Erziehung/Bildung | Wien | F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH

AHS WIEN WEST

F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH und SHIBUKAWA EDER ARCHITECTS ZT GmbH errichteten am Areal der Biedermann-Huth-Raschke Kaserne die neue AHS WIEN WEST mit Schwerpunkt auf Sport. Die Eröffnungsfeier des Neubaus der AHS WIEN WEST fand am Montag, den 19. November 2018 statt.

Auf einem Teilstück des Areals der Biedermann-Huth-Raschke Kaserne entstand in der Steinbruchstraße 33, 1140 Wien im Auftrag der Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. (BIG), nach bereits erfolgter Absiedelung des Bundesheers, die AHS WIEN WEST mit Schwerpunkt Sport.

Baulich konzipiert und umgesetzt wurde das neue AHS-Gebäude, welches auf 12.210 m² Nettoraumfläche errichtet wurde und neben 34 Schulklassen – 16 Klassen Realgymnasium (RG), 8 Klassen Oberstufenrealgymnasium (ORG) und 10 Klassen ORG mit Schwerpunkt Sport – eine Turnhalle beherbergt, von F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH und SHIBUKAWA EDER ARCHITECTS ZT GmbH, auf Basis eines gewonnenen Wettbewerbs.
Zwei der Gebäude der ehemaligen Biedermann-Huth-Raschke Kaserne – das Mannschaftsgebäude und die Reithalle – stehen unter Denkmalschutz und wurden funktionell in das architektonische Gesamtkonzept der neuen AHS WIEN WEST eingebunden. Bauliche Maßnahmen in der Reithalle und im Mannschaftsgebäude Die äußere Fassade der denkmalgeschützten Reithalle blieb erhalten bzw. wurde wieder in ihr ursprüngliches Erscheinungsbild rückgeführt, d.h. die drei ursprünglichen nach Norden, Süden und Osten ausgerichteten Straßenfassaden wurden unter Berücksichtigung der aktuellen technischen Standards rekonstruiert und restauriert, sodass die ursprüngliche Gestaltung im Zuge der Neuadaptierung erhalten blieb.
Die Fassade und das Dach des Mannschaftsgebäudes, welches ebenfalls dreiseitig ausgerichtet ist und sich nach Norden, Westen und Osten hin erstreckt, sowie die vierseitige Konfiguration des Turms blieben auch in ihrer ursprünglichen äußeren Erscheinung erhalten. Mit diesen Maßnahmen erfüllten F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH und SHIBUKAWA EDER ARCHITECTS ZT
GmbH die Vorgaben des Denkmalamtes.

Harmonische Verbindung zwischen architektonischem Altbestand und Neubau

Ausgangspunkt der städtebaulichen Überlegungen war der Originalplan des gesamten Kasernenkomplexes. Das städtebauliche Prinzip der beiden vorgelagerten symmetrischen Baukörper wurde in die vorhandene Struktur aufgenommen. Gleichzeitig hat man den Neubau mit dem Altbestand aus funktionellen Gründen miteinander verbunden. Durch eine neue Situierung des Haupteinganges, der sich in der Steinbruchstraße 33 befindet, integriert sich das denkmalgeschützte Mannschaftsgebäude sehr harmonisch in das Gesamtkonzept des neuen AHS-Gebäudes. Die bauliche Erweiterung entwickelt sich der Symmetrie des ursprünglichen Bestandes folgend um einen zentralen, großzügigen Innenhof mit hoher Aufenthaltsqualität.
Das Mannschaftsgebäude und die Reithalle bleiben in ihrer originalen Erscheinungsform erhalten. Der Neubau im Inneren des Areals übernimmt den ursprünglichen Bebauungsplan des Geländes mit einem symmetrischen Aufbau.
Die relativ niedrige ursprüngliche Bebauung wurde mit einem nur dreigeschossigen Neubau weitergeführt. Auf eine maximale Ausnutzbarkeit im Rahmen der Bauordnung wurde verzichtet, da niedrigere Gebäude aus pädagogischen Gründen und unter Einhaltung eines menschlichen Maßstabes im Schulbau prinzipiell besser sind als höhere. Durch die Terrassierung der beiden Flügel zum Innenhof entstand ein interessanter und lebendiger nach Süden hin offener und kommunikativer Schulhof.
In ihrem architektonischen Entwurf widmeten F+P ARCHITEKTEN ZT GMBH und SHIBUKAWA EDER ARCHITECTS ZT GmbH den aktiven und kommunikativen Bereichen zum Innenhof und den Terrassen hin ein besonderes Augenmerk. Diese wurden so gestaltet, dass sie zu gemeinsamen Treffen und Aktivitäten einladen.
Im Erdgeschoss wurde der Neubau des Schulgebäudes durch einen Gang mit den Turnsälen, die in der denkmalgeschützten Reithalle untergebracht sind, verbunden. Auf diese Weise entstand ein übersichtlich und klar strukturierter Gesamtkomplex mit Betonung der Blickbeziehung von der neuen Erschließungsachse in den Innenhof.

Organisation der Schulklassen im Cluster- und Departmentsystem

Die Gestaltung der Schulklassen im Hinblick auf Raum und Funktion basiert auf den Programmen der Sekundarstufe I (AHS Unterstufe) und der Sekundarstufe II (AHS Oberstufe und berufsbildende Schule). Gemäß der Sekundarstufe I (AHS Unterstufe) erfolgte die Anordnung der Stammklassen im Clustersystem, d.h. mehrere Klassenzimmer gruppieren sich um einen offenen Raum, der als primäre Anlauf- und Aufenthaltszone dient.
Die Sekundarstufe II (AHS Oberstufe und berufsbildende Schule) ist nach dem Departmentsystem organisiert. Hier haben die Schüler und Schülerinnen keine Stammklasse. Der Unterricht findet – ähnlich einer Universität – in einem Raum des jeweiligen Departments statt.

Horizontale und vertikale Erschließung

Der Haupteingang der neuen AHS WIEN WEST versorgt alle Ebenen niveaugleich und gewährleistet so den barrierefreien Zugang in alle Geschosse. Im Erdgeschoss erfolgte die Erschließung des Schulgebäudes ringförmig, in den Obergeschossen u-förmig. Die Reithalle wurde über einen eigenen Gang im Erdgeschoss mit dem Hauptgebäude verbunden. Dieser Gang fungiert auch als Eingang für externe Nutzer und Nutzerinnen der Turnsäle.
Die Sekundarstufe I (AHS Unterstufe) befindet sich im Erdgeschoss und zeichnet sich durch kurze Wege zu den Schulklassen, den Lerninseln und dem Innenhof aus.
Die Sekundarstufe II (AHS Oberstufe und berufsbildende Schule) mit direkt zugeordneten Homebases, von denen die Schüler und Schülerinnen im Laufe des Unterrichtstages alle Klassen gut erreichen können, befindet sich im ersten Obergeschoss.
Der Lehrerbereich und die Verwaltung wurden zentral dem Hauptstiegenhaus zugeordnet.



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