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Die neue Zentrale der Deutschen Börse bei Frankfurt am Main (Eschborn) wurde im November 2010 nach einer äußerst kurzen Planungs- und Bauzeit von knapp zwei Jahren feierlich eröffnet. Der Entwurf für das rund 90 Meter hohe Bürogebäude stammt von KSP Jürgen Engel Architekten aus Frankfurt am Main. Der Neubau wurde im Auftrag der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH und der Lang & Cie. Real Estate AG errichtet. Aufgrund seiner nachhaltigen Gebäudekonzeption wurde die Zentrale der Deutschen Börse als erstes Hochhaus in Deutschland mit der LEED-Platin Zertifizierung, der höchsten Kategorie des US Green Building Councils, ausgezeichnet. Der Nachhaltigkeitsstandard „Leadership in Energy and Environmental Design“, kurz LEED, definiert eine Reihe von Kriterien für Ressourcen schonendes Bauen und gilt als international etabliertes Klassifizierungssystem für umweltfreundliche Gebäude.

Markante Architektur schafft ein identitätsstiftendes Bauwerk
Blickfang des Gebäudes ist die 83 Meter hohe Eingangshalle. Sie verbindet über acht Brücken und zehn Stege die beiden, sich gegenüberliegenden L-förmigen Hochhäuser miteinander. Die beiden 21-geschossigen Baukörper stellen auf einer Bruttogeschossfläche (BGF) von rund 56.000 m² Raum für bis zu 2400 Arbeitsplätze zur Verfügung. „Unser Ziel war es, ein markantes und identitätsstiftendes Bauwerk zu schaffen, dass stellvertretend für das Unternehmen Deutschen Börse steht“, so der Architekt Jürgen Engel. Die neue Zentrale der Deutschen Börse verkörpert die Unternehmenswerte wie Transparenz, Standfestigkeit, Stärke und Nachhaltigkeit.

Deutsche Börse übertrifft höchste Anforderungen an Nachhaltigkeit
Der kompakte Kubus ermöglicht nicht nur kurze Wege innerhalb des Hauses, sondern schafft durch seine minimierte Hüllfläche ideale Voraussetzung für ein energieeffizientes Gebäude. Als „Green Building“ verfügt die Zentrale der Deutschen Börse über modernste Techniken zur Minimierung des Energieverbrauchs. Zu den Besonderheiten des Bauwerks zählen zwei hausinterne Biogas-Blockheizkraftwerke, eine hoch effiziente Wärmerückgewinnung sowie eine intelligente Gebäudeautomation für den Sonnenschutz und die Beleuchtung. Hinzu kommen der Einsatz regenerativer Energien, die Erzeugung von Kälte mittels Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung sowie Baustoffe aus der Region mit einem hohen Recycling-Anteil. Die beiden gasbetriebenen Blockheizkraftwerke auf dem Dach, die rund 60 Prozent des eigenen Strombedarfs decken, produzieren vor Ort und damit ohne Transportverluste Strom und Wärme. Durch die direkte Nutzung der Abwärme aus der Stromerzeugung liegt der Primärenergieverbrauch des Gebäudes unter 150 kWh/m2 jährlich. Die Wärme, die bei der Stromerzeugung in den Blockheizkraftwerken entsteht, wird wiederum im Winter zur Beheizung und im Sommer über Absorptionskältemaschinen zur Kühlung des Gebäudes eingesetzt (Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung). Eine Solaranlage trägt zur Deckung des Warmwasserbedarfs bei.

Der Neubau der Deutschen Börse erhält LEED-Platin Zertifizierung
Bei der Zertifizierung nach den Kriterien des US Green Building Councils erzielte die Konzernzentrale der Deutschen Börse insgesamt 58 Punkte. Der Schwellenwert von 52 notwendigen Punkten für die Platin- Zertifizierung wurde somit deutlich übertroffen. Die hohe Punktzahl bestätigt die Absichten der Bauherrn und Planer, ein Gebäude zu realisieren, das wegweisend für nachhaltiges Bauen ist. Nur 5 Prozent aller LEED-zertifizierten Gebäude erreichen die höchste Kategorie „Platin“. Die Zertifizierung erfolgte in sechs Hauptkategorien. Insbesondere bei den Themen Raumqualitäten (14/15), effizienter Umgang mit Energie (16/17) sowie Innovation und integraler Planungsprozess (5/5) konnte der Neubau überzeugen. Weitere Kate-gorien sind: Wassereffizienz, nachhaltiger Standort sowie Materialien und Ressourcen. Der Platin-Standard erforderte von Beginn an eine intensive Zusammenarbeit von Planern unterschiedlicher Fachdisziplinen. Alle am Bauprozess beteiligten Fachplaner zu koordinieren und diesen integralen Planungsprozess erfolgreich zu leiten, war die Aufgabe der Planer von KSP Jürgen Engel Architekten.

