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Glas im Einsatz großer Architektur: Bildungscampus Heilbronn

Bildung | Heilbronn | Glas Marte GmbH
Glas im Einsatz großer Architektur: Bildungscampus Heilbronn

Auer + Weber vertrauen mehrfach auf ein Glas-Marte-Produkt

Der Bildungscampus in Heilbronn ist noch verhältnismäßig jung. Doch er wächst stetig, was zur Folge hat, dass immer neue Gebäude errichtet werden. Viele davon stammen aus der Feder des Stuttgarter Architekturbüros Auer + Weber. Dazu gehören die beiden Gebäude des DHBW CAS und der HHN. Ihre Architektur ist davon geprägt, dass sich die Räume jeweils um ein Atrium anordnen. Bei den Brüstungen dieser Atrien und bei einem Glaskubus kamen Elemente von Glas Marte zum Einsatz.

Die Stadt Heilbronn liegt etwa 50 km nördlich von Stuttgart. Hier wurde 2011 ein Bildungscampus eröffnet, der von der Dieter Schwarz Stiftung gefördert und getragen wird. Ursprünglich umfasste er drei Lehreinrichtungen, die je in einem eigenen Gebäude an der Mannheimer Straße untergebracht waren. Allerdings stieg das Interesse an dem Studienangebot derart schnell, dass diese Gebäude schon innerhalb kürzester Zeit an die Grenzen ihrer Aufnahmekapazitäten kamen. Infolgedessen entstanden jenseits einer Bahntrasse zwei weitere Objekte. Diese waren noch im Bau, als die Stiftung einen städtebaulichen Wettbewerb ausschrieb, den das renommierte Architekturbüro Auer + Weber aus Stuttgart gewann. Seine Pläne sahen vor, den Campus auf dem ehemaligen Industriegebiet „Kleinäulein“ zu erweitern. In diesem Zusammenhang erhielten 2016 die Fakultät International Business (IB) der Hochschule Heilbronn (HHN) und das Center for Advanced Studies (DHBW CAS) der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) je ein Gebäude. Beide wurden ebenfalls vom Büro Auer + Weber geplant und liegen leicht zueinander versetzt an einem schmalen Platz.

Bezug auf Bestand und Historie

Beim Planen der Objekte nahmen die Architekten in vielerlei Hinsicht gestalterische Themen vergangener Bauabschnitte auf. Achim Söding, einer der Geschäftsführer von Auer+ Weber und Planungsverantwortlicher beim Bildungscampus, erklärt: „Als wir die Gebäudehöhe bestimmten, orientierten wir uns am Nachbarbestand.“ Dementsprechend setzen sich die Baukörper beider Lehrinstitutionen aus einem lang gestreckten dreigeschossigen Quader zusammen, auf dem ein kleinerer, ebenfalls dreigeschossiger Quader sitzt. Unten sind Seminar- und Vorlesungsräume untergebracht, oben befindet sich die Verwaltung. Eine Erinnerung an die Historie des Ortes spiegelt sich in der Wahl des Fassadenmaterials wider. Indem sich die Architekten dafür entschieden, die Fassaden aus Klinker zu fertigen, nahmen sie Bezug auf die Industriegeschichte des Areals. Allerdings setzten sie hellgraue Steine statt dunkelroter ein und nahmen damit Rücksicht auf die engere Bebauung.

Die Architektur des Center for Advanced Studies

Beim DHBW CAS-Gebäude versahen sie zudem die Laibungen mit Klinker und führten den Stein bis zum Boden hinab, was das Material gut ins Blickfeld des Betrachters rückt. Ferner setzen sie hier das Fassadenmotiv der Bänder fort, das die beiden zuvor errichteten Gebäude im Süden kennzeichnet. Für den Innenbereich kombinierten die Planer Glas, dunklen Terrazzo, Wandverkleidungen aus heller Weißtanne und Türen aus Kastanienholz. Insgesamt erinnert das Objekt ein wenig an ein Bürogebäude. Das könnte unter anderem daran liegen, dass die Studenten bereits in Betrieben arbeiten und so dieses Flair in gewisser Weiser mitbringen. Zudem sind es etwas weniger Studierende die meist auch etwas älter sind als die Studenten der HNN.

