Bürogebäude | Freiburg | Knauf Gips KG

Vauban V6: Expressives Bürohaus mit integrativer Fassade

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Krönender Abschluss eines Musterquartiers

Keine leichte Aufgabe: Das letzte freie Grundstück eines Vorzeigestadtteils der Öko-Metropole Freiburg zu bebauen, an exponierter Stelle und mit hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Innovation und Ästhetik.  Doch das Bürogebäude Vauban V6 übertrifft alle Erwartungen. Seine unregelmäßig gefaltete Fassade mit vorgehängten goldenen Elementen zieht Blicke auf sich, seine Hybridbauweise aus einem Stahlbetonskelettbau mit nachhaltigen Außenwänden in  Trockenbauweise ist so zeitsparend wie wirtschaftlich und seine integrative Fassade mit Heiz- und Lüftungselementen in den zweischaligen Außenwänden ist eine innovative Premiere – realisiert mit Hilfe der Knauf Außenwand mit AQUAPANEL® Technologie.

Das Wohnen der Zukunft hat in Freiburg einen französischen Namen: Vauban. Auf einem ehemaligen Kasernengelände der französischen Streitkräfte entstand in den letzten 20 Jahren ein Stadtteil, der in vielerlei Hinsicht einzigartig ist. Niedrigenergiebauweise ist Pflicht, Passivhaus- oder Plusenergiebauweise sind für die meisten Standard. Der Stadtteil ist teilweise autofrei, alte Bäume prägen das Bild ebenso wie bunte, innovative Wohngebäude. Das letzte verfügbare Grundstück vergab die Stadt im Jahr 2009 an die Gisinger Gruppe, einen lokalen Projektentwickler und Bauträger, der hier mit dem Konzept „Freiburg V8 – Die Stadtoase“ überzeugen konnte. Auf rund 10.000 m2 entstanden seitdem sukzessive verschiedene Wohn- und Bürogebäude, absichtlich aus den Federn verschiedener Architekten, um eine lebendige Vielfalt zu erzeugen. Als letztes Puzzleteil blieb ein weithin sichtbares Eckgrundstück an der Merzhauser Straße und Wiesenthalstraße. Hier sollte die Krönung entstehen, ein ausdrucksstarkes Gebäude als Entree ins Vauban.

Expressives Eckgebäude
Den entsprechenden gemeinsamen Architekturwettbewerb der Gisinger Gruppe  und der Stadt Freiburg konnte ein Entwurf des Architekturbüros Schaller aus Stuttgart für sich entscheiden – mit einem zweigeteilten Gebäude mit polygonalem Grundriss, einer unregelmäßig gefalteten Fassade und auskragenden Stahlbetondecken. Besonders auffällig sind die vorgehängten, goldenen Metallelemente. Mit der Ausführungsplanung wurde das Tübinger Büro Eble Messerschmidt Partner beauftragt, das die anspruchsvolle Gebäudegeometrie nebst Fassadengestaltung und Gebäudetechnik in enger Abstimmung mit der Gisinger SF-Bau GmbH – verantwortlich für die Gesamtkoordination des Bauvorhabens – und dem Entwurfsarchitekten umsetzte. So entstanden zwei Gebäudeteile mit den Namen V6 und V7. Äußerlich weisen sie denselben Look – jedoch mit differenzierten Farben – auf, unterscheiden sich aber konstruktiv und in ihrer Nutzung. Während V7 ein fünfgeschossiges Wohn- und Gewerbegebäude ist, besteht V6 aus sechs Geschossen und beinhaltet ausschließlich Büroflächen.

Hybridbau mit Außenwänden in Trockenbauweise
Der Wunsch nach wegweisender Technik zeigt sich im V6 auch in der zugrundeliegenden Konstruktion. Das Gebäude wurde in einem Stahlbeton-Skelettbau errichtet, kombiniert mit einer innovativen zweischaligen Außenwandkonstruktion in Trockenbauweise. „Dadurch konnten wir verschiedenste technische und bauphysikalische Anforderungen miteinander vereinen“, erklärt Daniel Prinz, Architekt und Projektleiter bei Eble Messerschmidt Partner. So bietet die Trockenbaukonstruktion hohe Dämmwerte und einen hohen Schallschutz, der beim V6 aufgrund der Lage an einer vielbefahrenen Hauptstraße essenziell wichtig war. Gleichzeitig ist sie signifikant leichter und lässt sich schnell fertigstellen. „So konnten die Trockenbauer eine Fassade fertigstellen, die wir in einem dynamischen Wechsel aus raumhohen Fensterelementen und 1,50 Meter breiten Trockenbauteilen geplant hatten“, so Prinz.

