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KSP Engel gewinnt 3. Preis im Wettbewerb für neuen Interimsstandort des Staatstheaters in Stuttgart

Kultur | Stuttgart | KSP Engel
Harte Schale, weicher, hölzerner Kern

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KSP Engel gewinnt 3. Preis im Wettbewerb für neuen Interimsstandort des Staatstheaters in Stuttgart: Mit ihrem Entwurf für den Interimsstandort des Württembergischen Staatstheaters schaffen KSP Engel einen kommunikativen Begegnungsort, der neben den vom Kunstverein genutzten Wagenhallen drei Neubauten umfasst: die temporäre Spielstätte des Staatstheaters sowie zwei Gebäude mit Wohnnutzung, die weitere Räumlichkeiten für das Theater beinhalten.

Wettbewerb                

Die Spielstätte des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart (WST) soll umfassend modernisiert und erweitert werden. Während der Sanierung wird der Interimsstandort, dessen Entwurf Gegenstand des Wettbewerbs war, Aufführungen der Staatsoper Stuttgart und des Stuttgarter Balletts ermöglichen. Zudem soll er auch für Produktion, Probe, Lager, Technische Dienste und für Teile der Verwaltung der WST Raum bieten und Flächen für vielseitige Lebens‐ und Wohnformen beinhalten. Nach Abschluss der Sanierung am Staatstheater wird ein Teil der Gebäude für die „Maker City“ zur Verfügung stehen. Der Entwurf von KSP Engel legt einen starken Fokus auf die Schaffung eines Kulturzentrums mit kreativen Begegnungsräumen im Innen- und Außenbereich. Nachhaltigkeit, ökologische Ziele und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten durch eine effiziente und gleichzeitig flexible Flächennutzung sind Kernelemente des Konzepts.

Entwurf für Staatstheater und Wohnbauten              

Bauteil 1

Der Interimsstandort für das Staatstheater setzt sich aus verschiedenen baulichen Elementen zusammen: Haupt-, Seiten- und Hinterbühne sowie Kulissenlager und Bühnenturm. Sie schließen an das Foyergebäude an, das als quaderförmiger Baukörper mit seiner gläsernen Front einen weitläufigen Empfangsbereich beherbergt, in dem sich Abendkasse und eine Bar befinden. Die gläserne Front sorgt für eine räumliche Transparenz und einzigartige Blickbeziehungen zwischen Innen- und Außenraum. Die Spielstätte, die rückwärtig anschließenden Baukörper und die Freiflächen bilden ein lebendiges und kreatives Forum mit hoher Aufenthaltsqualität.

Bauteil 2 und 3

Die zwei weiteren Bauten mit Wohnnutzung sind als dauerhafte Baukörper konzipiert und durch eine Brücke im 1. Obergeschoss miteinander verbunden. Sie beinhalten neben Wohneinheiten in den Obergeschossen (3. bis 5. OG) auch weitere Räumlichkeiten für das Staatstheater. Bauteil 2 hat einen C-förmigen Baukörper und schließt einen begehbaren und begrünten Innenhof im Zentrum ein. Im 1. Obergeschoss finden sich hier die Bereiche für Garderoben, Schminkräume, Werkstätten, Stimmzimmer, Lagerräume und Büros. Durch den H-förmigen Baukörper von Bauteil 3 entstehen im Süden und Norden zwei Dachterrassen mit hoher Aufenthaltsqualität, die ebenfalls begehbar sind. Die Orientierung der Gastronomie zu den Wagenhallen trägt zur Belebung des Außenbereichs bei.

Positive Resonanz und Beurteilung der Jury                        

Die Jury beurteilte den Entwurf von KSP Engel positiv: „Die städtebauliche Lösung bildet eine gelungene und angemessene Gebäudekonfiguration mit drei unterschiedlichen Baukörpern aus, die sich differenziert, gemäß ihren Nutzungen, ausformen. Der östliche Baukörper mit der Spielstätte und dem Bühnenturm hebt sich durch seine Architektursprache klar von den anderen Baukörpern ab. Das Foyer öffnet sich einladend in voller Höhe zum Platz und zeigt bereits im Hintergrund den Zuschauerraum als hölzernen Einbau. Die harte Schale aus einer rostfarbenen Metallfassade ist gänzlich geschlossen und zeigt den weichen hölzernen Kern nur über die große Glasfassade nach Süden. Der Kontrast zwischen offenen Fassaden bei den zwei Gebäuden mit Gewerbe- und Wohnräumen und der gut strukturierten geschlossenen Fassade der Spielstätte bildet ein reizvolles und gut proportioniertes Ensemble aus.“ (siehe Juryprotokoll des Verfahrensbetreuers Pesch Partner Architektur).

Fazit der Jury             

Insgesamt zeigt das Projekt laut Jury eine zielführende und angemessene Lösung, die mit ihrem containerartigen Charakter durch Anordnung, Material, Form und Farbigkeit, sowohl zu dem temporären Anspruch der Spielstätte wie auch zu dem Charakter des Areals mit den Wagenhallen sehr gut passt. Ungewöhnlich sei laut Jury der ästhetische Ausdruck für eine Opern- und Ballett Spielstätte, aber das sei ja eine große Chance, auch bei anderen Bevölkerungsgruppen unserer Gesellschaft anzukommen.

Ergebnis des Wettbewerbs                 

1. Preis: a+r Architekten GmbH, Stuttgart mit NL Architects, Amsterdam, Niederlande
2. Preis: Heinle Wischer Partnerschaft freier Architekten mbB, Stuttgart
3. Preis: KSP Engel GmbH, Frankfurt am Main
4. Preis Gina Barcelona International Architects Group A I E, Barcelona, Spanien mit DGI Bauwerk Gesellschaft von Architekten mbH, Berlin

Anerkennung: querkraft architekten zt gmbh, Wien, Österreich
Anerkennung: FRES Architectes – Gravier Martin Camara SARL, Paris

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