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Neue Langeweile

Fotografenkollektiv aus Berlin
Neue Langeweile

Copyright: Neue Langeweile

Das Fotografenkollektiv »Neue Langeweile« eröffnet aktuell eine „mobile Galerie“ in der Form eines Postkartenständers. Der Postkartenständer dient als geographisch ungebundener Ausstellungsraum, der Arbeiten der Fotografen auf kostenlosen Postkarten anbietet. Obwohl die Präsentation der Fotografien im Rahmen des klassischen Kunstbetriebs erfolgt, entheben die Fotografen ihre Arbeiten diesem stark reglementierten Betrieb durch die Form der Präsentation. Damit wollen sie Fragen nach Verknappung versus Vervielfältigung und Gigantomanie von Bildern aufwerfen – und den Blick auf aktuelle Tendenzen in der Fotografie- und Kunstwelt schärfen.

Der Begriff der „Neuen Langeweile“ lehnt sich an die in den 1920er-Jahren entstandene Strömung der „Neuen Sachlichkeit“ und an das „New Topographic Movement“ der 1970er Jahre an. Die Fotografen der „Neuen Langeweile“ greifen Elemente beider Sehschulen auf und entwickeln daraus, durch zeitgemäße Verarbeitung, eine eigenständige Position in der zeitgenössischen Fotografie. Sie bedienen sich einer nüchternen, zurückhaltenden Bildsprache und wahren stets den Abstand zum Sujet – wie die Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Und, ähnlich wie bei den New Topographics, sind es vor allem vom menschlichen Eingriff geprägte Orte, Stadtlandschaften im weitesten Sinne, die der Gruppe als bevorzugte Sujets dienen. Die Fotografien ermöglichen meist den „zweiten Blick“, sind immer Interpretationen der Umwelt und fordern vom Betrachter eine genaue Auseinandersetzung mit dem Gezeigten. Sie sind nie nur oberflächlich schön und dadurch im besten Sinn narrativ. Das scheinbar „Langweilige“ ist hier also stets das Spannende. Die Fotografen schenken den unbeachteten Situationen Beachtung, sie sehen die ungesehenen Dinge, die Zwischenräume und Hintereingänge. Die mehrdimensionale Tiefe der Fotografien entfaltet sich erst bei längerer Betrachtung, eben bei langem Verweilen. Der Begriff „Langeweile“ verliert so seine negative Konnotation, es entsteht die „Neue Langeweile“.

Die erste Station der mobilen Galerie ist vom 3. bis 7. Juli die Stadt Arles in Frankreich. Vernissage ist am Freitag zur Eröffnungswoche  „Les Rencontres de la Photographie” auf dem  Place de la République.

Wo: Place de la République, 13200 Arles, Frankreich
Wann: 04.07.2019, 18:30 h
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