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VARIOTEC ebnet Weg für Plusenergiehäuser

VARIOTEC GmbH & Co. KG
VARIOTEC ebnet Weg für Plusenergiehäuser

Seit Dezember 2012 erweitert das Plusenergiehaussystem „Hybrid Building 2050“ die Nutzfläche der Oberpfälzer Firmen-zentrale um 135 m². In dem Prototyp tragen neben hauseigenen Produkten wie Passivhausfenstern, -türen und den Vakuum-dämmpaneelen QASA auch handelsübliche Systeme anderer Hersteller zum Energiegewinn bei. Während der Münchener Messe fiel der Startschuss für die Vermarktung des modularen Bausystems unter dem Namen „Hybrid Building 2050“.

Seit Dezember 2012 erweitert das Plusenergiehaussystem „Hybrid Building 2050“ die Nutzfläche der Oberpfälzer Firmenzentrale um 135 m². In dem Prototyp tragen neben hauseigenen Produkten wie Passivhausfenstern, -türen und den Vakuumdämmpaneelen QASA auch handelsübliche Systeme anderer Hersteller zum Energiegewinn bei. Während der Münchener Messe fiel der Startschuss für die Vermarktung des modularen Bausystems unter dem Namen „Hybrid Building 2050“.

In dem neuen, zweigeschossigen Bürotrakt stecken 12 Jahre Erfah-rung aus der Welt des energieeffizienten Bauens. Seit 2000 betreut Architekt Martin Forstner federführend VARIOTEC-Projekte. Dabei stand das Thema Energiesparen immer im Fokus – so auch bei dem von VARIOTEC initiierten neuen Pilotprojekt, mit welchem sich das Neumarkter Unternehmen den Weg in den Franchisemarkt für Plusenergiehäuser ebnen will. „Hybrid Building 2050“ heißt das modulare Bausystem, für das Architekten, Bauunternehmer, Energieberater oder z. B. Vertreter der Immobilienbranche aber auch Bauträger ab 2013 Lizenzen erwerben können.

Das Beste richtig verknüpft
Das Leitmotiv zu dem Neubau beschreibt der Architekt so: „Das Wesentliche bauen und das Unwesentliche weglassen – und zwar alles mit handelsüblichen Produkten. Wir haben für das Gebäude nichts Neues erfunden, sondern bereits bestehende Produkte nur richtig miteinander verknüpft.“ Mit dem neuen Bausystem, das mit hocheffizienter Gebäudehülle und reduzierter Haustechnik arbeitet, will VARIOTEC „der breiten Masse“ den Zugang zum Plusenergiehausmarkt ermöglichen. „In unserem Konzept, Hybrid Building 2050’ sind die zur Plusenergiebilanzierung wichtige Photovoltaikanlage sowie das Heiz- und Kühlsystem bereits enthalten“, betont Forstner. Das ist ein wichtiges Signal für Bauherren, denn die Kosten werden denen der gehobenen EnEV-Bauweise entsprechen. Die Energie für die Heizung, den Strom und die Kühlung erzeugt das System dabei selbst – bei hohem Innenraumkomfort. „Gerade die Kühlenergie ist und wird ein wesentlicher Bestandteil des Gebäudeunterhaltes wer-den. Bei unserem Konzept ist dieser dringende Bedarf bereits gedeckt“, erklärt der Architekt weiter. Mehrere Gebäude dieser Art bilden einen „Schwarm“, wobei ein eigenes Energienetz die Gebäude verbinden wird.

Holz trägt Verantwortung
Die Quaderform des Firmenneubaus verrät den Passivhauscharakter: Nach Süden hin großflächig verglast, nach Norden hin eher verschlossen, wartet der Neubau in den Abmessungen 6,80m x 13,25m mit einem Schulungsraum und einem Empfangsbereich im Erdgeschoss auf. Das Obergeschoss beherbergt vier Büroräume, die Haustechnikzelle, den Flur und den Treppenaufgang. In dieser Geometrie kann das Gebäude jederzeit auch als Einfamilien- sowie Reihenhaus genutzt oder als Mehrgeschosser ausgeführt werden. Das Gebäude passt sich an den Nutzer an, so sind durch modulare Erweiterungen im System Flächenerweiterungen oder auch geschossweise geänderte Nutzung mit Außentreppe für Wohnungen im OG oder z. B. Pflegekräfte im Alter, möglich. Die Tragstruktur des Gebäudes bildet ein massives Holzbausystem auf einer systemgedämmten Bodenplatte. Der Grundriss ist stützenfrei und lässt zahlreiche Varianten der Nutzung zu. Die Zwischendecke als Massivholzkonstruktion und das vorgefertigt gedämmte, entwickelte Systemdach komplettieren die Konstruktion. Mehrere Fassadenvarianten in Stärken von nur 100 mm (QASA- Dämmsystem mit 300 mm Einsparung der Dämmstärke) bis zu herkömmlich gedämmten Stegträgerfassaden mit 360 mm sowie Bekleidungsvarianten wie Putz, Holzschalung und Bekleidungen bieten die Möglichkeit mit extrem schlanken Außenwänden teure Grundstücke wirtschaftlich zu bebauen. Darüber schützt eine Dachhaut aus Trapezblech die Konstruktion vor Regen, Wind und Schnee. Eine Stahlbetonfertigtreppe steift die Konstruktion aus. Durch den hohen Grad der Vorfertigung, stand der hölzerne Rohbau bereits innerhalb eines Tages. VARIOTEC Passivhausfenster und Außentürelemente schließen die Hülle dauerhaft fugendicht und sorgen so für hohe solare Gewinne. Extra 150 mm breite Raffstorelamellen sorgen für die nötige Gebäudeverschattung und ausreichend Tageslichtbezug. Die Haustechnikanlage besteht aus einer Luftwasserwärmepumpe, einer Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, den Deckenheiz- und Kühlflächen für Strahlungswärme- und Kühle sowie der PV-Anlage zur Eigenstromversorgung und Plusbilanzierung. Die Realverbrauchsdaten werden über ein Jahr von der „technischen Ohm Hochschule Nürnberg“ gemessen, damit ist die Grundlage für die aussagefähige Plusbilanz geschaffen. „Hybrid Building 2050“ erfüllt bereits jetzt den ab 2019 vorgeschriebenen Gebäudestandard, bietet damit hohe Qualität, dauerhaft niedrige Verbrauchskosten und ist unabhängig von Energiepreissteigerungen. Das Gebäude bildet den zukünftigen Standard ab und zeichnet sich damit durch nachhaltigen Werterhalt der Immobilie aus.


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Plusenergiehaussystem, Bodenplatten, Massivholzkonstruktion, Putz, Holzschalung, Vakuumdämmpaneelen, QASA, Raffstorelamellen, Gebäudeverschattung, Luftwasserwärmepumpe, VARIOTEC, Plusenergiehäuser

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