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Holzlamellenfassade - Architektur in Holzhybridbauweise, Kita Regensburg

Kita | Regensburg | vdd Industrieverband Bitumen-Dach- und Dichtungsbahnen e.V.
Quartierskita mit sanft geschwungener Holzlamellenfassade

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs von Regensburg wird aktuell das Dörnberg-Viertel realisiert. Auf einer Fläche von 23 Hektar entsteht ein attraktives Quartier mit einem abwechslungsreichen Nutzungsmix aus Wohnen, Arbeiten und Einkaufen. Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist der Johanneshof, der geförderte und nicht-geförderte Wohnungen sowie Geschäfte im Erdgeschoss umfasst. An zentral gelegener Stelle im Quartier ist außerdem eine neue Kita mit fünf Gruppen eröffnet worden. Der nach Plänen des Münchener Büros be_planen Architektur in Holzhybridbauweise realisierte Neubau mit Holzlamellenfassade integriert zwei Krippengruppen mit 24 Plätzen sowie drei Kindergartengruppen mit 75 Plätzen und komplettiert so die lebendige Funktionsmischung innerhalb des neuen Stadtteils.

Um auf ansprechende Weise die Durchlässigkeit im Quartier zu erhöhen und zugleich Impulse für Austausch und Identifikation im Viertel zu schaffen, wurde der Neubau als freistehender Solitär geplant. Die klare und einfache Formgebung bietet dabei einen angenehmen Kontrast zur Heterogenität der umliegenden Bebauung. Zusätzliche Qualität erhält der Entwurf durch seine ungewöhnlich detaillierte Holzlamellenfassade im Zusammenspiel mit den raumhohen, dabei flächenbündig abschließenden und bewusst unregelmäßig platzierten Fensteröffnungen. Die oberhalb der schwarzen Unterkonstruktion aufgebrachte vertikale Lattung aus vorvergrauter Weißtanne zieht sich wie ein Vorhang um das Gebäude, um sich im Eingangsbereich mit einer bewusst hervortretenden Auffaltung zu öffnen. Zusätzliche Dynamik erhält die Hülle durch die unregelmäßigen Abstände der einzelnen Lamellen sowie durch den sanften Schwung oberhalb des Eingangs.

Details aus Holz schafft eine angenehme und natürliche Aufenthaltsqualität in sämtlichen Räumen

Ähnlich überzeugend haben die Architekten auch den Innenraum der neuen Kita gestaltet. Das angenehme und übersichtliche Farbkonzept sowie die vielfache Verbendung von Details aus Holz schafft eine angenehme und natürliche Aufenthaltsqualität in sämtlichen Räumen. Rückseitig öffnet sich der Innenraum zum offenen Gartenbereich, im Obergeschoss bietet eine großzügige Dachterrasse mit Kräutergarten weiteren Platz zum Freispiel. Daran angegliedert ist ein großzügiger Wintergarten, der als Experimentierraum zur Verfügung steht. Die Dachfläche oberhalb des ersten Obergeschosses wurde als Gründach gestaltet.

Durchgehende Dachbegrünung mit Sedum

In hoher Qualität wurde auch die Flachabdichtung des Projektes umgesetzt. Um einen sicheren Aufbau zu erhalten, der langfristig vor Feuchtigkeit schützt, wurden die 260 Quadratmeter große Spielterrasse und das 180 Quadratmeter große Gründach als Warmdachkonstruktion mit zweilagiger Bitumenabdichtung ausgeführt. In einem ersten Schritt wurden dabei zunächst ein lösungsmittelfreier Bitumen-Emulsions-Voranstrich und eine hochwertige Polymerbitumen-Dampfsperrbahn mit einer Aluminium-Verbundträgereinlage als sichere Funktionslage auf den Stahlbetondecken aufgebracht. Direkt darüber konnte das Team des beauftragten Unternehmens Koch Dachsysteme aus Erfurt damit beginnen, eine 170 Millimeter starke PIR-Dämmung zu verlegen. Die Neigung von zwei Grad stellt dabei einen reibungslosen Abfluss von Regenwasser sicher.

Verbesserung des Mikroklimas

Im nächsten Schritt erfolgte die Verlegung der zweilagigen Bitumenabdichtung: „Als untere Abdichtungslage wurde eine kaltselbstklebende Polymerbitumen-Unterlagsbahn verwendet, als obere Lage sorgt eine durchwurzelungsfeste Polymerbitumen-Schweißbahn für optimierten Schutz“, erklärt Projektleiter Andreas Marx. Nach Fertigstellung der Dachabdichtung konnten die Dachdecker damit beginnen, eine Drainagematte, ein Filtervlies sowie ein Substrat aufzubringen, um abschließend die durchgehende Dachbegrünung mit Sedumsprossen umzusetzen. Die zusätzliche gewonnene Naturfläche trägt zur Verbesserung des Mikroklimas bei und erhöht gleichzeitig die Lebensdauer des Daches, indem sie den Aufbau zusätzlich vor Sonneneinstrahlung, Hagel oder Frost schützt. Auf der Spielterrasse wurden alternativ Gehwegplatten verlegt.

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