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Hart aber handlich

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Mit dem Bau des Wissenschafts- und Kongresszentrums entstand in Darmstadt eines der modernsten Tagungsgebäude Europas. Dabei stellte die Installation einer Solarstromanlage auf dem Flachdach des „Darmstadtiums“ hohe Anforderungen an dessen Dämmung. Die eingesetzten Ytong Multipor Mineraldämmplatten verfügten nicht nur über die geforderte hohe Druckfestigkeit und dauerhafte Formstabilität, sondern erwiesen sich auch als überaus ökonomische und ökologische Lösung.

Mit der Gründung der Künstlerkolonie Mathildenhöhe vor mehr als 100 Jahren hat sich Darmstadt den Status einer Kunststadt erworben. Neuerdings arbeitet sie auch an ihrem Ruf als Wissenschaftsstadt. In unmittelbarer Anbindung an die Technische Universität entstand als gemeinsames Projekt von Stadt und Hochschule das sogenannte „Darmstadtium“, ein modernes Wissenschafts- und Kongresszentrum. Auf einer Fläche von rund 18.000 Quadratmetern stehen dort zahlreiche flexible Räumlichkeiten in unterschiedlichen Größen für Veranstaltungen zur Verfügung.

Energetisch optimiert
Das Wiener Architekturbüro Chalabi Architects & Partners realisierte den kühnen Entwurf aus Glas und Stahl mit zukunftsweisenden und energiesparenden Technologien, die es in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität entwickelte. So ließen sie beispielsweise eine Holzhackschnitzelheizung installieren, darüber hinaus lässt sich das Gebäude über einen Erdkanal, der als Wärmetauscher funktioniert, im Sommer kühlen und im Winter erwärmen. Somit bleibt der Energieverbrauch für Klimaanlage und Heizung trotz der vielen Glasflächen überschaubar.

Effizient installiert
Um einen nachhaltigen Beitrag zur Schadstoffminderung in dem stark belasteten Großraum Darmstadt zu leisten, sieht das ökologische Konzept des Zentrums auch die Nutzung von Sonnenenergie vor. Auf den Hauptdächern der insgesamt rund 6.000 Quadratmeter großen Dachfläche installierten die Architekten daher eine Solarstromanlage mit einer Leistung von 80 Kilowatt-Peak. Um Kosten zu sparen und Wärmebrücken zu vermeiden, sollte die Anlage nicht auf lastabtragenden und in der Betondecke befestigten Stützen montiert werden. So wählten die Architekten ein System, bei dem die einzelnen Paneele über im Windkanal getestete Windleitbleche aufs Dach gedrückt und so sturmsicher gehalten werden.

Perfekt verarbeitet

Dies erforderte jedoch eine Berücksichtigung der Druckfestigkeit des Dachschichtenpaketes sowie eine Berechnung der dynamischen Lasten. Aus Brandschutzgründen war zudem der Einsatz eines nicht brennbaren Dämmstoffs gefordert. Alle diese Vorgaben erfüllte die Mineraldämmplatte Ytong Multipor von Xella. Sie zeichnet sich durch eine besonders hohe Druckfestigkeit von über 350 Kilopascal, Stauchungsfreiheit und hohe Sicherheit im Brandfall aus: Der rein mineralische Baustoff gehört der Baustoffklasse A1 an. Im Brandfall entwickelt Multipor auch bei sehr hohen Temperaturen weder giftige Dämpfe noch Rauch. Für die Verarbeitung der Dämmplatten stand ein schwieriger Untergrund aus Filigrandecken, die mit einem Ortbetonüberzug versehen waren, zur Verfügung. Die Dachneigungen zwischen 7,3 und 7,8 Prozent stellten hohe Ansprüche an die Rohbaufirma, die die Dämmarbeiten entsprechend den Flachdachrichtlinien fachgerecht ausführen musste. Auch wenn sie den Untergrund nicht immer planeben herstellten konnte, kam es wegen der optimalen Plattengröße von 600 x 390 Millimetern zu keinen Aufkantungen der Dämmplatten. Passstücke, die sich aufgrund der ungewöhnlichen Dachgestaltung des Kongresszentrums reichlich ergaben, ließen sich sauber und exakt mit einer Handsäge auf die erforderlichen Maße bringen.

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