Wilhelm Wagenfeld: Leuchten | Veranstaltung

Designgespräch 5

Wilhelm Wagenfeld: Bauhausleuchte (Tischleuchte MT 8), 1924, Staatliches Bauhaus Weimar, Foto: Jens Weyers © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
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»Designgespräch 5« – Im Rahmen der Ausstellung »Wilhelm Wagenfeld: Leuchten« führen Prof. Jakob Gebert, Professor für Möbeldesign und Ausstellungsarchitektur  an der Kunsthochschule Kassel und Dr. Julia Bulk, Direktorin der Wilhelm Wagenfeld Stiftung, durch die Ausstellung.

Eine Tischleuchte als Symbol für das Bauhaus
Im Rahmen des 100jährigen Bauhausjubiläums widmet sich die Ausstellung den Leuchten­ent­würfen Wilhelm Wagenfelds. Am Anfang steht seine berühmte Tischleuchte von 1924, die wie kaum ein anderes Objekt mit dem Bauhaus verbunden wird. Doch wie hat sich die Bau­­hau­sidee in den 1950er bis 1970er Jahren im Werk Wagenfelds weiterentwickelt? Führt er das Bauhaus-Projekt fort oder erarbeitet er neue Ansätze?

Sich vom Bauhaus lösen – die organische Form
Auf den ersten Blick scheint sich Wagenfeld in der Nachkriegszeit vom Bauhaus zu lösen. Er arbeitet nicht mehr mit strenger Geometrie, sondern ent­wickelt Leuchten mit organisch fließenden Formen. Dennoch schreibt Walter Gropius, der erste Direktor der einfluss­reichen Kunstschule um 1960, dass niemand „die Grundidee des Bauhauses so wirkungsvoll weiter­ent­wickelt“ habe wie Wagenfeld.

Das Bauhaus weiterdenken – Industrielle Formgebung
Wagenfelds Verbindung zum Bauhaus geht über eine formale Ähnlichkeit weit hinaus. Seine in Stuttgart gegründete „Werkstatt Wagenfeld“ löst ein, was  Gropius mit dem Konzept des „künst­lerischen Labors“ vorgedacht hatte. Indem er seine Entwurfspraxis im industriellen Umfeld verankert, entstehen gute und preiswerte Leuchten auch für bisher wenig beachtete Bereiche wie Bad, Keller und Flur. „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ – so formulierte es der zweite Bauhaus­direktor Hannes Meyer.

Leuchten nach der Bauhausleuchte?
Das Schlusskapitel der Ausstellung wendet sich wieder der Bauhausleuchte zu und zeigt, wie prä­gend ihre Form auch heute noch ist. Auch wenn DesignerInnen wie  Gio Ponti, Vico Magistretti oder Gae Aulenti mit neuen Materialien, Konzepten und Formen arbeiten, erinnern viele Details an Wagenfelds Bauhausleuchte

Wo: Wilhelm Wagenfeld Haus, Bremen
Wann: 10.09.2019, 18 h
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