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Deutschland, Ludwigshafen: Bekanntmachung vergebener Aufträge (2021/S 015-033548)

Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen
Deutschland, Ludwigshafen: Bekanntmachung vergebener Aufträge (2021/S 015-033548)

22/01/2021

  
S15

Deutschland-Ludwigshafen: Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen

2021/S 015-033548

Bekanntmachung vergebener Aufträge

Ergebnisse des Vergabeverfahrens

Dienstleistungen

Rechtsgrundlage:

Richtlinie 2014/24/EU

Abschnitt I: Öffentlicher Auftraggeber

I.1)Name und Adressen

Offizielle Bezeichnung: Stadtverwaltung Ludwigshafen
Postanschrift: Rathausplatz 20
Ort: Ludwigshafen
NUTS-Code: DEB34 Ludwigshafen am Rhein, Kreisfreie Stadt
Postleitzahl: 67059
Land: Deutschland
Kontaktstelle(n): Bereich Stadtentwicklung, Monika Heller
E-Mail: monika.heller@ludwigshafen.de
Telefon: +49 621/5043088
Fax: +49 621/5043453
Internet-Adresse(n):
Hauptadresse: www.ludwigshafen.de

I.4)Art des öffentlichen Auftraggebers

Regional- oder Kommunalbehörde

I.5)Haupttätigkeit(en)

Allgemeine öffentliche Verwaltung

Abschnitt II: Gegenstand

II.1)Umfang der Beschaffung
II.1.1)Bezeichnung des Auftrags:

ISEK einschließlich VU gem. § 141 BauGB und Rahmenplanung gem. § 140 BauGB

Referenznummer der Bekanntmachung: 06072020

II.1.2)CPV-Code Hauptteil

71000000 Dienstleistungen von Architektur-, Konstruktions- und Ingenieurbüros und Prüfstellen

II.1.3)Art des Auftrags

Dienstleistungen

II.1.4)Kurze Beschreibung:

Mit Schreiben des Ministeriums des Innern und für Sport vom 28. November 2019 ist das neu geplante Gebiet „Mitte/Innenstadt“ der Stadt Ludwigshafen in das Förderprogramm Städtebauliche Erneuerung/Nachhaltige Stadt- Wachstum und Nachhaltige Entwicklung (bisher Stadtumbau) des Bundes und des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen worden. Vor diesem Hintergrund sollen für das vorläufig abgegrenzte Gebiet Mitte/Innenstadt (ca. 126 ha) ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept einschließlich VU und Rahmenplanung erarbeitet werden.

II.1.6)Angaben zu den Losen

Aufteilung des Auftrags in Lose: nein

II.1.7)Gesamtwert der Beschaffung (ohne MwSt.)

Wert ohne MwSt.: 213 855.00 EUR

II.2)Beschreibung
II.2.3)Erfüllungsort

NUTS-Code: DEB34 Ludwigshafen am Rhein, Kreisfreie Stadt

Hauptort der Ausführung:

Stadt Ludwigshafen

Rathausplatz 20

67059 Ludwigshafen

II.2.4)Beschreibung der Beschaffung:

Die Innenstadt Ludwigshafens befindet sich im Wandel. Wie in anderen Innenstädten auch, so haben die aktuellen Tendenzen im Handel und Investitionsentscheidungen zugunsten von Standorten außerhalb der zentralen Lagen in der Ludwigshafener City zu vermehrtem Leerstand oder Mindernutzung der Geschäftsimmobilien geführt.

