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Sanierung Büroflächen für Bezirksamt Hamburg-Mitte

Behörde | Hamburg | pbr Planungsbüro Rohling AG
Sanierung Büroflächen für Bezirksamt Hamburg-Mitte

Bezirksamt Hamburg-Mitte
Bild: ©Ulrich Hoppe, Hamburg

Das ehemalige Springer-Verlagsgebäude wurde umfangreich umstrukturiert und bietet nun repräsentative Räumlichkeiten für das Bezirksamt Hamburg-Mitte.

Die Hamburger Verwaltung legt großen Wert auf ihre hohe Kunden- und Serviceorientierung. Dies spiegeln jetzt auch die neuen Räumlichkeiten des Amtes wider. Nach der umfangreichen Sanierung und Umstrukturierung des ehemaligen Verlagsgebäudes der Axel Springer SE an der Caffamacherreihe in Hamburg hat das Bezirksamt Hamburg-Mitte die Räume im Juni 2018 bezogen. Damit verließ das Bezirksamt die maroden Hochhäuser am Klosterwall und vereint alle Fachämter des Bezirks unter einem Dach.

Der 1989 bis 1996 erbaute Teil des Bürogebäudes (Bauteil C) wurde an die individuellen Anforderungen des Bezirksamtes angepasst und bietet jetzt mehr als 1.000 Mitarbeitern einen modernen Arbeitsplatz. Bauteil C bietet rund 55.000 m2 Nutzfläche. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte belegt etwa 35.000 m2, 11.000 m2 werden von Bestandsmietern genutzt.

Serviceorientiert und atmosphärisch
Das Herzstück des Gebäudes ist das moderne Kundenzentrum. Um die unterschiedlichen Funktionen für Kunden und Mitarbeiter neu und übersichtlich anzuordnen, wurden rund 900 m2 räumlich neu zoniert. Wichtig war, optimale Arbeitsabläufe für die Mitarbeiter des Bezirksamts zu schaffen sowie gleichzeitig ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität für Besucher zu gewährleisten.
Die Fläche gliedert sich in den Empfang, die Aufenthalts- und Wartezone sowie den Servicebereich. Raumbildende Akustik-Lamellen aus Eichenholz trennen die Aufenthalts- und Wartezone vom Empfangs- und Servicebereich, erlauben jedoch gefilterte Sicht- und Hörverbindungen. In einer geschwungenen Geste umschließen 147 Holzlamellen, die vertikal zwischen Boden und Decke eingebaut sind, den Wartebereich. Aufgrund der hellen, warmen Materialien und der Sitzmöglichkeiten entsteht hier eine fast wohnliche Umgebung. Akustisch wirksam, sorgen die Lamellen gleichzeitig für eine ruhige Atmosphäre. Weiße Aluminium-Rasterdecken mit einer locker arrangierten Beleuchtung und voll integrierter Technik unterstreichen die freundliche Stimmung und die Großzügigkeit des Raumes.

Hamburgs Skyline als Blickfang
Der Servicebereich besteht aus einem ca. 50 m langen, abgerundeten U-förmigen Tresen aus weißem Mineralwerkstoff. Er bietet Servicearbeitsplätze für 20 Mitarbeiter. Der Tresen wurde um den bestehenden, begrünten Innenhof angeordnet, so dass eine lichtdurchflutete und äußerst kommunikative Beratungsatmosphäre geschaffen wurde. Einen besonderen Blickfang stellt in diesem Bereich das etwa 30 m lange identitätsstiftende Wandbild der Skyline von Hamburg aus weißem, gelasertem Stahl-Lochblech dar, das als Sonderanfertigung für den Servicebereich ausgeführt wurde. Das gerasterte, akustisch wirksame Wandbild leitet auch die Kunden nach der Beratung vom Service- und Wartebereich zum Ausgang.

Im Erdgeschoss und in den Obergeschossen befinden sich u. a. weitere Kundenzentren, die Zahlstelle, das Ausländermeldeamt, das Gesundheitsamt und das Bauamt. Hier wurden in Teilen verglaste Beratungsplätze mit Holz-Akustik-Lamellen mit angenehmer Arbeits- und Beratungsatmosphäre eingerichtet. Das Farb- und Materialkonzept mit weißen und holzfarbenen Elementen setzt sich hier ebenfalls fort.

Einzigartiger Empfangsbereich mit Galleriefaktor
Die sogenannte Stella-Halle ist der zentrale Eingangs- und Verteilerbereich für die Haupterschließungskerne des Gebäudes. Hier befindet sich ein Empfangsbereich mit Servicetresen für Besucher und Mitarbeiter des Bezirksamts. Ihren Namen verdankt die Halle dem US-amerikanischen Maler, Bildhauer und Objektkünstler Frank Stella, der 1996 hier vier je 35 m2 große Gemälde installiert hat. Diese wurden aus dem Bestand erhalten und stellen nun einen Blickfang beim Betreten des Gebäudes dar.

Standesamt über den Dächern Hamburgs
In den Obergeschossen wurden neben Doppel- und Gruppenbüros auch Einzelbüros für alle vier Dezernate und die ca. 30 bezirklichen Abteilungen eingerichtet. Die obersten Etagen wurden für die Bezirksversammlung, die Behördenleitung und das Standesamt umgestaltet. Die zwei lichtdurchfluteten Säle des Standesamtes im neunten Obergeschoss bieten nicht nur einen hervorragenden Ausblick über die Stadt, sondern verfügen zusätzlich über eine Galerie und eine Dachterrasse. Diese schafft im Frühling und Sommer einen angemessenen Rahmen, um Gäste zu empfangen. Auf der Galerie finden selbst große Hochzeitsgesellschaften ausreichend Platz, um die Zeremonie zu verfolgen.

Im elften Stockwerk wird zukünftig die komplett neu gestaltete Bezirksversammlung tagen. Neben 54 Plätzen für Abgeordnete befindet sich hier ein Podium mit Platz für die acht Versammlungsvorsitzenden sowie Gastplätze für 48 Zuschauer, 18 Pressevertreter und Behördenmitarbeiter.

Baujahr: 2018



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