Die leistungsstarke Fassade: Mit System
Für den Trockenbauteil kam beim V6 die Knauf Außenwand mit AQUAPANEL® Technologie, Typ WM 411C.de – Doppelständerkonstruktion, eingestellte Montage zum Einsatz. Ein wichtiger Bestandteil sind die mineralischen Zementbauplatten AQUAPANEL® Cement Board Outdoor, bestehend aus Portlandzement mit Zuschlagstoffen und beidseitig mit einem Glasgittergewebe armiert. Die Enden der 12,5 mm dicken Platten sind geschnitten und ihre Kanten verstärkt. Besonders wichtig für die Verwendung im Außenbereich sind ihre bauphysikalischen Eigenschaften: Das Material ist wasser- und feuchtigkeitsbeständig und mit seinem pH-Wert von 12 auch widerstandsfähig gegen Schimmelpilzbefall. Desweiteren ist es nicht brennbar und erfüllt die Anforderungen der Baustoffklasse A1. Die Wände wurden als Doppelständerwerk eingestellt montiert. Dafür stellten die Monteure für die äußere Schale Knauf Fassadenprofile CW150/50/1 mit einem Ständerabstand von 625 mm auf, die mit dem Knauf Fassadenwinkel befestigt wurden. Darauf folgten die Knauf Water Resistive Barrier als Unterspannbahn und als äußere Beplankung die AQUAPANEL® Cement Board Outdoor Platten. Auf die Aquapanel-Platten wurde der Außenputz aufgebracht. Zwischen die äußeren Profile  wurde eine 150-mm-Dämmung aus  Knauf Metallbau-Dämmplatten FCB 035 eingebaut.

Insgesamt kamen drei Dämmschichten und drei Plattenschichten mit Knauf Diamant zur Ausführung (GKFI 12,5) mit entsprechend robuster Oberfläche, nicht brennbar. Aus dem zweischaligen System und den Plattenschichten in Verbindung mit den Dämmstofflagen resultiert der enorm hohe Schalldämmwert mit R‘w ≥ 70 dB. Durch den Verbund aus Beplankung und den Metallprofilen entstand ein sehr steifes aber dennoch leichtes Wandsystem, das auch für die Aufnahme der Windlasten bemessen wurde. Die gesamte Konstruktion bildet eine komplette, funktionelle Außenwand mit einer Stärke von 31,5 cm und einem Wärmedurchgangskoeffizienten von < 0,20 W/m2K. Damit genügt sie den hohen Ansprüchen an Gebäudehüllen in Deutschland, erfüllt den Passivhausstandard und entspricht den KfW-55-Anforderungen. Außerdem wurden Bauzeiten und Kosten durch die Gewerkereduzierung und eine schnelle Montage deutlich optimiert.

Die integrative Fassade: Lüftung und Klima inklusive
Ein haustechnisches Highlight des V6 ist seine in die Außenwand integrierte Lüftungs- und Klimatechnologie. „Wir hatten aufgrund der relativ geringen Geschosshöhe nicht die Möglichkeit für einen Deckeneinbau – schließlich brauchen wir für eine Büronutzung drei Meter Deckenhöhe“, erläutert Architekt Daniel Prinz. Die Lösung waren dezentrale Lüftungsgeräte mit Heiz- und Kühlfunktion, die sich in die Fassade einbauen ließen – ein Pilotprojekt. Dafür arbeitete man mit der Firma Trox aus Neukirchen-Vluyn zusammen, die dafür eine eigene Geräteversion entwickelte. Trox-Projektleiter Marcel Spillker erklärt: „Wir bieten eine Gerätereihe für die vertikale Brüstungsmontage an, die jedoch in der Standardvariante 400 mm tief ist. Für das Projekt Vauban haben wir diese Tiefe halbiert.“ So lieferte das Unternehmen insgesamt 84 Geräte, jeweils über 2,20 Meter hoch, die in die Außenwand eingebaut wurden. Als autark pro Raum arbeitende Einheiten regulieren sie die Ab- und Frischluftzufuhr und nutzen über eine eingebaute Wärmerückgewinnung die Abwärme für die Vorkonditionierung der Zuluft. Durch diese dezentralen Geräte entfällt eine aufwändige Verrohrung des Gebäudes, desweiteren sparen die nur leicht aus der Innenwand herausragenden Einhausungen signifikant Platz. Auch für die Ein- und Auslässe wurde gemeinsam mit den Architekten eine spezielle Lösung entwickelt. „Wir wollten keine sichtbaren Löcher in den Fassaden haben“, so Daniel Prinz, „darum haben wir eine seitliche Lösung entwickelt“. Die Ansaug- und Ausblasöffnungen sitzen nun, von weitem unsichtbar, in den Laibungshohlräumen der Fenster.