Bereits seit 2006 werden in der Innenstadt vielfache Anstrengungen unternommen, um die-se weiter zu entwickeln. Mit dem unter dem Motto „Heute für Morgen“ stehenden Stadtumbauprozess ist es gelungen, Ludwigshafens Innenstadt mit allen urbanen Funktionen wie Wohnen, Einkaufen, Freizeit und Kultur genießen wieder direkt an den Rhein zu bringen. Hierzu wurde 2006 das Entwicklungskonzept Innenstadt erarbeitet und vom Stadtrat beschlossen. Der öffentliche Raum wurde neugestaltet, Stadtumbau- und Sanierungsgebiete ausgewiesen und zahlreiche private Investitionen in nicht unerheblichem Umfang getätigt. Es erfolgte die Neuausrichtung der City zum Rhein (u. a. durch die neue Rhein- Galerie der ECE sowie die Neugestaltung des Rheinufers mit Grünflächen und einem verbesserten Zugang vom Berliner Platz aus) sowie viele kleinere Maßnahmen wie z.B. das Einrichten eines Innenstadtmanagements von Anfang 2014 bis März 2015. Daneben wurde in die Sanierung wichtiger öffentlicher Kultur- und Bildungseinrichtungen wie z. B. Pfalzbau und Stadtbibliothek investiert.

Dem Entwicklungskonzept Innenstadt Ludwigshafen lagen die Handlungsschwerpunkte

— Zeitgemäßes Erscheinungsbild,

— Öffnung zum Rhein,

— Einkaufen, Arbeiten, Wohnen und Leben in der Innenstadt.

Zu Grunde. Dieses wurde 2016/ 2018 mit der Fortschreibung des Strategiepapiers „Handlungskonzept Innenstadt“ bilanziert und daraus erste Handlungsempfehlungen bzw. Notwendigkeiten zur vertieften Betrachtung der folgenden Punkte abgeleitet:

— Verkehr und Wegeverbindungen,

— Nutzungen,

— Städtebau/Öffentlicher Raum/Öffentliche Gebäude,

— Klima.

Wie sich zeigte, sind darüber hinaus die Handlungsschwerpunkte des Entwicklungskonzepts weiterhin gültig. Außerdem wurde ein Abgrenzungsvorschlag für das Untersuchungsgebiet der vorliegenden Aufgabenstellung erarbeitet. Diese baut auf den Erkenntnissen des Stadtentwicklungskonzeptes aus dem Jahr 2006 auf.

Damals galt es insbesondere die Öffnung der City zum Rhein hin zu unterstützen. Trotz dieser Bemühungen besteht nach wie vor Handlungsbedarf in der Innenstadt. Der anstehende Funktionswandel muss begleitet und zielgerichtet gelenkt werden um trading down Effekte in der City zu vermindern und zukunftsfähige Nutzungen zu etablieren.

Neben dem allgemeinen Strukturwandel ergibt sich in Ludwigshafen noch die Besonderheit der Situation der beiden Hochstraßen. Die Hochstraße Nord wird abgerissen und durch eine ebenerdige Stadtstraße ersetzt werden, hier sind die Planungen bereits weit fortgeschritten und das Planfeststellungsverfahren in Gang gesetzt. Um die Hochstraße Nord bzw. die neue Stadtstraße wird sich ein neuer Innenstadtbereich, die „City West“ entwickeln. Die Hochstraße Süd ist wegen baulicher Mängel und statischer Unsicherheit seit Sommer 2019 gesperrt. Die Möglichkeiten zu Sanierung oder Neubau der Hochstraße Süd werden derzeit untersucht. Dazu werden diverse Varianten zur Neugestaltung der Straße betrachtet.

Insgesamt führt die neue Straßenplanung neben dem Gewinn neuer Bauflächen vor allem auch zu stadträumlichen Verbesserungen. So besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Rathausplatz und den Ludwigsplatz räumlich besser zu fassen. Daneben wird auch die Stadtbahnhaltestelle Rathaus und deren Verknüpfung mit den innerstädtischen Buslinien neu geordnet werden. Zwischen den Stadtteilen Hemshof und Innenstadt wird es neue Verbindungen geben. Ebenso ist geplant, die Grünvernetzung innerhalb der Innenstadt und zwischen Innenstadt und den angrenzenden Stadtteilen weiter auszubauen.

