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Quartier bezogen

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Quartier bezogen

Es war die größte Baustelle Europas: Das ThyssenKrupp Quartier, seit 2010 die neue Konzernzentrale in der Ruhrmetropole Essen. Eine besondere Herausforderung war die Veredelung der Stahlbrücken in luftiger Höhe mit einem champagnerfarbenen Anstrich.

In dreijähriger Bauzeit entstand auf einer Fläche von 17 Hektar das größte innenstadtnahe Entwicklungsareal in Deutschland. Die neue Zentrale des Werkstoff- und Technologiekonzerns besteht derzeit aus fünf Gebäuden und bietet 2.000 Mitarbeitern Platz. Herzstück ist das Headquarter – Q1 genannt –, das mit einer Höhe von fünfzig Metern das höchste Gebäude des Quartiers ist. Einen beeindruckenden Ausblick haben die Mitarbeiter und Besucher im Q1, wenn sie über die höchste der neuen Stahlbrücken gehen, die die beiden L-förmigen Einzelbauten des Hauptgebäudes miteinander verbinden: 25 Meter über dem Innenhof hat man durch zwei rund 30 x 25 Meter große Panoramafenster einen tollen Blick nach draußen. Für ThyssenKrupp Xervon und auch für Sikkens-Objektberater Carsten Piekarski waren die Arbeiten an den Brücken ein außergewöhnlicher Auftrag: Für die Maler aufgrund der ungewohnten Arbeitshöhe und für den Berater war die Suche nach dem optimalen Farbton eine Herausforderung, denn die Licht- und Reflexionsverhältnisse an der Brücke wechselten ständig.

Champagnerfarbene Verbindungsbrücken
Über die Atrium-Stahlbrücken erreichen die Mitarbeiter ohne Umwege die gegenüberliegende Seite. Die Brücken wurden erst nach dem Einbau beschichtet, was in einer Höhe von 25 Metern nicht ganz einfach ist. Piekarski: „Für uns waren die eigentlichen Herausforderungen eindeutig die Koordination mit anderen Gewerken und die Arbeitshöhe.“

Während alle anderen champagnerfarbenen Blechteile industriell beschichtet und somit einbaufertig angeliefert wurden, musste der entsprechende Farbton für die Stahlbrücken vor Ort angemischt werden. Als Farbe wurde Alpha Metallic verwendet. Die wasser-basierte Farbe ist speziell für Innenwände entwickelt worden, auf denen schimmernde Metallic-Effekte erzeugt werden sollen. Der Fachmann probierte unter Berücksichtigung des Lichteinfalls vor Ort verschiedene Rezepturen, bis er das perfekte Mischungs-verhältnis gefunden hatte. „Immer wieder wurden neue Farbtöne auf die Brücken aufgebracht und dann mit den anderen Bauteilen abgeglichen, was bei Metallic-Farbtönen aufgrund ihrer spezifischen Reflektionseigenschaften besonders schwierig ist“, erklärt er. Als der richtige Farbton einmal gefunden und in der benötigten Menge angemischt war, arbeiteten etwa acht Personen ca. vier Wochen lang auf Arbeitsbühnen und Hängegerüsten daran, die Stahlbrücken mit dem charakteristischen Champagnerton zu beschichten. Carsten Piekarski war mehr als zufrieden: „Das Ergebnis bestätigt, dass sich der Aufwand gelohnt hat – wir sind stolz darauf, unseren Teil zu dieser neuen Landmarke beigetragen zu haben.“

„Das ThyssenKrupp Quartier soll ein Symbol für die zukunftsgerichtete und nachhaltige Entwicklung des Konzerns werden“, so lautete das ehrgeizige Ziel des Konzerns. Die Architektengemeinschaft JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés setzte dieses Ziel mit besonders energieeffiziente Bauten und einem nachhaltigen Umgang mit Rohstoffressourcen um. Für den Bau verwendete man überwiegend regional anzutreffende bzw. produzierte Materialien. Das ThyssenKrupp Quartier setzt auf ein energieeffizientes Wärme- und Kühlkonzept, das einen Primärenergiebedarf erwarten lässt, der um 20-30 Prozent unter den gesetzlichen Vorgaben liegt. Außerhalb der Gebäude finden sich auf dem 17 Hektar großen Gelände als „Grüne Lungen“ ein großes Wasserbecken und eine sogenannte „Allee der Welten“ mit 68 Bäumen aus aller Welt.
Das ThyssenKrupp Quartier ist Teil des langfristig angelegten Projektes „Krupp-Gürtel“: Mitten in der Essener Innenstadt entsteht ein neues Stadtviertel, das Räume für Arbeit, Freizeit und Kultur bieten soll. Bestandteil des „Gürtels“ ist der 22 Hektar große Krupp-Park, der bereits im Sommer 2009 eröffnet wurde.


Keywords:
ThyssenKrupp Quartier, Essen



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