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Neugestaltung Arthotel Oberhausen Fassade mit Aquapanel von Knauf

Hotel | Oberhausen | Knauf Gips KG
Vom Kaufhaus zum Wohlfühlhotel

Zentraler Punkt und optisches Highlight beim Umbau und der Revitalisierung eines ehemaligen Kaufhauses zum Arthotel ANA Oberhausen war die Neugestaltung der Fassade. Durch sein niedriges Gewicht, seine geringe Wandstärke und die schnelle, trockene Montage erwies sich für die Umnutzung des zwischen Paul-Reusch-Straße und Marktstraße gelegenen Bestandsgebäudes das Knauf Außenwandsystem als ideale Lösung.

Am 12. März 2020 – eine Woche vor dem Corona-Shutdown – ist das Arthotel ANA Soul und das dazugehörige ANA Living in bester Innenstadtlage in der Nähe des Hauptbahnhofs an den Start gegangen. Für das zu den Gorgeous Smiling Hotels (GSH) gehörende Objekt wurde ein ehemaliger Kaufhof mit angeschlossenem Parkhaus umgebaut. Das vorher rein funktionale und wenig attraktive Gebäude besticht jetzt mit einer modernen, rhythmisch gegliederten Fassade und ansprechendem Wohlfühl-Design im Inneren. Das ANA Soul bietet zusätzlich zur gemütlichen Lobby als Empfangs- und Aufenthaltsort 135 modern gestaltete Zimmer; das ANA Living neben großzügigem Entree und Atrium 65 komfortable und wohnliche Einheiten für Langzeit-Gäste.

Alte Bausubstanz ließ keine große Last zu

Die Revitalisierung des Bestandsgebäudes und die optisch ansprechende Gestaltung einer neuen Fassade – als dem neuen „Gesicht“ des Hotelkomplexes – stellten die Planer vor einige Herausforderungen, die es bei einem Neubau nicht gibt. So konnte der vorhandene Baukörper statisch keine massiven Lasten aus Mauerwerk aufnehmen. Daher fiel die Wahl auf das Knauf Außenwandsystem WM411C.de als eingestellte Doppelständerkonstruktion. „Die alten Stahlbetonhohldielendecken ließen keine große Last zu“, erläutert der Berliner Architekt Friedrich-W. Groefke die Grundproblematik. Die Lösung fand er auf der Website von Knauf; die Verwendung des Systems war für ihn eine Premiere. „Als weiterer Vorzug neben dem geringen Gewicht erwies sich die schnelle, trockene Montage“, erklärt er. Die Bauarbeiten an der Fassade wurden im Februar 2019 aufgenommen. Insgesamt kamen bei diesem Objekt rund 2.800 m² Knauf Außenwand mit AQUAPANEL®-Technologie zum Einsatz.

Ständerebenen thermisch voneinander getrennt

Die Knauf Außenwand ist eine Wandkonstruktion in Leichtbauweise auf Basis der zementgebundenen Trägerplatte AQUAPANEL ® Cement Board Outdoor. Die in Oberhausen verwendete eingestellte Doppelständerkonstruktion WM 411C.de trägt die Wind- und Eigenlast in die Primärkonstruktion ab, nicht jedoch Lasten aus darüber liegenden Geschossdecken oder dem Dach. Die hierfür benötigte Tragkonstruktion ist in Stahlbetonskelettbauweise ausgeführt.

Die äußere Ständerebene der Knauf Außenwand besteht zum statischen Lastabtrag aus der AQUAPANEL® Cement Board Outdoor, dem KAW-Fassadenprofil 150, den KAW Stahlwinkeln 70×135/100 an Kopf- und Fußpunkt und der inneren Beplankung aus 12,5 mm Knauf Diamant. Die fluchtgerechte Montage der Außenwand erfolgt bereits durch die Positionierung der KAW-Fassadenprofile 150. Beide Ständerebenen der Wandkonstruktion sind durch eine ungestörte Zwischendämmung mit der Knauf Insulation Dämmrolle classic 035 thermisch voneinander getrennt. Die innere Ständerebene – bestehend aus korrosionsgeschützten Knauf CW- und UW-Profilen – übernimmt die Funktion der raumseitigen Luftdichtheit. Integriert zwischen die beiden Knauf Diamant Platten ist dazu eine Knauf Insulation LDS Dampfbremsbahn. Insgesamt ergibt dieser Konstruktionsaufbau für die Fassade eine Wandstärke von 315 mm.