Die ästhetische Fassade: Hingucker mit goldenen Details
Das äußere Gesicht des V6 setzt sich aus drei Elementen zusammen: Zum ersten verfügt es über eine horizontale, unregelmäßig gefaltete Bänderung aus Beton-Fertigteilen. „Hier war kaum ein Teil genau wie das andere, so dass wir zahlreiche, geometrisch unterschiedliche Varianten geplant und vorbereitet haben“, erzählt Architekt Daniel Prinz. Auch die Trockenbausegmente der Außenwand nehmen die Faltungen auf. „So war für die Trockenbauer jeder Winkel und Knick anders“, so Prinz. Hierfür war jedoch keine aufwändige Vorkonfektionierung nötig wie bei Betonteilen. Die Zementplatten und Gipsplatten lassen sich einfach vor Ort konfektionieren, entweder durch simples Ritzen und Brechen oder durch Sägen mit einem feingezähnten Fuchsschwanz. Wenn erforderlich, können mit dem biegsamen Material sogar Radien von bis zu 1 m realisiert werden.

Den zweiten und dritten Teil macht die zweischichtige Fassade aus. Ihren Hintergrund bilden mit einem Knauf Außenputz verarbeitete Putzflächen, die nach einem ganzheitlichen Farbkonzept in verschiedenen, eher dunklen, warmen Tönen gestrichen sind. Ausgeführt wurden die Putzflächen mit dem Siliconharz-Scheibenputz Knauf Conni S in zwei Millimeter Kornstärke. Eine besondere Herausforderung stellten dabei die dunklen Farbtöne dar. Teilweise lagen die sogenannten Hellbezugswerte bei 10 bis 20. Um Schäden durch zu starke solare Aufheizung zu vermeiden, kam die Spezialfassadenfarbe Fassadol TSR von Knauf zum Einsatz. Das Kürzel TSR steht hierbei für „Totale Solare Reflexion“. Eine spezielle Pigment-Rezeptur sorgt dafür, dass besonders die für die Aufheizung verantwortlichen Infrarotstrahlen aus dem Sonnenlicht von der Fassade stärker reflektiert werden, als bei der Verwendung herkömmlicher Pigmente. So ließen sich auch die dunklen Farbtöne sicher ausführen. Bei der Auswahl der Farbtöne kam zudem das hohe Know-how der Knauf Farbexperten zum Tragen. Die Farben wurden nach individuellen Farbwünschen der Planer in der Knauf Coloristik eigens rezeptiert. Der Vordergrund der Fassade ist von geschosshohen Metallgitterelementen geprägt. Ihr polygonales Design in einem hellen Goldton sorgt für spannende Lichteffekte und Schattenwürfe auf der Fassade. Im Zusammenspiel dieser Elemente entsteht ein spannungsvolles, einzigartiges Ganzes.

Aufgabe gelöst, Lücke geschlossen
Die sechs Büroeinheiten des V6 haben inzwischen ihre Nutzer gefunden, auch die benachbarten Gebäude sind bewohnt – und die landschaftlich gestalteten Innenhöfe mit Leben gefüllt. Und auch zum Freiburger Stadtraum hin entfaltet es seine Wirkung. Es ist ein Aushängeschild für das Entree zu einem Stadtteil, der ebenso innovativ ist wie das V6.


Bautafel

Objekt: Vauban V6, Freiburg

Bauherr: Gisinger Gruppe, www.gisinger.de

Generalunternehmen: Gisinger SF-Bau GmbH

Entwurfsarchitekt: Schaller Architekten, www.schallerarchitekten.com

Ausführungsplanung: Eble Messerschmidt Partner, www.eble-architektur.de

Trockenbau Innen +Knauf Außenwand: Günter Nagel Bauleistungsservice GmbH – Fachbetrieb für Trockenbau, Teningen

Fachberatung: Kathrin Sräga, Knauf Gips KG


Bauzeit

Baubeginn: Frühjahr 2015

Fertigstellung: Anfang 2017


Verwendetes Außenwandsystem

Knauf Außenwand mit AQUAPANEL® Technologie, Typ WM 411C.de, Doppelständerkonstruktion, eingestellte Montage

Systemkomponenten:

Knauf Fassadenfarbe Fassadol TSR

Knauf Siliconharz-Scheibenputz Conni S 2

Knauf AQUAPANEL® Cement Board Outdoor

Knauf Trockenbauprofile CW 150/50/1 + CW 75/50/0,6

Knauf Insulation Metallbau-Dämmplatten FCB 035 (150, 75 + 40 mm)

Knauf AQUAPANEL® Water Resistive Barrier

Knauf Insulation Dampfbremsbahn LDS 10 Silk

Knauf Diamant (GKFI)

Knauf AQUAPANEL® Maxi Schrauben

Knauf AQUAPANEL® Fugenkleber

Knauf AQUAPANEL® Grundierung

Knauf AQUAPANEL® Klebe- u. Armiermörtel

Knauf AQUAPANEL® Gewebe




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