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Zukunftskongress db + md

Mut zum Experiment
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Zum Konzept der Veranstaltung:

Zukunftskongress zum Thema BAUEN | LEBEN | ARBEITEN

Die Fachtitel des Hauses Konradin für Architektur und Innenarchitektur db und md bündeln ihre Kernkompetenzen und richten am 7. Mai 2021 in Berlin einen hochkarätigen Zukunftskongress zu den Themen Bauen, Leben und Arbeiten aus.

Was bedeutet Suffizienz in der Baukultur? Welche Nachhaltigkeitskonzepte sind zukunftsfähig? Wie sehen innovative Bau- und Raumkonzepte aus? Was leisten neue Materialien? Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung? Wie arbeiten wir in Zukunft? Wohin steuert das Licht?

Zukunft fällt nicht vom Himmel. Zukunft entwickelt sich aus dem Heute. Deshalb gilt es mit einer solchen Veranstaltung, Anstöße zu geben, die den Kopf öffnen, Grenzen überschreiten und Neues denken. Fachexperten aus Praxis und Wissenschaft berichten über  zukunftsweisende Projekte. Sie stellen Leuchtturmprojekte und -konzepte vor, die die Profession der Innenarchitekten und der Architekten und/oder ihre Schnittstellen berühren.

Zielgruppe: Innenarchitekten und Architekten

KEYNOTE: Oona Horx-Strathern (Zukunftsinstitut Wien/Frankfurt):
„Individuell Zusammen – Wohnen und Leben morgen“

Der Kongress sensibilisiert für die planungsrelevanten Fragestellungen von morgen.


Sponsoren:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


In Zusammenarbeit mit:

 
 
 
 

 


 Ihr Ansprechpartner:

Florian Holocher
Projektleitung
Tel. 0711 7594 538
E-Mail: florian.holocher@konradin.de

Programm:

9.30 Uhr
Einlass, Come-Together
10.00 Uhr
Begrüßung durch Susanne Tamborini-Liebenberg, Ulrike Kunkel und Moderator
10.10 Uhr
Keynote: Individuell Zusammen – Wohnen und Leben morgen
Oona Horx-Strathern| Zukunftsinstitut Wien/Frankfurt
1. Themenblock: Suffizienz – was brauchen wir wirklich?
10.45 Uhr
Weniger ist mehr: Suffizienz in der Baukultur vom nachhaltigen Gebäude bis zum veränderbaren Grundriss
Steffen Lückgen, werk.um Architekten, Darmstadt
11.25 Uhr
Viel aus wenig: Planen und Bauen mit begrenzten Ressourcen, Low-Tech, u.a. mit Lehm
Eike Roswag, ZRS-Architekten, Berlin
11.50 Uhr
Shaping and sharing experiences: Wie sich die Raumwahrnehmung durch Virtual Reality verändert. Welche realen Räume werden überflüssig?
Niklas Larsén, MER, Stockholm
12.35 Uhr
Mittagspause
2. Themenblock: der Wert des konkreten Raums
13.35 Uhr
Officescouting: Wie sehen die Arbeitsplätze der Zukunft aus?
Raphael Gielgen, Trendscout Vitra
14.10 Uhr
Licht und Lebensqualität: Wie wir mit neuen Lichttechniken unsere Umgebung gestalten
Andreas Schulz, Licht Kunst Licht, Bonn
14.40 Uhr
Rebeauty – Reuse: Die Ästhetik im Abbruchmaterial. Zertifizierung und Gebrauchskonzepte für innen und außen
Søren Nielsen, Vandkunsten Architects, Kopenhagen
15.00 Uhr
Kaffeepause
3. Themenblock: Neue Wege
15.15 Uhr
Baubionik – von der Natur lernen: Biologie beflügelt Architektur
Jan Knippers, Universität Stuttgart, Stuttgart
15.45 Uhr
Textiles Bauen in Architektur und Innenarchitektur
Prof. Christiane Sauer, Weißensee Kunsthochschule, Berlin
16.15 Uhr
Der Architekt als Forscher im interdisziplinären Team: Eigenentwicklung von Fassaden bis zum Patent
Odilo Reutter, Reutter Architekten, Stuttgart
16.45 Uhr
Fragen aus dem Publikum, Diskussion und Zusammenfassung
17.15 Uhr
Ausklang, Get-Together

Location:

Refugio Berlin

Lenaustraße 3-4

12047 Berlin 

Datum:

7. Mai 2021, 9:30 bis 17:00 Uhr mit anschließendem Get-together

 

 

Anmeldung:

Normalpreis: 250 €
Verbandsmitglieder bdia: 175 €
Studenten: 125 €

Die Preise verstehen sich zuzüglich 19% MwSt.
Die Veranstaltung wird in Foto und Video dokumentiert. Diese Aufnahmen werden zur Nachberichterstattung in Print- und Onlinemedien inklusive Social Media der Konradin Mediengruppe genutzt. Mit der Anmeldung stimmen Sie dieser Nutzung zu.

