Gastronomie | Bielefeld | Knauf Gips KG

Maßgeschneiderte Deckeninseln: Industrie trifft Mode

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Deckeninseln aus vorgefertigten Knauf Elementen

Um die gewünschte Innenarchitektur im Food Court des Einkaufszentrums Loom in Bielefeld umzusetzen, arbeiteten die Verantwortlichen mit vorgefertigten Deckenelementen aus Gipsplatten. Kleene Trockenbau nahm diese Herausforderung an und setzte dabei auf Sonderbauteile von Knauf.

Ernten, spinnen, weben: In Bielefeld drehte sich früher alles um den Leinenfaden. Auch heute noch prägt die Textilindustrie inklusive einer Fachhochschule für Mode die kreisfreie Großstadt im Nordosten Nordrhein-Westfalens. Entsprechend nahe lag es, die Themen Mode und Industrie auch als Motto für das neue ECE Einkaufszentrum im Stadtteil Mitte zu nehmen. Bei der Umsetzung der Deckenlandschaft über dem Food Court – dem von verschiedenen Gastronomieanbietern gemeinsam genutzten Restaurantbereich – fiel vorgefertigten Elementen aus Gipsplatten eine maßgebliche Rolle zu.

So versteht sich die regelmäßige Fassade des neuen ECE Einkaufszentrums als Anspielung an die industrielle Kultur der Stadt. Farben und Formen der Innenarchitektur haben die Architekten der Mode entnommen. So setzen Rot und Orange – modische – Akzente, während das Material Beton und „rostige“ Oberflächen an Industriebauten des vorigen Jahrhunderts erinnern. Beim Design des Lichthofs ließen sich die Planer von schwingenden Stoffbändern inspirieren, im Food Court hat das Maßband seinen großen Auftritt. Inch für Inch rollen die Ziffern zu kleinen Deckeninseln aus, die Tische überspannen und dem Raum Struktur geben. Lichtvouten mit LED-Leisten hinter den als Maßbänder gestalteten äußeren Blenden nehmen die Beleuchtung auf, akustisch wirksame Lochplatten im Zentrum der Inseln sind dazu da, die Geräuschkulisse im Raum zu dämpfen – und integrieren zudem Auslässe etwa für die Lüftung oder die Sprinkleranlage.

Vorgefertigte Randelemente formen amöbenartige Deckeninseln
Die unterschiedlichen Formen der amöbenartigen Deckengebilde legen von Knauf vorgefertigte, doppelt beplankte und schichtverleimte Randelemente fest. Die Gipsplattenkonstruktionen mit den einseitig begrenzenden senkrechten Schwertern formen die Konturen der 15 Deckeninseln. „Unsere Aufgabe war es, diese Inseln in greifbare und für Trockenbaumonteure baubare Formate zu übersetzen. Vor Ort wurden sie dann mit Feldern aus Gipsplatten bzw. Akustikplatten komplettiert“, verrät Cord Bellmann, Objektmanager Akustiksysteme bei der Knauf Gips KG. Die Herausforderung dabei: Keine einzige Form gleicht der anderen. Sämtliche Grundrisse sind unterschiedlich, lediglich im Schnitt ähneln sich die 700 mm breiten und 520 mm hohen „Inselränder“. Im Vorfeld der Montagearbeiten wurden daher 612 unterschiedliche Einzelteile auf CNC-Anlagen im Betrieb von Knauf vorgefertigt, nummeriert und auf die Baustelle transportiert.

„Vor Ort wäre es sehr aufwändig gewesen, diese Elemente derartig hochwertig zu bauen. Insbesondere hätten wir die für die Bauarbeiten vorgegebenen Zeiten nicht einhalten können“, erklärt Michal Kleene, Geschäftsführer von Kleene Trockenbau den Fertigungsweg jener Deckeninseln. Während die Formteile gefertigt wurden, brachten die Mitarbeiter von Kleene Trockenbau auf der Baustelle die drucksteife Unterkonstruktion aus CD-Deckenprofilen, Nonius-Hängern und entsprechenden Verbindern an. Weil ein Großteil der im Raum notwendigen Technik unterhalb der Rohdecke verläuft – von der Brandmeldeanlage bis zur Lüftung, „mussten wir die Abhängekonstruktion darauf ausrichten“, erzählt der Trockenbauer. Diagonalaussteifungen aufgrund außergewöhnlich großer Abstände der Abhängepunkte waren dazu ebenso notwendig wie verstärkte Profile. Auch Unterzüge mussten ausgespart und Betonsäulen in das Abhängekonzept integriert werden.

Zur Lagebestimmung der jeweiligen Positionen dienten Fixpunkte auf dem Boden, die ein bauseitiger Vermesser festgelegt hatte und die per Lotlaser an die Decke projiziert wurden. Entsprechend der mitgelieferten Verlegepläne stellten die Handwerker im Anschluss die auf 29 Paletten angelieferten Bausätze für die Deckenfelder zusammen. Pro Feld wurden bis zu 9 m lange „Ränder“ aus Einzelelementen miteinander verbunden und nach der Montage gegebenenfalls mit Akustikplatten und Gipsplatten ausgefacht. Die dafür notwendige Beplankung war in Form von wasserstrahlgeschnittenen Zu- und Anschnittplatten mitgeliefert worden. Die Stoßfugen verspachtelten die Trockenbauer im Anschluss in Q3 Qualität – bevor der Maler schließlich die Endbehandlung übernahm. Er tapezierte die Maßbänder auf die Ränder und verlieh der der Deckenlandschaft in Haute Couture Qualität den letzten textilbezogenen Schliff.


Bautafel

Bauherr: ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg 
Generalplaner: ECE Projektmanagement G.m.b.H. & Co. KG, Hamburg
Ausführung Trockenbau: Kleene Trockenbau, Hesel
Baustoffe: Knauf Gips KG, Iphofen
Fachberatung: Cord Bellmann, Knauf Gips KG
Baustoffhändler: WeGo Systembaustoffe, Oldenburg


Gut zu wissen: Knauf Trockenbau Unlimited

Hochwertige Systeme, die überzeugen: Unter dem neuen Label Trockenbau Unlimited hat Knauf sein Know-how zum leistungsfähigen Trockenbau gebündelt. Herzstück ist die Wissensplattform www.trockenbau-unlimited.de.




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