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Levi-Strauss-Schule + Sporthalle

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Levi-Strauss-Schule + Sporthalle

In Berlin-Köpenick sollten zwei benachbarte Backstein-Schulhäuser aus dem Ende des 19. Jahrhunderts erneuert und erweitert werden. Das architektonische Konzept beruht auf der Ergänzung dieser Bauwerke mit einem zentralen Neubau, der zwischen die beiden Schulhäuser gestellt ist. Ursprünglich stand an dieser Stelle ein eingeschossiger Verbindungsbau. cm

Der Neubau gleicht sich in seiner Gestaltung und Materialität an die angrenzenden Altbauten an, stärkt diese in ihrem architektonischen Erscheinungsbild, bleibt aber dennoch als eigenständiges architektonisches Element erkennbar. Um seine Eigenständigkeit lesbar zu machen, ist der freistehende Neubau nur mit zwei feingliedrigen, gläsernen Brücken an die bestehenden Schulhäuser angeschlossen. Als neuer Mittelpunkt der Anlage nimmt der Ergänzungsbau die zu einer Begegnungszone erweiterten Verkehrsflächen mit Eingangshalle und den Haupteingang mit zentraler Treppenanlage auf. Dahinter schließen sich neue Klassenräume aller Fachklassen, sowie die Aula an.

Wie die Altbauten besteht der Ergänzungsbau aus massivem Mauerwerk. Entscheidend war dafür das Kriterium der Alterungsfähigkeit des Neubaus.
Nach außen, im Erscheinungsbild des Bauwerks, teilt sich die massive Bauweise dem Betrachter durch tiefe Fensterlaibungen und eine plastische Fassadengestaltung mit. Insbesondere durch den Verzicht auf Dehnungsfugen kann man ablesen, dass hier keine tapetenhaft vorgeblendete Schale verwendet wurde. Ein solches Gebäude vermag Patina anzusetzen und in Würde zu altern. Alterungsfähigkeit bedeutet in diesem Sinne, eine eigene Tradition entwickeln zu können. Sie schafft auf Dauer die notwendige Identifikation mit dem Ort.

Zur Aufgabenstellung gehörte auch der Neubau einer Doppelsporthalle. Sie wird als separater Bau im zweiten Bauabschnitt errichtet. Das als eigenständiger Baukörper konzipierte Gebäude ist so plaziert, dass es auch von der benachbarten Grundschule mitbenutzt werden kann. An die Levi-Strauss-Oberschule ist es mit einer langen Ziegelwand (mit dahinterstehender Baumreihe) angebunden, die das Schulgrundstück einfasst und zugleich dem Straßenraum eine Fassung verleiht. Einzige Unterbrechung in der langen Mauer ist der tief zurückversetzte Eingang, der somit eine besondere Bedeutung erhält. Der eingeschossige Eingangs- und Nebenflächenbereich des Turnhallengebäudes besteht wie das neue Schulgebäude aus massivem Mauerwerk, ebenso der die dienenden Funktionen (Umkleideräume etc.) aufnehmende viergeschossige Bauteil des eigentlichen Turnhallenbaukörpers. Dieser ist aus Betonfertigteilen gebaut. Er nimmt die zwei übereinanderliegenden, 22 m x 44 m großen, teilbaren Hallen auf.

Die Sporthalle ist so konzipiert, dass auch der Bezirk Köpenick sie für unabhängige Veranstaltungen nutzen kann. Dazu weist die untere Halle eine Tribüne auf, die mehr Sitzplätze besitzt als allgemein üblich ist.

Weitere Informationen:

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