Verkehrsbauten | Köln

Stadtbahnhaltestelle am Kölner Zoo

Anzeige:
Konstruktive Zeichenhaftigkeit im städtebaulich schwierigen Umfeld / Neuer Auftakt zum zweitwichtigsten Besuchermagnet der Stadt

Standort: Köln, Stadtbahnhaltestelle Zoo
Ort: Köln
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Baujahr: 2010

Weitere Informationen



Firmenverzeichnis
Hier finden Sie mehr über:
Anzeige:

arcguide Partner

Ausschreibungen

Architektenprofile

Sie möchten auch Ihr Büro präsentieren und Ihre neuesten Projekte vorstellen?
Zum Antragsformular »

Sie haben bereits ein Büroprofil auf arcguide.de und möchten Ihre neuesten Projekte vorstellen?
Zum Projektformular »

Konradin Architektur

Titelbild db deutsche bauzeitung 5
Ausgabe
5.2019 kaufen
EINZELHEFT
ABO

 

Anzeige:

Themen

Stadtbahnhaltestelle am Kölner Zoo

Anzeige:

Nach Plänen der Architekten Rübsamen + Partner, Bochum, wurde in Köln der Neubau der Stadtbahnhaltestelle Zoo/Flora realisiert und ein seit Jahren gestalterisch wie verkehrstechnisch unbefriedigender Zustand beendet. Obwohl der Zoo nach dem Dom zweitgrößter Besuchermagnet der Stadt ist, war die Haltestelle für Zoo und Botanischen Garten – überirdisch gelegen vor dem Abtauchen der U-Bahn Richtung Dom – zuvor nicht einmal barrierefrei ausgebaut, die bauliche Substanz darüber hinaus veraltet. Vernachlässigt wurde damit bisher die ebenso stadtgestalterische wie Orientierung und Identität stiftende Bedeutung der Haltestelle als Ankunftsort für den Zoo und innerhalb eines heterogenen städtebaulichen Umfelds.

Funktionale Figur
Basierend auf einem Konzept der Stadt Köln zur barrierefreien Erschließung realisierte Rübsamen + Partner daher einen Neubau, der hohe Funktionalität mit einer markanten konstruktiven Gestaltung verknüpft. Grundlegend war eine ganzheitliche formale Setzung, die ein neues Brückenbauwerk und die Bahnsteige als architektonische Einheit definiert, unterstrichen durch eine durchgängige Materialität. Der klaren Geste des frei über die Gleise schwingenden Bahnsteigdaches steht als Entsprechung die ebenfalls kurvenförmig geführte Überbrückung der Gleise gegenüber. Ein maßgebliches Kriterium für den Entwurf war, dass somit auf zusätzlichen technischen Aufwand wie etwa Aufzug oder Fahrtreppe verzichtet werden konnte.

Stahlkonstruktion als gestaltgebendes Prinzip
Zum gestaltprägenden Prinzip erhebt der Entwurf die Stahlkonstruktion selbst, deren innere Logik und Ästhetik nach vorn tritt. So wurde die gebogene Rampe der Gleisüberführung aus einer V-förmigen, nahtgeschweißten Stahlkonstruktion gefertigt. Die Bauhöhe der Stahlbrücke beträgt ca. 90 Zentimeter bis Oberkante Kappe, die Gesamtbreite rund 3 Meter. Das formale Pendant dazu bildet der Bogen des Bahnsteigdaches, dessen Tragwerk als eine sichtbare, mehrfach gegensinnig gekrümmte Stahlrohr-Fachwerkträgerkonstruktion geplant wurde, die auf eingespannten Stahlrohrstützen montiert ist. Die Gleisquerung des Daches erfolgt stützenfrei. Das Tragwerk erhielt oberseitig eine Haut aus pulverbeschichteten Aluminiumblechen und unterseitig aus pulverbeschichteten Streckmetallrahmen. Logik und Materialität der Konstruktion setzen sich derweil in den übrigen Details fort. So wurden das Geländer und die Glaswand aus einem durchlaufenden Takt aus 100 Millimeter breiten Flachstählen gebildet; Glaswand und Lichtstelen entwickeln sich vertikal aus der Geländerkonstruktion und werden genuiner Teil des Gesamtentwurfs.

Markierung innerhalb der städtischen Textur
Die große Form und die rationale Sprache, die sich bis in Details wie Geländer und Tragwerk fortsetzt, verleihen der Haltestelle einen einfachen Zeichencharakter, der abends durch ein zurückhaltendes Lichtszenario der beiden prägenden Elemente betont wird. Zugleich reagiert der Entwurf damit auf die Tatsache, dass das Bauwerk aus den umliegenden Bauten und von der nahen Zoobrücke auch von oben sichtbar ist. Der Neubau markiert so nicht nur ein Stück verkehrstechnischer Infrastruktur, sondern als Ankunftspunkt an Zoo und Flora innerhalb des städtebaulich schwierigen Kontexts einen städtischen Ort.

Weitere Informationen:

Stadtbahnhaltestelle am Kölner Zoo


Architektur Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Architektur-Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum arcguide Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des arcguide Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de