OBERMEYER gewinnt 2. Preis beim Realisierungswettbewerb

Ein neuer Bahnhof für Mayrhofen im Zillertal

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Mayrhofen ist zentraler Verkehrsknotenpunkt des hinteren Zillertals. Der Bahnhof der für seine Skigebiete bekannten Marktgemeinde ging 1902 in Betrieb und stößt mittlerweile an die Grenzen seiner Kapazität. Deshalb lobte die Zillertaler Verkehrsbetriebe AG im August 2018 einen EU-weiten, offenen, einstufigen Wettbewerb aus, der den Neubau des Bahnhofs und dessen infrastruktureller Einrichtungen umfasst. Jetzt steht das Ergebnis fest: Der Entwurf von OBERMEYER wurde mit dem 2. Preis belohnt.

48 Entwürfe waren beim Realisierungswettbewerb eingereicht worden. Kriterien für die Bewertung waren zum einen die städtebauliche Einbindung in die Umgebung unter besonderer Berücksichtigung des Ortsbilds. Zum anderen lag der Fokus auf einer funktionalen Lösung, welche die äußere und innere Erschließung, die Zuordnung der Funktionsbereiche, die Funktionalität der Gesamtlösung, die Entwurfsidee, den baukünstlerischer Ansatz, die Gesamtstruktur sowie die architektonische Qualität im Außen- und Innenraum umfasste. Auch galt es, eine ökonomische und ökologische Lösung zu präsentieren, bei der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im Vordergrund stehen. Als Budget für den Neubau stehen laut Mayrhofens Bürgermeisterin Monika Wechselberger rund 51 Millionen Euro bereit.

Architektonische Besonderheiten: prägnantes Faltdach als Empfangsgeste

Der architektonische Entwurf von OBERMEYER gestaltet den Neubau als markante Empfangsgeste, der sich als Auftakt des Ortseingangs versteht. Besonders prägnant ist dabei das gefaltete Bahnhofsdach. Es nimmt das Motiv der umgebenden Bergkulisse auf und vermittelt zugleich zwischen der kleinteiligen Satteldachstruktur des Orts.

Es verbindet die orthogonal gegliederten Hallenbauwerke – Remise, Bahnhofs- und Gleishalle – mit dem Busbahnhof. Das Dach soll als Stahlkonstruktion ausgeführt und mit Edelstahlpaneelen verkleidet werden. Deren spiegelnde Oberfläche reflektiert die alpine Umgebung. Im Kontrast dazu steht die Holzverkleidung der Remise und der Bahnhofshalle, die die traditionelle Bauweise des Orts aufnimmt.

Im Nordosten ist ein attraktiver Vorplatz vorgesehen, der an den Ortskern und die Fußgängerzone anbindet. Ferner ist eine öffentliche Tiefgarage geplant. Ein Teil des Parkplatzes wird mit Ladesäulen für Elektroautos ausgerüstet.

Das Energiekonzept: Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit im Fokus

Das Konzept für die Energieversorgung sieht Photovoltaik-Module auf den nach Süden hin ausgerichteten Dachflächen vor. Neben der Stromversorgung des Gebäudes kann die gewonnene Energie auch mittels einer Wärmepumpe zum nachhaltigen Heizen genutzt werden. Die Raumklimatisierung soll durch Dachöffnungen auf natürliche Weise erfolgen. Bei Bedarf wird eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung genutzt. Die Funktionsgebäude sind als Niedrigenergie-Gebäude mit dezentraler Lüftung geplant.



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