Terminal C – Berlins Show- und Eventlocation rund ums Fliegen - arcguide.de

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Terminal C – Berlins Show- und Eventlocation rund ums Fliegen

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Nach der endgültigen Schließung des Berliner Flughafens Tempelhof musste die Air Service Berlin, Deutschlands größtes Eventflugunternehmen, unter großem Zeitdruck eine neue Heimat – unter anderem für den einzigen noch fliegenden „Rosinenbomber“ – finden. Das bestehende Terminal C im Flughafen Berlin-Schönefeld wurde kurzer Hand in eine neue Show- und Eventlocation umgewandelt. Das futuristische Konzept dieses Veranstaltungsortes, welches vom international renommierten Architekturbüro BauWerke entwickelt wurde, spiegelt sich besonders in der Gestaltung der Innenräume wieder. Gefaltete und gekantete Trockenbaukonstruktionen bilden die Basis des Raumkonzeptes. Mit der Umsetzung dieser einzigartigen Innenausbauarbeiten wurde die Mänz und Krauß Ausbau GmbH aus Berlin beauftragt. Das Ausbauunternehmen begeisterte damit nicht nur den Bauherrn und Architekten, sondern auch die Jury der siebten Rigips Trophy.

Die Eventlocation „Terminal C“ liegt zwischen dem Hauptgebäude (Terminal A) des Flughafens Berlin-Schönefeld und dem Abfertigungsgebäude einer dort ansässigen Fluggesellschaft. Im Terminal C können bis zu 300 Personen auf 750 m2 konferieren, feiern und fliegen. Unübersehbar einen Einstieg in die Welt des Fliegens symbolisiert der spektakulär gestaltete Innenraum, zu dem der Weg durch eine schwebende Glaskonstruktion führt. Schon beim Betreten des Terminals kann man auf das nur 40 Meter entfernte Rollfeld sehen. Subtil zueinander gestellte, gefaltete Boden-, Wand- und Deckenflächen bilden eine dynamische Raumkomposition, die ausschließlich mit ausgefeilten Trockenbausystemen realisiert wurden. Die Jury der Rigips Trophy lobte die außergewöhnlichen Konstruktionen und belohnte die Mänz und Krauß Ausbau GmbH mit dem zweiten Platz in der Kategorie Trockenbau. In den Augen der Jury nimmt der Raum die Flughafenumgebung elegant auf und übersetzt sie in eine außergewöhnliche Innenarchitektur. Unter anderem die innovative Oberflächenbearbeitung lässt den Besuch dieses Veranstaltungsortes zu einem eindrucksvollen Erlebnis werden.

Detaillierte Vorplanung mittels Musterbau
Nach dem endgültigen Beschluss des Berliner Senates zur Schließung des innerstädtischen Flughafens Tempelhof blieb für den Umzug nach Schönefeld nicht viel Zeit: In nur zweieinhalb Monaten sollte das neue Quartier fertig und voll nutzbar sein. Um in der Bauphase mögliche Ausführungsschwierigkeiten gering zu halten und im baulichen Zeitplan zu bleiben, wurde im hauseigenen Labor der Mänz und Krauß Ausbau GmbH ein Prototyp des Innenausbaus für das Terminal C im Maßstab 1:1 entwickelt. Im ersten Schritt erstellten die Trockenbauexperten einen zwei Meter breiten Boden-, Wand- und Deckenausschnitt, der Aussparungen zur Einbringung eines Schaukastenelementes in der Wand sowie Leuchtelemente im Deckenbereich vorsah.

Innovative Bautechnik und zukunftsweisende Gestaltung
Der Rückbau des vorhandenen, ehemaligen Flughafenterminals stellte den ersten Schritt der Arbeiten dar. Danach konnte mit der Neugestaltung des Raumes begonnen werden. Trockenbaukonstruktionen mit gewölbten, konischen und verdrehten Formen – ohne konventionelle Ecken und Kanten – sollten das Raumbild dominieren. Architektonische Vorgabe war es, der Location eine tunnelförmige Gestalt zu verleihen, die durch den fließenden Übergang der Wandkonstruktion in die Deckenkonstruktion mit anschließend gleicher Oberflächenbehandlung geschaffen wurde.

Auf der vom Rollfeld abgewandten Seite der Ausstellungsfläche im neuen Terminal C wurde hinter der Vorsatzschale ein Bürotrakt erstellt. Die Wandkonstruktionen entstanden aus einer 50 mm breiten Unterkonstruktion aus „Rigips CW- und UW-Profilen“ sowie einer beidseitig doppelten Beplankung mit „Rigips Bauplatten RB“ 12,5 mm. Zusätzlich wurde eine Mineralwolldämmung in die Wände eingebracht.

Die Wandkonstruktion zur Ausstellungsfläche hin besteht aus einer Vorsatzschale, die vollständig mit 50 mm UA-Profilen als rückseitige Verankerungsmöglichkeit für die Unterkonstruktion aus „Rigips CW- und UW-Profilen“ gebaut und anschließend doppelt mit „Rigips Bauplatten RB“ 12,5 mm beplankt wurde. Die Deckenkonstruktion wurde auf einer Weitspannträgerkonstruktion an vorhandenen Stahlträgern mittels Trägerklammern befestigt. Die Trag- und Schraublattung wurde durch Standard-CD-Profile erstellt. Die Beplankung der Decke erfolgte mit einer doppelten Lage „Rigips Bauplatten RB“ 12,5 mm. Das Oberflächenfinish der Vorsatzschale und der Deckenfläche wurde in der Qualität Q 4 erstellt.