 

Kammerpunkte:
Die Veranstaltung wird von den Architektenkammern Berlin, Sachsen und Thüringen sowie der Ingenieurskammer Thüringen als Weiterbeildung anerkannt und mit 6 bzw. 7 Unterrichtseinheiten
(1UE = 45 Minuten) bewertet. Die Teilnahmebestätigungen werden nach der Veranstaltung ausgehändigt.

Stornierung/ Rücktritt/Datenschutz:
Sie können jederzeit den Rücktritt von der Teilnahme an derVeranstaltung erklären.
Die Rücktrittserklärung muss schriftlich erfolgen.

Im Falle eines Rückstritts fallen Stornokosten an:
Erfolgt der Rücktritt mehr als 6 Wochen vor Veranstaltungsbeginn, fallen keine Stornokosten an.
Erfolgt der Rücktritt weniger als 6 Wochen, aber länger als 3 Wochen vor Veranstaltungsbeginn, sind 50 % der Kosten als Stornokosten von Ihnen zu zahlen.
Erfolgt der Rücktritt 3 Wochen oder kürzer vor Veranstaltungsbeginn, so ist das volle Entgelt von Ihnen zu zahlen.

In der Gebühr inbegriffen ist die Verköstigung mit Kaffee/Erfrischungen, ein leichtes
Mittagslunch (12:35 – 13:35 Uhr) sowie Snacks in der Nachmittagspause (14:40 – 15:00 Uhr)

Weiterführende Beiträge db deutsche bauzeitung:
  • Tragwerke zwischen Blumen
    Zwei robotisch produzierte Pavillons auf der BUGA Heilbronn
    Die beiden Institute ICD und ITKE der Universität Stuttgart arbeiten seit Jahren an neuen, digital basierenden Fertigungsmethoden. Den aktuellen Stand zeigen zwei Pavillons auf der Bundesgartenschau in Heilbronn.
    https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/technik/zwei-robotisch-produzierte-pavillons-auf-der-bundesgartenschau-heilbronn/
  • Gewebt, gewirkt, geschäumt
    Textiles Bauen
    Wo stehen wir derzeit beim textilen Bauen? Welche Formensprache, welche Funktionalität und Tragfähigkeit – etwa in Richtung Druckfestigkeit – können wir durch technologische Fortschritte und ständige Weiterentwicklungen bei technischen Textilien für das Bauwesen erwarten?
    Ein Einblick in Forschungsarbeiten und begleitende studentische Projekte zeigt, was »morgen« Realität sein könnte.
    https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/technik/gewebt-gewirkt-geschaeumt/
  • Wenn, dann doch gleich richtig
    Korkhaus in Eton (GB)
    Das kleine Wohnhaus nahe dem Flughafen Heathrow ist ganz aus massiven Korkblöcken und etwas Holz errichtet. Es kommt nahezu vollständig ohne Folien und Kleber aus. Rechnerisch ist im verwendeten pflanzlichen Material mehr CO2 gebunden als durch die Erstellung des atmosphärisch gestalteten Gebäudes insgesamt abgegeben wurde.
    Architekten: Matthew Barnett Howland, Dido Milne, Oliver Wilton
    https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/schwerpunkt/korkhaus-in-eton/
  • Dunkelziffer graue Energie?
    Wie ökologisch sind ökologische Baustoffe?
    Ein Denkanstoß zur ökologischen Bewertung von Dämmstoffen und ein Statement zu ihrer Sinnhaftigkeit.
    https://www.db-bauzeitung.de/db-themen/energie/dunkelziffer-graue-energie/
  • Anders Bauen! – Suffizienz in der Baukultur
    Zum ungebremsten Verbrauch von Flächen und Gütern gibt es ästhetisch überzeugende und gestalterisch anspruchsvolle Alternativen, die maßvoll mit Ressourcen umgehen.
    Die db hat bereits 2012 als erste Fachzeitschrift das Thema Suffizienz im Zusammenhang mit Architektur behandelt und es seither mit zwei erfolgreichen Kongressen und zahlreichen Artikeln weiter vorangetrieben.
    https://www.db-bauzeitung.de/suffizienz/
  • »BIM« Building Information Modeling
    Grundlagen und AVA-Programme
    https://www.db-bauzeitung.de/themen/bim-building-information-modeling-grundlagen_programme/
Für jeden Einsatzbereich- wineo Bodenbeläge

