Neubau | Altstätten (CH) | PSS INTERSERVICE AG

Neubau Rathaus, Altstätten (CH)

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Aufstrebendes Blau – mit koloriertem Sichtbeton

In Altstätten, gelegen im Kanton St. Gallen, wurde der Neubau eines Rathauses realisiert. Projektverfasser sind Allemann Bauer Eigenmann Architekten aus Zürich. Das Büro entwirft, plant und realisiert vorwiegend Bauten für die öffentliche Hand und gemeinnützige Institutionen. Seit der Gründung im Jahr 2003 hat das Büro an weit über 120 Architekturwettbewerben teilgenommen und dabei zahlreiche Preise gewonnen. Aktuell befinden sich sieben Projekte in Planung bzw. Ausführung. Zwanzig Objekte in unterschiedlichsten Größenordnungen – vom Busdach bis zur städtebaulichen Planung – konnten schon realisiert werden. Ein Sehenswertes davon ist das Rathaus Altstätten mit dem Herzstück eines mit faceal Colour blau kolorierten Treppenhauses aus Sichtbeton.

Ein blau koloriertes Treppenhaus aus Beton
Beim Entwurf des Rathauses standen die Architekten vor einer selbstgestellten Herausforderung: Um die Fläche des ebenfalls neuen Rathausplatzes zu vergrößern, musste gleichzeitig der Fußabdruck des Neubaus minimiert werden. Damit blieben weniger als 500 m2 Grundfläche zur Verfügung. Das Haus entwickelt sich deshalb über insgesamt 7 Geschosse in die Höhe und setzt so am Rathausplatz einen vertikalen Akzent, der die öffentliche Funktion akzentuiert. Konstruktion und Typologie sind in der Konsequenz der kompakten Grundform entwickelt. Das Gebäude ist ein Stahlbetonskelettbau mit einer nichttragenden Fassade aus gedämmten Holzrahmenelementen. Der innenliegende Erschließungs- und Infrastrukturkern erlaubt die allseitige Anordnung von Büros. Da ein Rathaus vorwiegend werktags während der Bürozeiten frequentiert ist, beschränken sich die der Verwaltung vorbehaltenen Räume im Parterre auf die Eingangshalle mit Empfangsschalter. Die übrige Erdgeschossfläche wird durch ein Restaurant mit Bar bespielt. Aus der Eingangshalle erschließen ein Treppenhaus und ein Lift die Obergeschosse. Die Treppe führt um einen zentralen Luftraum herum, welcher die Höhe des Hauses erlebbar macht. Eine Taillierung der Treppenläufe vergrößert einerseits das Treppenauge und suggeriert andererseits eine größere Laufbreite. Diese Maßnahmen verleihen der sehr kompakt dimensionierten Vertikalerschließung eine unerwartete Großzügigkeit. Über eine verglaste Öffnung im Dach fällt Tageslicht bis ins Parterre. Der Sichtbeton wurde mit einem flüchtigen Blau, dem faceal Colour Blau in Anlehnung an RAL 6034, koloriert.

Architekt Patric Allemann berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Werkstoff Beton und dessen Kolorierung mit faceal Colour.

Herr Allemann, warum haben Sie für das Treppenhaus Beton gewählt?
Allemann: „Einerseits benötigt der Skelettbau einen aussteifenden Kern, der das Bauwerk gegen horizontale Wind- und Erdbebenlasten stabilisiert. Beton ist konstruktiv dafür die erste Wahl. Andererseits handelt es sich beim Rathaus um einen öffentlichen Bau mit entsprechender Publikumsfrequenz. Der Werkstoff Beton hat eine für diese Nutzung geeignete, äußerst robuste Oberflächenbeschaffenheit.“

Herr Allemann, und warum nicht mit einer Wandverkleidung, sondern ausgeführt als Sichtbeton?
Allemann: „Beton ist ein robuster, vielseitiger und gleichzeitig formbarer Baustoff, deshalb arbeiten wir gerne damit. In Altstätten haben wir vom Schalungsbild bis zur Position und Endbehandlung der Bindlöcher alles definiert. Wir schätzen aber auch Haptik und Textur dieses in der populären Wahrnehmung „armen“ Materials und kontrastieren dazu gerne andere Materialien wie z.B. die plissierte Brüstungsverkleidung in eloxiertem Aluminium. Dessen seidenmatt glänzende Oberfläche geht ein Wechselspiel ein mit dem steinernen Beton und bringt so den Raum in Schwingung.“

Herr Allemann, aber der Sichtbeton präsentiert sich doch nicht mehr in einem Steingrau?
Allemann: „Das i-Tüpfelchen ist die Kolorierung, sprich die Behandlung mit der speziellen faceal Colour Lasur von der PSS Interservice. Das Material bleibt optisch und haptisch Beton, erhält aber eine unerwartete Farbigkeit. Dadurch kann die Raumstimmung gezielt verändert werden. Die Farbwahl ist aus dem Materialkonzept entwickelt und soll in dem innenliegenden Raum eine angenehme Atmosphäre etablieren.“

Weshalb haben Sie sich für bauseits lasierten Beton entschieden?
Allemann: „Eingefärbter Beton hätte das Budget gesprengt und ist in der Ausführung generell schwer kontrollierbar. Aus der Erfahrung vergangener Projekte führt die Kombination von Beton und Lasur ebenfalls zu überzeugenden Resultaten. Wobei wir hier keine herkömmliche Lasur benutzt haben. Wir wählten dazu faceal Colour. Diese gewährleistet nicht nur den typischen Betonausdruck, sondern verfügt auch über einen oleo- und hydrophoben Schutz, sprich sie schützt gegen alle erdenklichen Arten von wasser- oder fettbasierten Verschmutzungen – was gerade in einem Treppenhaus von hohem Nutzen ist. Ein weiterer Vorteil der bauseitigen Kolorierung ist die vor Ort-Bemusterung. Hier muss ich den hervorragenden Service der PSS Interservice betonen. Eine vor Ort-Bemusterung erleichtert immens die Entscheidungsfindung für den richtigen Farbton. Mit PSS konnten wir unterschiedliche Blautöne in verschiedenen Intensitäten ausprobieren, um uns schlussendlich mit Überzeugung für das faceal Colour Blau zu entscheiden.“

Herr Allemann, besten Dank für das Gespräch!

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