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Bürohaus am Halensee

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Bürohaus am Halensee

Das Baugrundstück ist kaum zu sehen, da es ein typischer, übriggebliebener Rest ist, ein Stück Wiese, hochkontaminiert von der angrenzenden Autobahn.
Das Konzept des Gebäudes war das Ergebnis eines Wettbewerbs 1990, das aus einem unbebaubaren Reststreifen, einem Abfallprodukt des Straßenbaus, ein Baugrundstück machte.

Das Gebäude konzentriert sein Volumen auf der äußersten Spitze des Grundstücks mit einer Auskragung von sechs Metern über der Autobahn.
Eine repräsentative Wand auf Straßenniveau schützt das Atrium mit Vorfahrt vor Lärm und Abgasen. Sie bildet die harte Kante des Sockelgebäudes, das – in den Hang geschoben – zum Wohnviertel einen hügeligen Steingarten formt. Das gläserne, zitronenförmige Bürohaus reagiert mit seinen gerundeten Fassaden auf die Nachbargebäude und versinnbildlicht gleichzeitig die Dynamik des Verkehrs an diesem Ort.

Die Doppelfassade, als fester Bestandteil des Entwurfs, sollte vor allem vor Lärm und Abgasen schützen bei gleichzeitiger Möglichkeit, die Fenster zu öffnen, um das Raumklima individuell zu beeinflussen oder Kontakt nach außen aufnehmen zu können.
Die innere Fassade besteht aus raumhohen Schiebetüren, die im Gegensatz zu Drehflügeln keine Rücksichten bei der Möblierung verlangen und eine großflächige, teilbare Fassade zulassen. Die Sonnenschutzrollos liegen dicht hinter der Außenhaut – einer Einscheiben-Sicherheitsverglasung – und können so vom Wind nicht erfasst werden. Auf eine Sonnenschutzverglasung, die auch im Winter die Strahlung abhält, kann so verzichtet werden. Der begehbare Zwischenraum von 85 Zentimetern Breite bietet bei Kälte ein Dämmpolster (passiver Wärmeschutz), wirkt aber schon bei diffuser Strahlung als Sonnenfalle (aktiver Wärmeschutz). Die geringere Abkühlung der Innenfassade erzeugt bei hoher Lichtausbeute eine große Behaglichkeit.

Ein großer Vorteil von doppelschaligen Fassaden ist die problemlose Nachtkühlung. Witterungs- oder Sicherheitsbedenken bei der nächtliche Öffnung von Fenstern werden durch die äußere Haut bedeutungslos. Natürlich muß für eine wirksame Nachtkühlung die gesamte Speichermasse des Gebäudes wirksam werden können. Daher gibt es im Bürohaus Halensee Verbundestrich anstelle von Hohlraumböden und lediglich einzelne Deckensegel mit Akustikplatten oder Leuchtkörpern anstelle von flächig angehängten Decken.

Weitere Informationen:

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