Innovationskraft und Leidenschaft sind unser täglicher Antrieb exzellente Bodenlösungen für jeden Einsatzbereich zu erarbeiten. Gemeinsam mit Architekten entwickelt, in eigenen Laboren geprüft und in hoch beanspruchten Umgebungen getestet, erfüllen wineo Bodenlösungen alle Ansprüche an Ihr Objekt.  Mit unseren umfangreichen Services unterstützen wir Sie optimal bei der Umsetzung Ihres Projektes.

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Textil-Editeur Christian Fischbacher – ein moderner Impulsgeber in sechster Generation

Der Textil-Editeur Christian Fischbacher entwirft seit 201 Jahren luxuriöse, qualitativ und ästhetisch herausragende Textilien. Das Schweizer Familienunternehmen mit Sitz in St. Gallen ist ein global agierender Anbieter von Einrichtungsstoffen, Teppichen, Tapeten, Bettwäsche und Wohnaccessoires. 

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Unternehmensprofil Christian Fischbacher
Heute wird das Unternehmen in sechster Generation von CEO Michael Fischbacher geführt. Seine Frau Camilla Fischbacher prägt als Art Director den Look der Kollektionen. Das Streben nach Innovationen und stetiger Weiterentwicklung ist Leitmotiv, das Wissen über Materialien und deren Verarbeitung nach höchsten Qualitätsstandards wird seit Generationen weitergegeben. In den hauseigenen Design-Ateliers arbeiten Textildesignerinnen mit Leidenschaft an den neusten Kollektionen. Sie sind Expertinnen, wenn es darum geht, Ideen und Trends in Wohntextilien umzusetzen. Mit Web- und Drucktechniken kennen sie sich gleich-ermaßen aus wie mit Farbformulierungen. Mit Liebe zum Detail und Kunstfer-tigkeit kreieren sie außergewöhnliche Dessins.

Neben der Gestaltung privater Objekte hat sich Christian Fischbacher auf den Contract-Bereich spezialisiert: Das Unternehmen stattet weltweit Hotels, Büros, Konzertsäle, Kliniken sowie Privatjets und Schiffe aus. Das Team verfolgt dabei einen lösungsorientierten Ansatz und setzt Projekte passgenau um.

Full-Service bei der Ausstattung öffentlicher Objekte
Als Experte für die textile Gestaltung öffentlicher Objekte verfügt Christian Fischbacher über eine große Produktvielfalt, die den Anforderungen von Archi-tekten und Planern gerecht wird. Im Atelier von Christian Fischbacher entstehen Einrichtungsstoffe, die alle gängigen Normen erfüllen. Sie werden auf höchstem Niveau von ausgewählten Herstellern gefertigt. Die Objektkollektion umfasst neben einer großen Auswahl an Standards wie Trevira CS Unis, Transparenten und Bezugsstoffen immer wieder sehr kreative Designs, die dem Planer bei der Raumgestaltung neue Möglichkeiten bieten.

Dank bewährter Zusammenarbeit mit erstklassigen und technologisch top ausge-statteten Produzenten ist der Schweizer Textilverlag in der Lage, auch individuel-le Lösungen zu bieten. Von der Beratung bis zur Betreuung nach Projektab-schluss bieten die Experten von Christian Fischbacher einen Full-Service.

Interview mit Michael Fischbacher

Seit sechs Generationen in Familienhand
CEO Michael Fischbacher gibt im Interview Einblick in die Geschichte und Besonderheiten des Textil-Editeurs Christian Fischbacher

Michael Fischbacher | ©Christian Fischbacher

Herr Fischbacher: Wie wird ein Textil-Editeur in der heutigen Zeit 200 Jahre alt?
Michael Fischbacher: Die Märkte verändern sich. Die Kunden verändern sich. Auch der Umgang mit Textilien. Jede Fischbacher-Generation musste ihren Weg suchen, das Geschäft in einem sehr dynamischen Marktumfeld erfolgreich zu gestalten. Gleichzeitig gibt es in unserer Familie den Aspekt der persönlichen Freiheit. Keiner musste, jeder wollte. Uns vereint die Liebe zum Textil, die Faszination am Umgang mit den Garnen. Und der Geschäftssinn, daraus etwas Erfolgreiches zu kreieren, internationale Märkte zu erschließen.