Die Architektur der Fakultät International Business (HNN)

Ganz anders sieht es bei den Lernenden der HNN aus. Bei ihnen handelt es sich um Vollzeitstudenten, die sich zuweilen den ganzen Tag im HNN-Gebäude aufhalten. Darauf nahmen die Architekten von Auer + Weber Rücksicht. Achim Söding erläutert: „Bei der Planung waren uns die Begegnungsräume sehr wichtig. Dementsprechend statteten wir das Innere des Baus mit breiten Fluren, Sitznischen zum Lernen und Raum für zufällige Begegnungen aus.“ Hier herrschen beigefarbener Terrazzo, weiße Türen und Wände aus Sichtbeton vor, wodurch das Objekt insgesamt heller wirkt. Und auch von außen gesehen unterscheidet es sich von dem zeitgleich errichteten Domizil des DHBW CAS: Erstens ist es etwas kleiner, zweitens liegen die Fenster tiefer und drittens hat es keine Band-, sondern eine Lochfassade

Atrien und Glas

Doch beide Gebäuden haben einen wichtigen architektonischen Aspekt gemeinsam: Ihre Räume sind um ein Atrium herum gruppiert, bei dem Glas eine große gestalterische Rolle spielt. Die gesamte Absturzsicherung zum Atrium und bei den geschossverbindenden Treppen besteht aus Glaselementen, bei denen der Betrachter keinerlei Befestigungselemente wahrnimmt. Möglich wird dies durch das Brüstungssystem GM RAILING® Plan von Glas Marte. Es wird höchsten ästhetischen Ansprüchen gerecht, da der Betrachter die Montageprofile nicht wahrnimmt, sondern nur die pure Glasfläche sieht. Abstehende Bauteile, Materialwechsel oder vertikale Befestigungselemente (Steher) sind nicht vorhanden. Beim Gebäude des DHBW CAS und der HNN wurde das Glas stirnseitig gegen die Betondecke montiert, wobei es auch das Befestigungselement überdeckt. Da das Glas an dieser Stelle mit einem weißen Siebdruck versehen ist, tritt das Montagesystem nicht in Erscheinung. Als einziger Hersteller bietet Glas Marte mit dem GM-RAILING ®-System eine geprüfte und zertifizierte Absturzsicherung an, bei der Glas und das Befestigungsprofil bereits im Werk spannungsfrei verklebt sind. Die Ganzglasmodule müssen auf der Baustelle nur noch mit den Unterkonstruktionsprofilen verbunden werden, die vorher bauseitig befestigt wurden. So lassen sich Montagekosten auf ein Minimum reduzieren, wobei gleichzeitig ein Höchstmaß an Präzision möglich ist.

Lernen im Glaskubus

Doch das GM-RAILING®-System kam nicht nur bei den Absturzsicherungen zum Einsatz. Wie oben beschrieben legten die Planer beim HNN-Gebäude großen Wert darauf, den Studenten Räume zum Lernen und Treffen zur Verfügung zu stellen. Ein Beitrag hierzu leisteten sie unter anderem damit, dass sie ins Atrium einen dreigeschossigen Glaskubus setzten, in dessen Innerem sich die Hochschüler frei aufhalten können. Das Besondere daran: Obwohl das GM-RAILING®-System eigentlich für absturzsichernde Brüstungen gedacht ist, setzen die Architekten es hier für die Glaswände ein, die über drei Meter hoch sind. Die zusätzliche Planung, die demzufolge notwendig war, übernahmen die Glas-Marte-Ingenieure in enger Abstimmung mit den Architekten. Die GM-RAILING ®-Elemente werden an Metallbauer, Glaser und andere ausführende Betriebe geliefert. Bei den beiden Campus-Gebäuden übernahm Glas Marte die Montage allerdings selbst. Achim Söding sagt hierzu: „Die Arbeit von Glas Marte hat uns absolut überzeugt. Einerseits fügen sich die puristischen Glaselemente hervorragend in die Gebäude ein. Andererseits führten die Mitarbeiter des Unternehmens die Montage auf den Millimeter genau aus.“ Bekräftigt wird diese Aussage durch die Tatsache, dass das Büro das GM-RAILING®-System auch in der neuen Mensa einsetzt, die im Frühjahr 2020 fertiggestellt werden soll. Und auch hier warten die Planer mit einer Besonderheit auf: Das Glas ist dieses Mal gebogen.



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