gastro-Konzept verortet in den denkmalgeschützten Räumen des Westflügels im Bahnhof Basel SBB. Die ganze Welt der Kulinarik verteilt auf drei Hallen mit 800 m² Fläche. Eine Szenerie, welche nicht nur die außergewöhnlichen Vorzüge des bestehenden Gebäudes betont, sondern gleichzeitig zukunftsorientierten Raum für Begegnung schafft. So treffen Besucher dort sowohl architektonisch als auch kulinarisch auf unterschiedliche Genusswelten.

Auf den Zug der Zeit springen

Der Bahnhof Basel SBB ist der größte Grenzbahnhof Europas. Dreh- und Angelpunkt von Menschen, die sich täglich auf die Reise machen. Gleichzeitig ein historisches Bauwerk mit höchsten Anforderungen an den Denkmalschutz. Wer sich an solch ein Projekt wagt, braucht Fingerspitzengefühl. Maßgebend auch die Vorgaben, mit der die Migros, das größte Detailhandelsunternehmen der Schweiz, die gestalterische Leitung der drei Hallen an das atelier 522 übertrug. Der Wunsch: ein modernes und einmaliges Gastro-Konzept, das das außergewöhnliche Flair des Gebäudes betont. Eines, das Leichtigkeit versprüht, gleichzeitig aber bestehende Werte aufgreift und weiterentwickelt.

Drei Erlebnishallen – drei Destinationen

800 m² verteilt auf drei besondere Räumlichkeiten. Bereits beim Durchschreiten der historischen Flügeltüren offenbart sich romantische Nostalgie. Die einzelnen Abteile des Westflügels richten sich dabei an Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen. Da sind die Hastigen, die im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Café in der Hand auf dem Sprung sind. Die Pendler, die sich für unterwegs, die ein oder andere Inspiration in ihre Geschäftstasche packen möchten. Und natürlich die Reisenden und Touristen, die diesen Ort bewusst als etwas Besonderes wahrnehmen und sich mit Schweizer Schokolade eindecken möchten.

Mit der hellen und freundlichen Innenarchitektur der ersten Halle werden diejenigen angesprochen, die sich schnellen Fußes noch ein leckeres Sandwich auf ihrem Weg schnappen möchten oder einen frisch und mit Liebe gebundenen Blumenstrauß. Das Hastige wird aufgefangen. Mit ehrlichem Service und mit einer gediegenen Auskleidung des Raums aus sanftem Holz- und leichten Metallelementen die 70 m² ins Persönliche kehren. In etwas, das trotz Zeitmangels individuelle Anziehung und Begehrlichkeiten weckt.

Vorwiegend in schwarzem Metall gekleidet, kombiniert mit hellen und lebendigen Elementen präsentiert sich die zweite Halle. 185 m², die sich dem individuellen Tempo der Pendler anpasst. Hier findet sich ein einladend gestalteter Convenience-Bereich wieder mit jeder Menge ansprechenden Ready-to-Eat-Produkten und Getränken. Und wer noch mehr Lust auf Vielfalt hat, der kann sich beim Schlendern über den offenen und weitläufigen Ethno-Markt von unterschiedlichen kulinarischen Genüssen verführen lassen. Genießen lassen sich die Spezialitäten in aller Ruhe an einem der gemütlichen Stehtische oder im angrenzenden Wintergarten, der mit seinen 200 m² einen offenen Blick auf die Gleisszenerie zulässt.

Mittig platziert, als würdiges Highlight im historischen Saal des Westflügels: die gläserne Produktion. Frisch und handgemacht – ein Versprechen von dessen Authentizität man sich aus aller nächster Nähe selbst überzeugen kann. Unverkennbarer Geschmack, der sich wie ein roter Faden auch durch die Innenarchitektur zieht: Schwarzes Metall in Kombination mit gemütlichem Holz, Streckblech für mehr Leichtigkeit, graue Terrazzo und Metall-4-Kantrohre. Umrahmt wird die Szenerie von historischen Holzvertäfelungen, Stuckwänden und wunderbar warmem Oberlicht.

Die Kunst zu genießen

Künstlerisches Augenmerk innerhalb des 320 m² großen historischen Saals liegt auf zwei besonderen Wandbildern schweizerischen Ursprungs. Zum einen das Triptychon „Rhein“ des Schweizer Architekten und Malers Paul Burckhardt, welches 1909 als Wettbewerbsarbeit der Kommission des Basler Kunstvereins entstand und für den Standort im damaligen Bahnhofsbüffet realisiert wurde. Die drei zusammengehörenden Gemälde „Rhein mit Flössern“, „Rhein mit Münster“ und „Rheinweg“ gehören zu den ersten Gemälden, die im Aufnahmegebäude aufgehängt und eigens für diesen Standort angefertigt wurden1.

Gegenüberliegend das Triptychon „Gastmahl“ des Schweizer Malers und Lehrers Arnold Fiechter, welches in den 1920ern als Auftragsarbeit zur Ausschmückung des Bahnhofsbüffets im Zusammenspiel staatlicher und privater Kunstförderung entstand. Dieses Kunstwerk zeigt eine von der italienischen Quattrocento-Malerei stark beeinflusste, monumental gehaltene Idealszene eines Gastmahls2.

Ein historischer Saal gebaut auf architektonischer, künstlerischer und geschmackvoller Sinnlichkeit, der die Gäste bewegt.

Quelle1, 2: SBB AG, Fachstelle Denkmalpflege


Projekt: Eatery, Migros, Bahnhof Basel (CH)
Standort:
Bahnhof SBB Basel, Schweiz
Grundfläche über 3 Hallen: ca. 800 m²



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