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Arbeitswelt der Zukunft

DGUV-Veranstaltung in Frankfurt am Main
Arbeitswelt der Zukunft

Mit welchen Trends und Entwicklungen für die Büroarbeit zu rechnen ist, erläuterten Referenten verschiedener Professionen während des Seminars "Arbeitswelt der Zukunft" der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Sie stellten ihre Erkentnisse und Forschungsergebnisse im Rahmen des XX. Weltkongresses für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Frankfurt am Main vor. Auch die Praxis kam nicht zu kurz: die Seminarteilnehmer konnten verschiedene Geräte und Maschinen ausprobieren, die die Arbeit erleichtern.

Den XX. Weltkongress für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit auf dem Frankfurter Messegelände begleitete der Mit-Organisator, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), unter anderem mit dem zweitägigen Seminar „Arbeitswelt der Zukunft“. Stefan Boltz, stellvertretender Pressesprecher der DGUV, stellte in diesem Rahmen die Aufgaben und Forschungsaktivitäten seiner Organisation vor. Dabei wies er besonders auf die Risikobeobachtungsstelle (RIBEO UV) hin. Diese soll klären, welche Trends in den nächsten fünf Jahren bedeutsame Risiken für die Sicherheit und Gesundheit der Versicherten bergen; überdies, welche Sicherheits- und Gesundheitsrisiken sich daraus ergeben und welche Präventionsmaßnahmen ergriffen werden können. Boltz versteht die Einrichtung im Sinne einer „Hilfe zur frühzeitigen Ressourcenplanung“. Einen Ausblick in die Zukunft gab Klaus Burmeister, geschäftsführender Gesellschafter des Beratungsunternehmens Z_punkt The Foresight Company mit Hauptsitz in Köln. Er erwartet, dass das Web zum universalen Medium wird und eine „Smartisation“ aller Lebensbereiche bewirkt. Als zweiten Megatrend begreift er den demografischen Wandel. Weil vor allem die „digital natives“ andere Anforderungen an die Arbeit haben, bekäme die Unternehmenskultur einen höheren Stellenwert. Zu den wichtigen Fragen zählt er auch, wie das Thema Innovation in den Unternehmen behandelt wird. Damit einher gehen multilokales Arbeiten sowie flexible und kooperative Arbeitsformen. Das hat seiner Meinung nach Folgen: „Die Räume verändern sich hin zu multipotenten Raumkonzepten.“ Was flexibles und mobiles Arbeiten vor dem Hintergrund bestehender Verordnungen bedeutet, machte Michael Bretschneider-Hagemes vom Sankt Augustiner Institut für Arbeitsschutz (IFA) der DGUV klar: „Die Bildschirmarbeitsverordnung, die für stationäre Arbeitsplätze galt, muss spezifischer werden.“ Mit dem Thema, wie sich mehr Bewegung ins Büro bringen lässt und hier insbesondere mit den positiven Auswirkungen dynamischer Arbeitsstationen, beschäftigte sich Professor Rolf Ellegast vom IFA in seinem Vortrag. Den Praxistest konnten die Seminarteilnehmer am DGUV-Stand in der Messehalle selbst absolvieren. Ob in Kombination mit einem Laufband oder einem hometrainerähnlichen Gerät – am Schreibtisch lässt sich auch im Laufen oder mit kräftigen Tritten in die Pedale arbeiten. Wie sich psychische Anforderungen am Arbeitsplatz auf die Gesundheit auswirken, erläuterte Dr. Hiltraut Paridon, Bereichsleiterin Psychische Belastungen und Gesundheit am Dresdener Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) der DGUV. Vor allem in Zeiten von Umstrukturierungen seien Beschäftigte vermehrt Stress ausgesetzt. Umso wichtiger sei dann die Unterstützung durch Vorgesetzte. Die ließe aber häufig zu wünschen übrig, zitierte sie die Ergebnisse verschiedener Studien. Dennoch könnten die Mitarbeiter auf Ressourcen zurückgreifen. Das beträfe an erster Stelle die Unterstützung durch Kollegen, gefolgt von der motivierenden Wirkung eines eigenen Handlungsspielraums. Dagegen hätten die Beschäftigten wenig Einfluss auf die Arbeitsmenge. „Damit sie nicht krank werden, müssen sie auf ausreichende Erholungsphasen achten“, betonte Paridon. In diesem Zusammenhang verwies sie unter anderem auf das Arbeitsschutzgesetz. Seit dem vergangenen Jahr müssen psychische Belastungen bei Gefährdungsbeurteilungen berücksichtigt werden. Von der Wirkung ist die Arbeitspsychologin überzeugt: „Das ist das beste Präventionsinstrument.“ Text und Fotos: Gabriele Benitz Foto Klaus Burmeister: Z-punkt

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