Die Auswirkungen der neuen Stadtstraße sind sowohl aus verkehrlicher Sicht als auch im Hinblick auf Veränderungen und Entwicklungschancen in Bezug auf Städtebau, demografische Entwicklung, Sozialstruktur und Wirtschaftsentwicklung zu betrachten.

Derzeit steht darüber hinaus auch die Zukunft des Rathauses der Stadt Ludwigshafen auf dem Prüfstand. Der Ankauf des Rathauscenters ist zwischenzeitlich erfolgt. Es werden momentan verschiedene Varianten geprüft, ob das Rathaus vollständig saniert und ggfs. zusätzlich ein Erweiterungsbau errichtet werden kann oder ob ein Neubau an gleicher bzw. anderer Stelle erfolgen soll. Die Neugestaltung des Rathauses bietet sowohl in funktionaler als auch in städtebaulicher Hinsicht für das umgebende Quartier eine große Chance. Das Rathaus als wichtiger Anlaufpunkt für alle Bürger*innen der Stadt hat einerseits eine hohe Strahlkraft auf die umliegenden Nutzungen und auch die Straßenzüge in unmittelbarer Nähe. Andererseits sind die negativen Auswirkungen des derzeit erfolgenden und bis zum 31.12.2021 abgeschlossenen Leerzug des Rathauscenters mit einer Verkaufsfläche von derzeit rd. 17 300 qm und möglicher jahrelanger Baustelle an zentraler Stelle der Stadt zu betrachten und aufzufangen.

Auf Basis der erläuterten Rahmenbedingungen und Erkenntnisse gilt es nun, die bestehenden Herausforderungen in der Innenstadt sowie die in der Fortschreibung des Strategiepapiers „Handlungskonzept Innenstadt“ erarbeiteten Handlungsfelder anzugehen. Der Bereich Innenstadt ist Ende 2019 in das Programm Städtebauliche Erneuerung des Landes Rheinland-Pfalz aufgenommen worden.

Hierzu sollen Vorbereitende Untersuchungen gemäß § 141 BauGB mit Bestimmung der Ziele und Zwecke der Sanierung nach § 140 Nr. 3 BauGB mit einer Rahmenplanung nach § 140 Nr. 4 BauGB durchgeführt werden. In enger Verknüpfung hierzu soll ein Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept nach Art. 3 der VV-Städtebauförderung 2020 i. V. m. VV-StBauE 12.5.11 (insb. Ziff. 5.1.1) er-stellt werden.

II.2.5)Zuschlagskriterien

Qualitätskriterium – Name: Projektplanung / Gewichtung: 30 %

Qualitätskriterium – Name: Projektdurchführung / Gewichtung: 30 %

Preis – Gewichtung: 40 %

II.2.11)Angaben zu Optionen

Optionen: nein

II.2.13)Angaben zu Mitteln der Europäischen Union

Der Auftrag steht in Verbindung mit einem Vorhaben und/oder Programm, das aus Mitteln der EU finanziert wird: nein

II.2.14)Zusätzliche Angaben

Abschnitt IV: Verfahren

IV.1)Beschreibung
IV.1.1)Verfahrensart

Verhandlungsverfahren

IV.1.3)Angaben zur Rahmenvereinbarung oder zum dynamischen Beschaffungssystem
IV.1.8)Angaben zum Beschaffungsübereinkommen (GPA)

Der Auftrag fällt unter das Beschaffungsübereinkommen: nein

IV.2)Verwaltungsangaben
IV.2.1)Frühere Bekanntmachung zu diesem Verfahren

Bekanntmachungsnummer im ABl.: 2020/S 140-344822

IV.2.8)Angaben zur Beendigung des dynamischen Beschaffungssystems
IV.2.9)Angaben zur Beendigung des Aufrufs zum Wettbewerb in Form einer Vorinformation

