Brillux..mehr als Farbe Vom Güterumschlagplatz zum Kreativkai – der Stadthafen in Münster - arcguide.de

Brillux..mehr als Farbe

Vom Güterumschlagplatz zum Kreativkai – der Stadthafen in Münster

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Rund 30 Planer und Architekten folgten der Einladung von Brillux am 7. Juni zur „Nachmittagsarchitektur“ in den Stadthafen von Münster. Bereits zum 3. Mal gastierte die beliebte Veranstaltungsreihe damit in Münster. Mit dem Stadthafen stand eine spannende Architekturexkursion in Münsters größtes Entwicklungsgebiet auf dem Programm. Denn die Teilnehmer konnten bereits realisierte Projekte als auch das noch vorhandene Potenzial des Hafengebietes exklusiv von der Wasserseite aus entdecken. „Eine einmalige Gelegenheit, die Entwicklung eines ‚Filetstücks‘ im Münsteraner Stadtgebiet unter außergewöhnlich sachkundiger, kurzweiliger Führung schon sehr früh mitzuerleben“ – so die Meinung eines Teilnehmers der Nachmittagsarchitektur.

Rund 30 Planer und Architekten folgten der Einladung von Brillux am 7. Juni zur „Nachmittagsarchitektur“ in den Stadthafen von Münster. Bereits zum 3. Mal gastierte die beliebte Veranstaltungsreihe damit in Münster. Mit dem Stadthafen stand eine spannende Architekturexkursion in Münsters größtes Entwicklungsgebiet auf dem Programm. Denn die Teilnehmer konnten bereits realisierte Projekte als auch das noch vorhandene Potenzial des Hafengebietes exklusiv von der Wasserseite aus entdecken. „Eine einmalige Gelegenheit, die Entwicklung eines 'Filetstücks' im Münsteraner Stadtgebiet unter außergewöhnlich sachkundiger, kurzweiliger Führung schon sehr früh mitzuerleben“ – so die Meinung eines Teilnehmers der Nachmittagsarchitektur.

Die Veranstaltung startete um 13 Uhr im neuen Brillux Büroturm an der Weseler Straße, wo Stefan Rethfeld, Architekt und Autor, mit einem kurzen Abriss der Historie und einem Überblick über die Entwicklung des Stadthafens bis heute eine anschauliche Einführung in das Thema gab. Nach einer kleinen Stärkung ging es per Bus direkt zum Hafen. Am Modell gab es von Herrn Rethfeld zunächst eine Gesamtübersicht über das Hafengebiet, bevor der nachmittägliche Architekturspaziergang unter seiner Leitung und bei strahlendem Sonnenschein startete. Vorbei an historischen Speichern, die noch auf ihre neue Bestimmung warten, ging es zur ersten Station, der alten Feuerwache, einem Gebäude mit Geschichte, in dem seit 2009 der Coppenrath Verlag ansässig ist. Das denkmalgeschützte Gebäude wurde von 1928 bis 1930 nach den Plänen des damaligen Stadtbaumeisters W. Sittel errichtet. Mit Rutschschächten, Rutschstangen, Alarmhalle und sich durch Federkraft öffnende Tore galt die Feuerwache lange als das modernste Feuerwehrgebäude in Deutschland. Verlagsinhaber Wolfgang Hölker führte fachkundig durch das Coppenrath- und Spiegelburg-Wunderland und hatte dabei natürlich interessante Geschichten um die Sanierung des Gebäudes im Gepäck.
Speziell für die Gäste der Nachmittagsarchitektur stand anschließend ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: Denn zur Fortsetzung der Tour ging es aufs Wasser. Entlang des Kreativ-Kais zum Stadthafen II, der noch auf seine Erschließung wartet, erlebten die Gäste eine einmalige Hafenrundfahrt von der Wasserseite aus. Direkt am Entladekai der ehemaligen Osmo-Hallen ging es zurück ans Land. Hier wurde die Zukunft der Osmo-Hallen diskutiert und verschiedene Möglichkeiten einer zukünftigen Nutzung vorgestellt. Von dort aus erkundeten die Gäste der Nachmittagsarchitektur bereits realisierte Gebäude entlang des Kreativ-Kais. Der krönende Abschluss fand in der Cube Sky-Lounge statt. Zu kühlen Getränke und leckerem Essen genossen die Teilnehmer den fantastischen Ausblick auf das gesamte Hafengelände und waren sich darin einig, dass sich keiner zuvor vorstellen konnte, welche Potenziale hier noch vorhanden sind.

Der Stadthafen Münster ist seit seiner Entstehung vor rund 110 Jahren durch den Bau des Dortmund-Ems-Kanals (1896-1899) ein Ort für größte öffentliche und private Investitionen. Er verband die Provinzialhauptstadt Münster über die Nordsee erstmals mit der weiten Welt. 1935 hatten sich am Hafen dann bereits über 80 Betriebe mit mehr als 2000 Arbeitern und Angestellten angesiedelt. Trotz erheblicher Zerstörung erlebte das Areal auch nach dem Krieg, dank des Handels mit Baustoffen für den Wiederaufbau bis in die 1960er-Jahre hinein, nochmals eine Blütezeit, bevor der Strukturwandel einsetzte. Seit 1990 wird daher das Auslaufen von Erbpacht- und Mietverträgen für eine Neuausrichtung und Umstrukturierung des Gebietes genutzt. Durch Nutzungskonzepte wie das des „Kreativ-Kai“ werden nun verstärkt Büro-, Gastronomie- und vor allem Kulturnutzungen angestrebt. So gibt es ein Theater in einer ehemaligen Molkereizentrale. Andere Hafenareale und hafentypische Gebäude, wie das Kiffe-Areal, der Edeka-Großmarkt, der Flechtheim-Speicher oder die Osmo-Hallen mit ihrem großen architektonischen Potenzial, harren jedoch noch der Zukunft Das Gebiet versammelt heute sehenswerte Einzelarchitekturen aus der Entstehungszeit um 1900, moderne Großbauten der 1920er-Jahre, funktionale Architektur des Wiederaufbaus und überrascht mit einer Reihe neuer Architekturprojekte.



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