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U-Bahnstation Heddernheim

Verkehrsbauten | Frankfurt am Main
U-Bahnstation Heddernheim

ZUR ARCHITEKTUR:
Wir Architekten waren von Anbeginn an sicher, auf diese Komplexität nur mit kräftigen Volumen antworten zu können, auch wenn die Aufgabenstellung, Bahnsteigdächer zu planen, erst einmal nichts mit großen Volumen zu tun hat. Architektonisch könnte man annehmen, dass diese Aufgabenstellung eher zu dynamisch und filigran geformten Dächern führt. Unser Ansatz war es, über eine städtebaulich markante Figur zur Architektur zu gelangen, denn nur große, klar konturierte Dachvolumen können sich in diesem Umfeld behaupten und wahrgenommen werden, ähnlich dem Ansatz des amerikanischen Bildhauers Donald Judd, große Kuben in Dialektik zur Umgebung zu setzen. Im Gegensatz zu Judd ruhen unsere Kuben nicht auf dem Boden, sondern auf Stützenfeldern und werden somit zu Dachkörpern mit Signalwirkung. Der Verweis auf die Stadtwerke als modernes Nahverkehrs- und Energieversorgungsunternehmen ist beabsichtigt und auch für die vielen tausend Passanten auf dem Wege zur Frankfurter Innenstadt von der Brücke aus wahrnehmbar.

ZUR GEWÄHLTEN KONSTRUKTION, BZW. DETAILLIERUNG DER BAHNSTEIGDÄCHER:
Die Bahnsteigdächer bestehen aus Stahlflächentragwerken, verkleidet mit Alu-Streckmetall. Die Flächentragwerke ermöglichen durch die unregelmäßige Stützenstellung das Überspannen der großen Treppenöffnungen zum Fußgängertunnel und Stützenfreiheit im Bereich der Fußgänger- bzw. Fahrgastströme. Alu-Streckmetall ist ein industriell gefertigtes und robustes Material mit erstaunlichen optischen Qualitäten. Je nach Blickwinkel kann es größtenteils durchsichtig sein, oder bei flachem Blickwinkel wird es zunehmend undurchsichtig, mit changierender Oberfläche, ähnlich einer Fischhaut. Blickt man direkt auf zwei gegenüberliegende oder über Eck stehende Streckmetallflächen, so ergeben sich reizvolle Moiréeffekte.

ZUM LICHTKONZEPT DER BAHNSTEIGDÄCHER:
Hinterleuchtete Streckmetallflächen reflektieren vollflächig das Licht nach Außen. Diese Eigenschaft zunutze gemacht, haben wir Architekten mit den Standardleuchten der Stadtwerke Frankfurt ein Lichtspiel entwickelt, welches mit dem Ein- und Ausfahren der Züge verknüpft ist. Durch das Anfahren des Zuges in der vorausgehenden Station wird ein Impuls ausgelöst, welcher das Licht am jeweiligen Bahnsteig in Heddernheim verändert. Wenn z.B. der Zug in der vorausgehenden Station losfährt, beginnt sich das Licht in der Dachfläche des stadtauswärtigen Bahnsteiges von Gelb auf Orange zu verändern. Steht der Zug in Heddernheim, steht auch die Lichtfarbe, fährt der Zug wieder weiter, so verändert sich das Licht wieder zu Gelb. Auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig verändert sich das Bahnsteigdach von Blau zu Grüntönen. Von weitem ist somit das Herankommen des Zuges wahrnehmbar. Weitere Programmierungen sind möglich.


Standort: Heddernheim
Strasse: Nassauer Straße 20
PLZ: 60439
Ort: Frankfurt am Main
Bundesland: Hessen
Land: Deutschland
URL: www.schoyerer.de/
Baujahr: 2005
Bausumme: 1,6 Mio Euro


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