Abschnitt V: Auftragsvergabe

Ein Auftrag/Los wurde vergeben: ja

V.2)Auftragsvergabe
V.2.1)Tag des Vertragsabschlusses:

30/12/2020

V.2.2)Angaben zu den Angeboten

Anzahl der eingegangenen Angebote: 4

Der Auftrag wurde an einen Zusammenschluss aus Wirtschaftsteilnehmern vergeben: nein

V.2.3)Name und Anschrift des Wirtschaftsteilnehmers, zu dessen Gunsten der Zuschlag erteilt wurde

Offizielle Bezeichnung: ARGE Yellow Z Abel Borman Koch PartGmbB und mahl gebhard konzepte Partnerfesellschaft mbB
Ort: Berlin
NUTS-Code: DE300 Berlin
Land: Deutschland

Der Auftragnehmer ist ein KMU: ja

V.2.4)Angaben zum Wert des Auftrags/Loses (ohne MwSt.)

Ursprünglich veranschlagter Gesamtwert des Auftrags/des Loses: 250 000.00 EUR

Gesamtwert des Auftrags/Loses: 213 855.00 EUR

V.2.5)Angaben zur Vergabe von Unteraufträgen

Abschnitt VI: Weitere Angaben

VI.3)Zusätzliche Angaben:

Bekanntmachungs-ID: CXP4YNXD813

VI.4)Rechtsbehelfsverfahren/Nachprüfungsverfahren
VI.4.1)Zuständige Stelle für Rechtsbehelfs-/Nachprüfungsverfahren

Offizielle Bezeichnung: Vergabekammer Rheinland-Pfalz – Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau
Postanschrift: Postfach 3269
Ort: Mainz
Postleitzahl: 55116
Land: Deutschland
Telefon: +49 6131 / 16-0
Fax: +49 6131/16-2100

VI.4.3)Einlegung von Rechtsbehelfen

Genaue Angaben zu den Fristen für die Einlegung von Rechtsbehelfen:

In diesem Zusammenhang wird auf die §§ 160 Abs. 3 und 135 Abs. 1 und 2 GWB hingewiesen, die nachfolgend in ihrem Wortlaut aufgeführt sind:

§ 160 Abs. 3 GWB, Einleitung, Antrag.

(3) Der Antrag ist unzulässig, soweit:

1) der Antragsteller den geltend gemachten Verstoß gegen Vergabevorschriften vor Einreichen des Nachprüfungsantrags erkannt und gegenüber dem Auftraggeber nicht innerhalb einer Frist von 10 Kalendertagen gerügt hat; der Ablauf der Frist nach § 134 Absatz 2 bleibt unberührt.

2) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die aufgrund der Bekanntmachung erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.

3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden.

4) mehr als 15 Kalendertage nach Eingang der Mitteilung des Auftraggebers, einer Rüge nicht abhelfen zu wollen, vergangen sind.

Satz 1 gilt nicht bei einem Antrag auf Feststellung der Unwirksamkeit des Vertrags nach § 135 Absatz 1 Nummer 2. § 134 Absatz 1 Satz 2 bleibt unberührt.

§ 135 Abs. 1 und 2, Unwirksamkeit.

(1) Ein öffentlicher Auftrag ist von Anfang an unwirksam, wenn der öffentliche Auftraggeber

1. gegen § 134 verstoßen hat oder

2. den Auftrag ohne vorherige Veröffentlichung einer Bekanntmachung im Amtsblatt der Europäischen Union vergeben hat, ohne dass dies aufgrund Gesetzes gestattet ist, und dieser Verstoß in einem Nachprüfungsverfahren festgestellt worden ist.

(2) Die Unwirksamkeit nach Absatz 1 kann nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen nach der Information der betroffenen Bieter und Bewerber durch den öffentlichen Auftraggeber über den Abschluss des Vertrags, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

VI.5)Tag der Absendung dieser Bekanntmachung:

18/01/2021

© Europäische Union, http://ted.europa.eu, 1998-2021

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