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Rostfreier Edelstahl Uginox für Dach und Fassade

Aperam Stainless Services & Solutions Germany GmbH
Edelstahl für Dach und Fassade

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Der Traditionsname Uginox ist die Marke für die Baumetalle des Produzenten Aperam, der zu den weltweit führenden Herstellern von rostfreiem Edelstahl zählt. Er bezeichnet speziell die für Dach und Fassade eingesetzten Bleche. Mit ihrer geringen Dicke von nur 0,5 oder 0,4 mm sind sie ähnlich gut umformbar wie klassische Baumetalle, deren Dicke zumeist deutlich höher liegt.

Uginox by Aperam – Tradition mit der Zukunft im Blick

Verzinnte Uginox-Bedachungsbleche gibt es seit den 1970er Jahren. Als Grundwerkstoff dienen sogenannte ferritische rostfreie Edelstähle. Dabei handelt es sich um Chromstahl-Legierungen. Bei der Standardsorte Uginox Patina K41 (EN 1.4509) kommen Zusätze von Niob und Titan hinzu, die für günstige Verarbeitungseigenschaften sorgen. Für stärker schadstoffbelastete Atmosphäre steht die Sorte Uginox Patina K44 (EN 1.4521) zur Verfügung. Bei ihr wirkt das zusätzliche Legierungselement Molybdän als Booster für die Korrosionsbeständigkeit.

Beides ist gemeinsam, dass der Zinnüberzug auf dem blanken rostfreien Edelstahl im Laufe der Zeit eine dekorative Patina bildet. Seit langem findet diese Oberflächenausführung bereits im Denkmalschutz Anwendung. Der moderne, durch und durch korrosionsbeständige Grundwerkstoff ist äußerst langlebig, selbst rückseitige Feuchtigkeit kann ihm nichts anhaben. Gleichzeitig bleibt das historische Erscheinungsbild von Dächern und Fassaden erhalten. Bauherren und Architekten schätzen ihn aber auch in der modernen Architektur, wo er gerade mit natürlichen Baustoffen wie Stein oder Holz spannende Materialkombinationen bildet.

Wird eine dauerhaft matt schimmernde, edelstahltypische Oberfläche gewünscht, ist Uginox Top die richtige Wahl. Diese Oberflächenausführung ist solar-reflektierend. Sie reduziert den sommerlichen Wärmeeintrag in das Gebäude und damit den Energieaufwand für die Kühlung. Als Grundwerkstoffe dienen nichtrostende Chrom-Nickel-Stähle. Bei Uginox Top 304 handelt es sich um die Sorte EN 1.4301, die umgangssprachlich auch als „18/10“ bekannt ist. Auch hier gibt es eine Alternative für erhöhte Korrosionsbeanspruchungen, Uginox TOP 316L (EN 1.4404), die einen Legierungszusatz von Molybdän aufweist. Beide Sorten eignen sich nicht nur für die Stehfalztechnik, sondern auch für das Rollennaht-Schweißverfahren − die einzige Methode, selbst Null-Grad-Dächer dauerhaft dicht mit Metall einzudecken.

Die Oberfläche von Uginox Top sieht aus wie gestrahlt, tatsächlich ist die feine Struktur aber aufgewalzt. Die Fernwirkung ist ein nobler Mattglanz. Unter dem Mikroskop betrachtet, erweisen sich die winzigen Vertiefungen im Blech jedoch als äußerst gleichmäßig geformt. Dadurch ist die Oberfläche schmutzabweisend, oft reicht schon die reinigende Wirkung des Regens aus, atmosphärische Verunreinigungen weitgehend abzuschwemmen. So bleibt das Erscheinungsbild mit allenfalls minimalen Unterhaltsaufwendungen dauerhaft erhalten.

Mit den Oberflächenausführungen Uginox Patina und Uginox Top deckt das Sortiment die unterschiedlichen Glanzgrade von stumpf bis seidig schimmernd ab. Mit jeweils einer Standardsorte für ländliche und normale städtische Umgebungen sowie je einer molybdänlegierten Sorte für stärker schadstoffbelastete Bedingungen trägt das Uginox-Sortiment den unterschiedlichen Korrosionsbeanspruchungen Rechnung.

Uginox steht für Nachhaltigkeit

Die Forderung, nachhaltig zu bauen, stellt sich auch für Bedachungswerkstoffe. Uginox wird an den europäischen Standorten von Aperam hergestellt. Die Wege vom Hersteller zum Kunden sind kurz. Das kommt der CO2-Bilanz zugute und macht die Lieferketten unanfällig gegen Störungen.

Als Rohstoff dient bis zu 85 % Altmetall – und das schon seit langem. Pro Kilogramm Uginox Top 304 fallen 2,02 kg CO2 an – 71 % weniger als der vom International Stainless Steel Forum (ISSF) ermittelte weltweite Referenzwert von 6,87 kg CO2 pro Tonne Edelstahl, der von einem globalen Durchschnitt von 30 % recyceltem Material in der Schmelze ausgeht. Der Uginox-Produzent Aperam war auch das erste Edelstahlwerk, das nach ResponsibleSteel®-Standard zertifiziert wurde. Veröffentlichte Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs), die nach internationalen Standards erstellt werden, machen die Nachhaltigkeitsangaben nachprüfbar.

Um seine Rohstoffbasis zu stärken, hat Aperam einen der bedeutendsten Recycler von rostfreiem Edelstahl und anderen hochlegierten Werkstoffen, ELG, übernommen. Das Unternehmen führt Fabrikationsabfälle, wie sie etwa beim Stanzen entstehen, in den Produktionskreislauf zurück. Ebenso wird der Edelstahlanteil beispielsweise von Haushaltsgeräten oder industriellen Anlage gesammelt, aufbereitet und wieder eingeschmolzen.

Für die klassischen austenitischen Sorten, wie sie für Uginox Top zur Anwendung kommen, ist Nickel eines der wichtigsten Legierungselemente. Auch für dessen umweltfreundliche Gewinnung macht sich Aperam stark. Nickel kann nicht allein aus Erz gewonnen werden, sondern auch aus Pflanzen.

Bestimmte Arten gedeihen auf von Natur aus nickelhaltigen Böden, die für die Nahrungsmittelproduktion ungeeignet sind, und nehmen das Metall auf. Aus dem geernteten Pflanzengrün dieser sogenannten Hyperakkumulatoren lässt sich das Nickel extrahieren. Als Koppelprodukt entsteht hochwertiger Dünger. Jüngst wurde das Gemeinschaftsunternehmen Botanickel ins Leben gerufen. Dieses Joint Venture mit dem Biotechnologie-Unternehmen Econick erweitert die Aktivitäten von Aperam nun auch auf die Gewinnung von Primärrohstoffen.

Als nachhaltige Werkstoffe für Dach und Fassade schlägt Uginox die Brücke zwischen traditionsgebundenen und zukunftsorientierten Anwendungen. Nicht nur seine Langlebigkeit kommt der Ökobilanz zugute. Auch der hohe Altmetallanteil, die diversifizierte Rohstoffbasis sowie der moderne Produktionsprozess im Elektro-Lichtbogenofen machen „Uginox by Aperam“ zu einer bauökologisch vorteilhaften Wahl. Die Optik ist grau-silbrig, im Kern ist Uginox ein „grünes“ Baumetall.

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