Kann es sein, dass Christian Fischbacher sogar der älteste familiengeführte Textilverlag in Europa ist?
Michael Fischbacher: Wir haben recherchiert und sind nur auf Tassinari & Chatel gestoßen, die als Seidenweberei aus Lyon noch älter sind. Allerdings befindet sich das Unternehmen nicht mehr in Familienhand. Mit sechs Generationen sind wir bei Christian Fischbacher wohl doch eine Ausnahme.  

Jede Generation hat andere Schwerpunkte gesetzt, gibt es einen roten Faden?
Michael Fischbacher:Wir waren in der dritten Generation mit Musselintextilien erfolgreich, haben mit unserem New Yorker Unternehmen Fisba Fabrics Textilien für die Bekleidungsindustrie kreiert. Auch haben wir mit einer Taschentücher- und Mode-Kollektion Erfolge erzielt. Die vierte Generation entwickelte das Unternehmen zu einem führenden Anbieter farbig bedruckter Stoffkollektionen für die High-End-Modebranche. Christian Lacroix, Van Laack, Louis Feraud und Dior, sie alle bezogen ihre Stoffe von Christian Fischbacher. Nach dem 2. Weltkrieg boomte die Textilindustrie. Bald entstanden auch erste Heimtextilien. Bis Anfang der 1970er-Jahre machten Vorhangstoffe und Bettwäsche-Kollektionen nur ca. 20 Prozent der Kollektion aus.

BENU | ©Christian Fischbacher

Heute bilden Heimtextilien das Kerngeschäft, woran erkennt man Christian Fischbacher Textilien?
Michael Fischbacher:Unser Qualitätsanspruch an Dekorations- und Möbelstoffe ist sehr hoch, das betrifft die verwendeten Materialien, die Techniken und jeden einzelnen Entwurf. Bei uns wird jedes Dessin in unseren Ateliers in St. Gallen und Como entwickelt, zum Teil von Hand gezeichnet. Das bemerken unsere Kunden, sie schätzen uns für eigenständige Dessins und eine erkennbar individuelle Farbrange. Auch wenn es technische Innovationen gibt, entwickeln wir gemeinsam mit den Produzenten Neuheiten. Unsere Kollektion Benu® aus recyceltem PET und recycelten Garnen, die meine Frau Camilla als Art Director vor zehn Jahren forciert hat, ist eine Erfolgsgeschichte.

Wie hat das Unternehmen die vielen Generationswechsel gemeistert?
Michael Fischbacher: Jede Generation hatte die Freiheit, sich auszuprobieren. Vielleicht hat es deshalb so gut funktioniert. Und wir sind eine Familie, die immer schon weltweit unterwegs war. Internationalität ist seit Generationen unser Identitätsmerkmal. Ich zum Beispiel habe Chinesisch studiert. Mein Vater war verblüfft, er sagte: Wir haben doch eine Tochtergesellschaft in Japan. Warum studierst du nicht Japanisch? Es scheint in unseren Genen zu liegen, dass wir über Umwege zum Textil kommen. Mein Vater hat in Princeton Kunstgeschichte und französische Literatur studiert. Camilla hat in Oxford ihren Master in Middle Eastern Studies abgeschlossen und als Perserin und Amerikanerin einen vielseitigen Blick auf den Umgang mit Textilien. Wir haben uns während unserer Studienzeit in Oxford kennengelernt und später mit unseren Kindern in Japan gelebt, auch das prägt.

Welche Rolle spielen Textilien heute im Interieur?
Michael Fischbacher: Wir sprechen schon lange darüber, wie wichtig Textilien sowohl für den Wohn- als auch für den Contractbereich sind. Haptik und Funktion spielen neben der Qualität und Farbigkeit dabei eine immense Rolle. Stoffe sind spürbare Oberflächen in einer digitalen Welt, die sich rasant verändert. Sie transportieren Emotion, legen den Stil und die Aussage des Raumes fest. Für mich ist es eine Freude zu sehen, wie fantasievoll heute damit gearbeitet wird. Und ich bemerke, dass auch Architekten ihr Potential immer mehr schätzen.

