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Beton - relevanter Werkstoff für Parkanlage in Ingolstadt

Landschaftsbau | Ingolstadt | PSS Interservice GmbH
Von der Landesgartenschau zur Parkanlage

Die Situation für die Landesgartenschau Ingolstadt war nicht immer ganz einfach. Coronabedingt um ein Jahr verschoben, öffnete die Gartenschau noch unter Einschränkungen der Pandemie im Frühjahr 2021. Doch nach 166 Tagen schloss diese am 3. Oktober mit der großen Zahl von über 380.000 Besuchern, um nun am 8. April 2022 als frei zugänglich Parkanlage wieder eröffnet zu werden. Highlights wie die Seeterrassen hielten nicht nur den hohen Besucherzahlen stand, sondern sind mit der faceal Technologie nutzergerecht für die Zukunft ausgelegt.

Die Landesgartenschau Ingolstadt liegt am Rande der Stadt im Spannungsfeld zwischen Handel, Industrie, Verkehr und ökonomischer Landwirtschaft. Därr Landschaftsarchitekten griffen dies in ihrer landschaftsgestalterischen Planung auf. So formieren sich auf dem Gelände Freiflächen und architektonische Gestaltungselemente streng linear, so wie sich auch Moleküle unter hohem Druck nach den Gesetzen der Physik in einer Gitterstruktur anordnen und zu Kristallen werden.

Beton – relevanter Werkstoff für den  Landschaftsbau

Das Konzept der Landesgartenschau sieht temporäre und dauerhafte Bestandteile vor. Nachdem die Gartenschau geschlossen hat und beispielsweise die Blumenhalle rückgebaut ist, bleiben dem öffentlich frei zugänglichen Park neben dem Landschaftssee auch der Wasserspielplatz, die Spielhügel, der Piussteg, die Wasser- sowie die Partnerstadtgärten erhalten. Blickfang und Ruhepunkt der 23 Hektar großen Parkanlage ist der über 6.000 Quadratmeter große Landschaftssee. Dieser Landschaftssee wird durch geradlinig geführte Außenkanten eingefasst und über die terrassenförmige Stufenanlage aus hellem Beton direkt zugänglich. „Hier wird ersichtlich, dass in der Planungsidee dem Werkstoff Beton eine hohe Relevanz beigemessen wurde“, so Dipl-Ing. Roland Großberger, Geschäftsführer Großberger, Beyhl Partner Landschaftsarchitekten mbB und verantwortlich für die Realisation des Landschaftsbaus. Der Großteil der Betonflächen wurde als Fertigteile geliefert und eingebaut. Um dem Beton ein adäquates und anmutendes Erscheinungsbild zu geben, wurden die vertikalen und horizontalen Oberflächen fein quarzsandgestrahlt. Mit dieser empathischen Ausgestaltung der Oberfläche integriert sich der Werkstoff Beton hervorragend in das Gesamtkonzept der Gartenschau. „Landesgartenschauen werten stets Fläche auf und sind als Parkanlage auch auf lange Sicht von mindestens 30, 40 oder mehr Jahren zu sehen“, so Großberger. „Daher werden Konzept, Werkstoffe und Bepflanzungen gerade bei Gartenschauen unter dauerhaften, langjährigen Aspekten beurteilt.“

Nutzergerechte Konzeption und Realisation

Die Parkterrassen avancierten bereits während der Gartenschau zum Hauptaufenthalts­­punkt im Gelände und werden auch zukünftig zentraler Anlaufpunkt des Parkgeländes sein. „Unter dem Aspekt Sauberkeit und Werterhalt standen die Betonflächen im Fokus. Hierbei betrachteten wir von Anfang an drei Phasen. Die Phase des Baus, der Gartenschau und der Nutzung als Parkanlage“, berichtet Großberger. „Dabei dachten wir zum einen an die Gefahren durch Vandalismus wie Graffiti und zum anderen an die hochfrequentierte Nutzung durch die große Anzahl an Besuchern mit allen denkbaren Begleiterscheinungen wie Essen, Trinken, Kaugummi, etc.“ Gerade ein offenporiger, mineralischer Werkstoff wie Beton ist trotz seiner Robustheit aufgrund seiner Saugfähigkeit in puncto Optik anfällig. So wurden beispielsweise die Betonflächen rund um den See, die Seeterrassen und der Beton der Wassergärten mit dem oleo- und hydrophoben Oberflächenschutz faceal Oleo HD bauseits ausgestattet. Durch die nicht sichtbare Hochleistungs-Imprägnierung wird das ursprüngliche Erscheinungsbild des hellen Betons wie auch die Diffusionsfähigkeit nicht verändert, dennoch können wasser- und ölbasierte Verschmutzungen nicht mehr in den Untergrund eindringen und eine zeitnahe Reinigung sorgt für dauerhaft saubere Oberflächen. Darüber hinaus ist die Oberflächenbehandlung RAL-zertifiziert, sodass an ein und derselben Stelle sogar mehrfach Graffiti entfernt werden können.

Dauerhaft gepflegte Grünanlage

Die landschaftsarchitektonische Anlage der Gartenschau wurde sehr gut angenommen. Mit einer positiven Bilanz schließt die Landesgartenschau ihre Tore, um als Parkanlage wieder zu eröffnen. Mit mehr als 380.000 Besuchern haben die dauerhaften Bestandteile wie der Landschaftssee und die Seeterrassen überzeugt und mit einem sauberen Erscheinungsbild der Betonflächen die Leistungsfähigkeit der imprägnierten Böden und Wände unter Beweis gestellt. Und mehr als das sind sie auch bei hoher Gehfrequenz zukünftig gegen Verschmutzungen und Graffiti geschützt.

Bautafel

Entwurfsplanung: Därr Landschaftarchitekten
LpH 6-9 (nach HOAI 2013): Großberger Beyhl Partner Landschaftarchitekten mbB
Oberflächenschutz: PSS Interservice GmbH

All-in-Farbbeton



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