Ausgabe 40 Touch me! - arcguide.de

Ausgabe 40

Touch me!

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Editorial

Auf Tuchfühlung
Eine Fassade besteht aus Mauerwerk, Teflon gehört in die Bratpfanne und Algen finden sich höchstens im Aquarium. Das denken Sie! Wie wäre es stattdessen mit teflonbeschichtetem Material, Mikroalgen auf der Fassade oder einem Mauerwerk aus Glas? Es gibt viele gängige Meinungen beim Einsatz von Material im Bau- und Wohnbereich, die Sie nach dieser Arcguide-Ausgabe getrost vergessen können. Denn wer sagt, dass alles immer so eingesetzt werden muss wie bisher? Und ist denn schon alleserfunden worden oder gibt es nicht noch mehr Baustoffe und Materialien für den Wohnungsbau und öffentliche Bereiche?

Mit der vorliegenden Ausgabe von Arcguide möchten wir Ihnen zeigen, wie sich Bekanntes und Bewährtes in einem anderen Kontext gelungen zu Neuem umsetzen lässt und wie sich Forschung und Hochschulen damit beschäftigen, neue Stoffefür den Einsatz im Bau zu entwickeln und zu testen. Denn das richtige Material macht eine gute Idee erst zu einem gelungenen Projekt.

Außerdem zeigen wir Ihnen die Gewinner des ersten MaterialPREIS und eine bunte Mischung aus Buch- und Veranstaltungstipps in der Rubrik „Was geht?“. Nicht zu vergessen: Unsere Projekt- und Produktberichte zumThema „Material und Oberfläche“. Ganz nebenbei freuen wir uns über unser kleines Jubiläum: Die vierzigste Ausgabe des Arcguide-Magazins. Freuen Sie sich mit und fühlen Sie sich wohl!

Viel Vergnügen beim Lesen wünscht Ihnen
Anne Dörte Schmidt

Thema

„Was haben die sich bloß dabei gedacht?“
Das werden sich wohl so einige gefragt haben, als sie das eineoder andere der folgenden Gebäude gesehen haben. Schließlichgehören Algen oder Teflon nicht zu den gängigsten Materialien fürBauprojekte. Doch auch bekannte Materialien wie Stein, Holz,Lehm, Beton, Glas oder Fliesen werden mittlerweile zweckentfremdetoder auf ungewöhnliche Weise eingesetzt.

Unter der Oberfläche – Studenten voraus!
Die Entwicklung neuer Materialien und die Erforschung neuerEinsatzgebiete bereits bestehender Materialien beschäftigt nicht nurHersteller oder Baukonzerne. Auch in vielen Hochschulen für Architekturund Bauwesen wird nach innovativen Ideen gesucht, um Materialien zuentwickeln oder sie zu zweckentfremden. Dabei gehen die Universitätenunterschiedliche Wege. An manchen Hochschulen werden – eingebundenin den normalen Lehrplan – einzelne Projekte als Entwurfsaufgabe angeboten,wie in Darmstadt. Hochschulen wie die FachhochschuleOstwestfalen-Lippe oder die Technische Universität Stuttgart haben eigeneStudien-schwerpunkte und realisieren einen Teil derForschungsergebnisse. Nicht nur in den Medien und bei Wissenschaftlernsind diese Projekte begehrt. Auch Materialhersteller profitieren häufigvom Wissensdurst der Studenten und den guten akademischenBedingungen, unter denen Forschung betrieben werden kann.

Sponsoren dieser Ausgabe:

Isospan Rieder Kaldewei
Rubner Pfleiderer Windmöller
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