Modernste Haustechnik für Mensch und Umwelt
Moderne (Haustechnik-)Systeme sorgen gemeinsam mit einer hocheffizienten Gebäudehülle für ein behagliches Raumklima und schaffen bestmögliche Arbeitsbedingungen, die sich zudem jederzeit individuell beeinflussen lassen. Die Verbindung aus intelligenten Steuerungsanlagen und individuellen Eingriffsmöglichkeiten soll den Nutzer darin unterstützen, eine optimale Arbeitsumgebung zu schaffen. „Im Sinne eines nachhaltigen Energiekonzeptes wurde die hohe Qualität des Arbeitsumfeldes mit einem minimalen Einsatz an Primärenergie realisiert“, beschreibt Dr. Tim Weber von Lenz Weber Ingenieure, Frankfurt, das Ziel des innovativen Energiekonzepts. Es wurde in Kooperation mit den Haustechnikplanern von Ebert Ingenieure, Frankfurt/Nürnberg und TP Elektroplan, Gaggenau, realisiert.

Offenes Architekturkonzept ermöglicht große Transparenz
Die Gebäudehülle mit den charakteristischen Kastenfenstern erzeugt ein transparentes Erscheinungsbild und schafft zudem durch natürliche Belichtung bestmögliche Arbeitsbedingungen. Haushohe, gläserne Einschnitte, die als „Landschaftsfenster“ Ausblicke in den Taunus und auf die Umgebung erlauben, belichten die Eingangshalle. „Die gestalterische Herausforderung beim Entwurf für die neue Zentrale der Deutschen Börse bestand darin, trotz des hohen geschlossenen Fassadenanteils von rund 60 Prozent ein offenes, transparentes Gebäude zu entwerfen, das vielfältige Ein- und Ausblicke ermöglicht“, schildert Architekt Jürgen Engel die gestalterischen Absichten. Die raumhoch verglasten Büroräume in Richtung Eingangshalle, Glastrennwände zu den Fluren und Gängen, die Glasbrüstungen der Stege und Brücken, ermöglichen darüber hinaus vielfältige Blickbeziehungen innerhalb des Gebäudes.

Neubau schafft Räume für informelle Kommunikation und Informationsaustausch
Die neue Zentrale Deutschen Börse ist nicht zuletzt ein Gebäude der Kommunikation. Die flexibel nutzbaren Büroflächen bieten neben individuellen Einzel- und Doppelbüros und „Denkzellen“ für konzentriertes Arbeiten auch offene Teamflächen, Besprechungsräume sowie zahlreiche Orte für informelle Kommunikation. Das offene Architekturkonzept ermöglicht vielfältige Gelegenheiten für einen kreativen Ideen- und Informationsaustausch: die Mitarbeiter der Deutschen Börse begegnen sich in der Eingangshalle, auf den Stegen und Brücken, in der Cafeteria, im Bistro und in den zahlreichen Kaffeeküchen, im Restaurant mit 600 Sitzplätzen und auf der Freitreppe vor dem Eingang. Die Transparenz des Gebäudes macht die Aktivitäten der Menschen innerhalb des Hauses erlebbar und schafft auch eine visuelle Nähe zwischen den Abteilungen. Die lichtdurchflutete Empfangshalle, die durch ein gläsernes Dach zusätzlich von oben belichtet wird, ist das Herzstück und kommuni-kativer Mittelpunkt der Unternehmenszentrale.

Architektur und zeitgenössische Kunst im Dialog
In der Eingangshalle und Fluren ist zudem die Sammlung zeitgenössischer Fotokunst der Deutschen Börse zu sehen. Die Art Collection Deutsche Börse umfasst mehr als 700 Arbeiten von rund 70 internationalen Künstlern. Sie ist im Gebäude überall sichtbar und prägt somit die Wahrnehmung des Hauses. Architektur und Kunst stehen im Dialog und schaffen die Voraussetzung für eine lebendige Präsentation der Sammlung. Das Bauwerk ist der architektonische Rahmen für das kulturelle Engagement der Deutschen Börse. Die außergewöhnliche Präsentation der Sammlung bereichert den Aufenthalt im Gebäude und macht die Werte, die das Unternehmen als Ganzes prägen wie Kreativität, Präzision und Innovation erlebbar.

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