Gewichtseinsparung und bauphysikalische Vorteile

Fachplaner Olaf Gempfer, Inhaber von GEA Engineering mit Sitz in Enger/Nordrhein-Westfalen, der als Statiker schon whäufiger bei Knauf Bauvorhaben mit der KAW Außenwand involviert war, kennt die Details bei dem Projekt in Oberhausen. „Die Besonderheit waren die Baufluchten des älteren Baukörpers, die ein variables Wandsystem aus einem Baustoff verlangten, der die Substanz wenig belastet. Wir haben aus dem System rausgekitzelt, was ging.“ So mussten die Metallständer bei diesem Projekt geklinkt werden. Es wurde aus dem vollen Profil ein Teilstück herausgeschnitten, die Außenkante sehr weit eingerückt. Auch Gempfer ist überzeugt von den Vorzügen des Systems: „Die doppelschalige Knauf Außenwand kann aufgrund der mittleren ungestörten Dämmebene besser Wärme absorbieren und speichern.“ Neben den Wärmeschutzqualitäten überzeugt das System mit sehr guten Schallschutzwerten und Brandschutzeigenschaften. Durch die kurzen Montagezeiten der Fassade ist die Gebäudehülle außerdem schnell vor eindringender Feuchtigkeit geschützt.

Als weiteren Vorzug sieht Olaf Gempfer die geringe Flächendichte. „So sind bei Objekten größere Benutzerlasten möglich.“ Der Fachplaner erklärt: „Wir haben mit diesem Projekt in Oberhausen begonnen, uns näher mit Leichtbau zu beschäftigen und dabei festgestellt: Leichtbau oder auch Holzständerbau sind künftig unsere Lösung.“ Er ist zufrieden mit dem Ergebnis seiner Planung, auch im Hinblick auf die Optik der neu gestalteten Fassade. Zu dem ansprechenden Ergebnis trug die Integration gerahmter Einfachglas-Brüstungsscheiben bei, die jeweils zwei übereinander liegende, vertikale Fensterschächte über ein Doppelgeschoss optisch zusammenbinden. Olaf Gempfer: „Durch die vertikalen Fensterbänder als rhythmische Gliederung entsteht eine Verbindung zwischen den Etagen. Das Gebäude bekommt damit Struktur und wirkt nicht mehr wie eine ‚Schuhschachtel‘.“

Knauf Außenwand ideal bei Umnutzungen

Durch ihre geringere Wandstärke ermöglicht die Knauf Außenwand in Bezug zu vergleichbaren Massivbaukonstruktionen bis zu drei Prozent mehr nutzbaren Innenraum. Mit der Knauf Außenwand ist die Gebäudehülle relativ schnell geschlossen, Fenster und Türelemente können vorab auf Maß gefertigt werden. Somit kann schneller mit den Folgegewerken im Innenausbau begonnen werden. Jörg Süllwald, Marktmanager AQUAPANEL®: „Vor allem bei der Umnutzung von Bestandsgebäuden, Aufstockungen und Erweiterungen können wir die Vorteile der Knauf Außenwand bevorzugt platzieren.“

 

Bautafel

Objekt: Arthotel ANA Oberhausen, Paul-Reusch-Straße 38, 46045 Oberhausen

Bauherr & Entwickler: Gorgeous Smiling Hotels (GSH)

Architektur: Friedrich-W. Groefke, Berlin

Fachplaner: Olaf Gempfer, GEA Engineering, Enger

Fachberatung Knauf: Jörg Süllwald, Marktmanager AQUAPANEL®

Produkt und Gesamtoberfläche: ca. 2.800 m² Knauf Außenwand mit AQUAPANEL®-Technologie

Bauzeit: 2019/2020

Eröffnung: März 2020



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