Pioniere für nachhaltige Textilien

Pioniere für nachhaltige Textilien – die Recycling-Stofflinie BENU® Recycled und der Velours BENU Talent FR von Christian Fischbacher

Camilla Fischbacher | © Christian Fischbacher

Ein nachhaltiger Lebensstil und ein schonender Umgang mit unseren Ressourcen – diese Themen gehen heute jeden an. Für den Textil-Editeur Christian Fischbacher spielt der Nachhaltigkeitsaspekt eine wichtige Rolle und ist fester Bestandteil des hochwertigen Produktportfolios. Die Entwicklung der ersten Recycling-Stofflinie nahm bereits im Jahr 2009 ihren Lauf. Art Director Camilla Fischbacher leistete Pionierarbeit und brachte mit BENU® die weltweit erste Einrichtungsstoff-Kollektion aus recycelten PET-Flaschen auf den Markt. Der Initiatorin war es ein großes Anliegen, ein gesellschaftlich relevantes Thema aufzugreifen und in ihrer Produktwelt zu verankern. Dabei ging es ihr von Anfang an um eine Umdeutung: Gebrauchte Kunststoff-Flaschen sind kein Abfall, sondern eine wertvolle Rohstoffquelle. Der Weg von der Idee zum fertigen Produkt stellte sich als eine Herausforderung dar, denn das Material hatte anfangs nicht die gewünschte Haptik und die Farbpalette war begrenzt. Die Entwicklung hin zu einem leichteren und weicheren Stoff dauerte schließlich anderthalb Jahre. Heute ist das Interesse an den nachhaltigen Stoffen besonders groß – gerade Architekten schätzen die besonderen Textilien. Sie setzen die Dekorations- und Möbelstoffe in verschiedenen Projekten ein, sowohl für die Ausstattung von Privatresidenzen als auch von Hotels oder anderen öffentlichen Einrichtungen.

BENU Talent FR | ©Christian Fischbacher

Neben PET kamen für die Kollektion BENU® Recycled im Laufe der Zeit auch Wolle und Baumwolle – Recyclinggarne aus der Modeindustrie – zum Einsatz. Im Laufe seiner zehnjährigen Erfolgsgeschichte wurde Christian Fischbacher für seine Kollektion BENU® Recycled mit zahlreichen Preisen gewürdigt: dem Design+Technology Award, dem Red Dot Design Award sowie dem Preis Design Plus – MaterialVision des Rat für Formgebung. Der nachhaltige Stoff wurde mehrfach Sieger beim Interior Innovation Award sowie Finalist des FX International Interior Design Award.

BENU Talent FR – der in- und outdoor-fähige Velours
Mit BENU Talent FR bietet Christian Fischbacher einen neuartigen recycelten Velours. Mittels aufwendiger Entwicklungsarbeit ist es gelungen, die Funktionalität des Gewebes so zu vervollkommnen, dass alle marktrelevanten funktionalen Anforderungen erfüllt werden: Er ist nachhaltig, witterungsbeständig, lichtecht und eignet sich damit für den Innen- und Außenbereich. Zudem ist er schwer entflammbar. Gleichzeitig ist das Veloursgewebe elegant und zeichnet sich aus durch seine anschmiegsame Haptik. Dank des feinen Flors entfalten die Farben eine besondere Leuchtkraft und Lebendigkeit. Der strapazierfähige Veloursstoff ist vielseitig einsetzbar und kommt sowohl auf Midcentury- und Retromöbeln als auch auf klaren Formen zur Geltung. Er ist in 30 Farben erhältlich – von neutralen Naturtönen über leuchtende Outdoor-Farben bis hin zu eleganten, klassischen Veloursfarben.

Herstellung und Materialeigenschaften
Der Velours BENU Talent FR besteht zu 70 Prozent aus PerPETual Garnen, für deren Herstellung gebrauchte PET-Flaschen depolymerisiert und als „virgin“ PES neu versponnen werden. Diese bilden die für den Samt so charakteristisch flauschige Oberfläche, den sogenannten Flor. Das Fadensystem schlingt sich in W Form zwischen zwei Geweben und wird noch auf dem Webstuhl von einem scharfen Messer genau in der Mitte aufgeschnitten. Im Schuss werden ebenfalls recycelte Garne der Marke NewLife verwendet. Beide Hersteller sind durch das GRS Label (Global Recycled Standard) zertifiziert. Bis der weiche Samt entsteht, muss das Florgewebe noch gefärbt sowie mittels Bürsten und Wärme „in Form“ gebracht werden.

