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Comida y Luz & Comida y Pan

Café
Comida y Luz & Comida y Pan

Die Cafeteria Comida y Pan und das Restaurant Comida y Luz befinden im “Executive Building”, das von den spanischen Architekten NO.MAD errichtet wurde.
Im Zug eines Auswahlverfahrens wurden wir von der Comidacrew mit der Ausarbeitung und Erstellung der Projektidee beauftragt. Dies geschah zu einem Zeitpunkt, an dem die Architektur des Gebäudes und die Räume der beiden Lokale schon längstens festgestanden und der Rohbau bereits fertig gestellt war.
Aus diesem Grund befassten wir uns als erstes nochmals mit der Raumwidmung. So wurden ein Flachdach im 6. Obergeschoss zu einer Raucherterrasse und eine für die WC-Anlagen geplante Fläche im Erdgeschoss zu einem Separee. In die früheren Türrahmen wurden Flaschenregale eingesetzt, welche nun das Separee dezent vom restlichen Raum trennen und durch ihre Transparenz trotzdem eine Verbindung beibehalten. Zudem galt es, die benutzerspezifischen Lokallogistik wie z.B. Küche und Bar sowie Kühl- und Lagerräume in das enge Korsett des Stahlbetonbaus und der bereits umgesetzten Haustechnikanlagen unterzubekommen.
Die Nüchternheit der vorgegebenen Lokalitäten war beeindruckend und erinnerte eher an die Räume eines Sakralbaus als an die eines Restaurants. Aus unserer und der Sicht des Bauherrn sollen die Gasträume – die profanen Räume – eine gewisse Behaglichkeit ausstrahlen. Die Gratwanderung und Aufgabe des Entwurfs war einerseits das Miteinbeziehen der einzigartigen architektonischen Vorgabe der Räumlichkeiten und andererseits die spezifischen Benutzerwünsche des Bauherrn auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen.
Herausforderungen stellten die Sichtbetonoberfläche, der hohe Gastraum in Kombination mit dem schlanken niedrigen Raum des Barbereichs im Erdgeschoss und die unkonventionelle Grundrissvorgabe und die Erschließung der Raucherterrasse im 6. Obergeschoss dar. Essentiell war der Umgang mit den extravaganten Fassaden, die unterschiedlich große und verschieden hoch und breit angeordnete Fenster aufweisen. Auf Grund der vorhandenen schlechten Raumakustik wurden von uns akustische Maßnahmen gesetzt und damit gleichzeitig die Gestaltung des Raums zu erreicht.
Dabei handelt es sich um Akustikpaneele, deren tetrisförmige Anordnung sich an die Gestaltung der Fassade formal anlehnt. Im Gegenzug zu dem vorherrschenden Grau der Sichtbetonoberflächen und der Bodenbeläge im Foyer, haben wir uns entschieden, den Boden und die Materialen der Tische, Möbel und Wandakustikpaneele dunkel auszuführen. Dunkel deshalb, um den Raum einen besseren Halt zu geben, Grenzen zu geben. Die Wahl der Farben – innen dunkel, außen hell – ist auch an die Farbwahl des Gebäudes angelehnt. Wie in den öffentlichen Räumen des NO.MAD Baus setzen wir ebenfalls Spiegeln ein, um die Grenzen zwischen Außen- und Innenraum und Raum und Illusion zu verwischen. Streetart und grafische Elemente fassen die Räume wieder.
Im Zuge der Projektphase haben wir uns gemeinsam mit dem Bauherr entschieden, beide Lokale bis auf die unterschiedlichen Lichtobjekte sehr ähnlich zu gestalten, denn die Örtlichkeiten der Räume sind so signifikant, dass sich auf Grund der Vorgabe eine völlig unterschiedliche Erlebniswelt eröffnet. So kann man im Restaurant im 6. Obergeschoss Wien und den Prater von oben erleben und ist in der Cafeteria im Erdgeschoss bereits mitten drinnen.
Das helle Design der großen weißen Lampen im Gastgarten soll nicht nur als Erkennungsmerkmal dienen, sondern auch die Gäste schon von weitem zum Verweilen einladen. Mit den weißen Holztischen, den 4 m hohen, überdimensionalen Tischleuchten ist die Einrichtung der Terrasse an den Wiener Würstelprater angelehnt und geht so in die Umgebung auf.

 


Standort: Wien
Land: Österreich


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