Haargenau definierte Konstruktionspunkte
„Die Besonderheit dieser Konstruktion erklärt sich durch die geometrische Form der Vorsatzschale und Decke. Die Vorsatzschale wurde nicht wie herkömmlich senkrecht erstellt, sondern sie ist in sich mehrfach gekippt und verkantet“, erklärt Projektleiter Sebastian Sack von der Mänz und Krauß Ausbau GmbH in Berlin. In der Ansichtsfläche der Vorsatzschale finden sich je drei Knickpunkte pro zuvor definierter Achse, welche durch eine exakte Maßangabe über Winkel und Höhenangaben ermittelt wurden. Punkt Nummer eins definiert dabei den Startpunkt der GK-Konstruktion auf der Achse. Punkt zwei und drei definieren die Knickstellen in der Achse und ein vierter Punkt ermittelt die Lage des Knickpunkts auf der Achse in der Deckenfläche. Aus diesen von den Architekten vorgegebenen vier Punkten pro Achse ergibt sich dann die Kontur des Gebildes. Führt man einen Schnitt durch jede Achse, so wird deutlich, dass die Knickpunkte auf jeder Achse individuell liegen. Die geknickte Form entsteht also nicht nur in Achsrichtung, sondern auch parallel dazu. Die Abwicklungsfläche eines Achsbereichs ist jeweils unterschiedlich und spezifisch für diesen Bereich. „Die Startpunkte auf den Achsen haben wir durch einen Vermesser exakt einmessen lassen, alle weiteren Punkte wurden dann über Winkellehren und gebrauchsübliche Messinstrumente ermittelt“, so Sebastian Sack.

In die Wandkonstruktion wurden zusätzlich zwei individuell aus MDF gefertigte Tresenanlagen integriert. Auch deren Form wurde anhand von Koordinaten pro Achse bestimmt. Weiterhin wurden in die Vorsatzschale flächenbündig Schaukästen verschiedenster Größen in rechteckiger Form eingesetzt.

Die geneigte Wand
Die Wand der „Zeitmaschine“, dem Kinosaal des Terminal C, besteht aus einer Wandkonstruktion mit einer 100 mm breiten Unterkonstruktion und einer beidseitig doppelten Beplankung mit „Rigips Bauplatten RB“ 12,5 mm. Die Wandfläche ist in diesem Bereich um einen Winkel von circa 65° zur Ebene in Richtung der Ausstellungsfläche geneigt. Um den kraftschlüssigen Anschluss der geneigten Wand am Boden sicherzustellen, wurde ein Hartholzkeil als Unterfütterung für das UW-Profil montiert. Das Profil wurde mittels Bolzenankern durch einen Keil im Fußboden befestigt.

Hochwertiges Finish
Alle GK-Flächen wurden in Q 4 gespachtelt, was als Untergrundvorbehandlung für die anschließende Epoxidharzbeschichtung der Böden, Wände und Decken besonders wichtig war. Die Beschichtung wurde in drei Arbeitsgängen auf die Wand-, Decken- und Bodenflächen aufgetragen. Zunächst wurde eine Grundbeschichtung, dann eine Deckenbeschichtung mit eingeblasenen Flocken und abschließende eine Versiegelungsschicht aufgebracht.

Kunststoffbeschichtung für einheitliches Licht
Ein eigens entwickeltes Lichtdesign wurde speziell auf das Terminal C und seine Ansprüche zugeschnitten. Dieses sollte zusammen mit der Inneneinrichtung für ein fliegerisches Raumgefühl sorgen. Um dieses Raumgefühl zu erzeugen, mussten alle Bereiche mit einem einheitlichen Licht versehen werden. Dies wiederum war nur durch einheitliche, glatte Oberflächen von Wänden, Decken und Boden möglich. Um herauszufinden, welche Beschichtung in welcher Form verwendet werden kann, testeten die Experten einige Beschichtungen im hauseigenen Labor. Die Wahl fiel schließlich auf ein hoch belastbares Kunststoffsystem. Dieses wurde nach Abschluss der Trockenbauarbeiten von der Decke über die Wandflächen über den gesamten Bodenbereich aufgebracht.

Individuelle Veranstaltungen
Kein Zweifel: Im futuristisch gestalteten Terminal C begeben sich die Gäste auf eine Zeitreise durch die Berliner Luftfahrtgeschichte. In dem einzigartigen Kino-Saal „Zeitreise-Maschine“ können die Besucher Filme, Präsentationen oder Spots hautnah erleben. Neben den begehrten Flügen mit dem originalen „Rosinenbomber“ hat das Terminal C noch einiges mehr zu bieten: Ob Produktpräsentationen, Empfänge, Kundenveranstaltungen, Filmpremieren oder Pressekonferenzen – die Eventlocation lässt keine Wünsche offen.

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