Mit Feinsinn für Muster und Garne
Kreativteam im Atelier Christian Fischbacher | ©Christian Fischbacher

Mit Feinsinn für Muster und Garne – zu Besuch im Atelier von Christian Fischbacher
Der Textil-Editeur Christian Fischbacher legt seit der Gründung im Jahr 1819 den Fokus auf qualitativ hochwertige Textilien. Diese werden für eine anspruchsvolle Kundschaft auf der ganzen Welt produziert. Vom Entwurf bis zur Herstellung setzt das Unternehmen auf höchste Qualitäts- und Produktionsstandards, im eigenen Haus sowie bei allen Partnerbetrieben im In- und Ausland. Das Wissen über Materialien und deren Verarbeitung nach strengen Maßstäben wird seit Generationen weitergegeben. Eine große Leidenschaft für die Produkte, die in Familientradition gewachsene Expertise und der Drang, neue Innovationen zu schaffen, sind der Schlüssel zum weltweiten Erfolg von Christian Fischbacher.

Atelier Christian Fischbacher | ©Christian Fischbacher

Tradition trifft auf weltgewandte Innovationen
Jedes Design nimmt in den hauseigenen Ateliers in St. Gallen und Como seinen Anfang. Viele Muster werden dort von Hand gezeichnet, Motivausschnitte digital verfeinert, neu zusammengesetzt oder auch verfremdet. Die Design-Studios stehen für Pionierarbeit und einen hohen künstlerischen Anspruch. Sie sind das Herzstück der Firma. Unter der Leitung von Art Director Camilla Fischbacher entwickelt das Kreativ-Team mit großer Passion Kollektionen mit einem kosmopolitischen Spirit und Stil. Die Inspirationsquellen für die Entwürfe sind reichhaltig, die künstlerischen Einflüsse stammen aus der ganzen Welt. Exklusive Materialien, Farben und Ideenreichtum bilden die Grundlage jeder neuen Entwicklung.

Frühjahr/Sommer 2020: Estival Sonora Sinaloa | ©Christian Fischbacher

So greift z. B. der detailreiche Dekorationsstoff „Kotori“ die japanische Tradition von Kranich- und Kirschblütenmotiven auf. Die floralen Elemente stammen von Original-Zeichnungen aus alten Büchern und wurden zu einem exotisch anmutenden Kunstwerk arrangiert. Auch historische Motive werden feinsinnig in Szene gesetzt, wie etwa im Statement-Stoff „Newtopia“. Hier übersetzte das Atelier Archivzeichnungen aus der New York Public Library und dem Rijksmuseum Amsterdam in eine moderne Designsprache. Aber es wird auch klassisch mit Pinsel und Stift entworfen. Das sommerliche Motiv „Estival“ wurde von Hand gezeichnet und mit Aquarell koloriert.

 

 

Interfloral Interaction | ©Christian Fischbacher

Außergewöhnliche Web- und Veredelungstechniken
Mit der feinen Moiré-Kreation „Interaction“ und dem auf gleichem Grundgewebe basierenden Digitaldruck „Interfloral“ lässt der Textil-Editeur Gold-, Silber- und Metallic-Töne erstrahlen. Beide Kreationen, die aus der Kollektion zum 200-jährigen Firmenjubiläum stammen, sind hochwertige Kunststücke, bei denen feine Metallfäden abwechselnd auf das Grundgewebe platziert wurden. Dreht man den Stoff um 180 Grad, wechselt er seine Farbigkeit. Christian Fischbacher hält die luxuriöse Art des von Hand geführten Moirés lebendig, welche – im 18. Jahrhundert eingeführt – heute nur noch in wenigen Betrieben umgesetzt wird. Für die außergewöhnliche Verbindung aus origineller Web- und Drucktechnik und anspruchsvoller Dessinierung wurde „Interfloral“ mit dem German Design Award 2019 ausgezeichnet.

Eine kontinuierliche Forschungsarbeit im Umgang mit neuen Materialien prägt ebenfalls das Schaffen des Ateliers. Sie ist ein wichtiger Teil der Zukunftsphilosophie des Textil-Editeurs – genauso wie die Schöpfung nachhaltiger Produkte, die zu den zentralen Werten des Unternehmens zählt. Dies zeigt die Entwicklung der innovativen BENU® Recycled Kollektion, die Camilla Fischbacher bereits im Jahr 2009 auf den Markt bringt: die erste hochwertige Einrichtungsstoff-Linie, hergestellt aus recycelten Materialien.

 

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