Sporthaus L&T Osnabrück

Auf einer Wellenlänge

Das Sporthaus L&T aus Osnabrück hat dem Internethandel den Kampf angesagt. Seit der Neueröffnung des Traditionskaufhauses kann man dort beim Shoppen schnell mal unter Höhenluft trainieren, Klettern, Fußballspielen – oder Surfen. Nein, eben nicht im Internet, sondern mit Brett und Welle. Und getreu dem Motto „Raus aus dem Netz, zurück zur Natur!“ finden sich die Besucher der Surfarena auf Dielen wieder – wasserfest veredelt von Naturinform. Insgesamt wurden 250 Quadratmeter der „Kernigen“ aus dem Sortiment des oberfränkischen Unternehmens verlegt.

Die Welle rauscht, als Janina Zeitler aufs Brett steigt. Die amtierende Europameisterin im „Stationary Wave Riding“ ist erst 17 Jahre alt, aber in ihrer Heimatstadt München schon eine Berühmtheit. Eine der wenigen Frauen, die dort den wilden Eisbach surfen. Jetzt versucht sie die Hasewelle in Osnabrück. Das Brett gleitet, dreht sich hin und her. Das Wasser zischt und spritzt. Die Zuschauer auf der Tribüne werden nass. Es sieht aus, als könne Janina nicht genug bekommen von der neuen Welle. 

Indoor-Pool für Riversurfer

Das so genannte Riversurfen ist viel schneller als das Surfen auf Meereswellen: Geritten wird auf einer einzigen Welle, die im Wasser steht. Das neue, 35 Millionen Euro schwere  Sporthaus von L&T liegt direkt in der Fußgängerzone der niedersächsischen Universitätsstadt, und erst im März wurde dort Deutschlands zweite Indoor-Surfwelle eröffnet. 

„Wir sind fast ein halber Freizeitpark mit angeschlossenem Kaufhaus“, erklärt Geschäftsführer Mark Rauschen das Konzept des spektakulären Neubaus. „Bei uns wird der Sport ins Sporthaus geholt.“ Auf vier Etagen können die Kunden alle möglichen Trendsportarten selbst durchprobieren. Sportmode verkauft das „innovativste Sporthaus Europas“ sozusagen nebenbei. 

Die Verkaufsetagen gruppieren sich rund um einen großen Lichthof. Von unten leuchtet es rivierablau. Dort im Untergeschoss ist der Pool mit der Welle für die Riversurfer untergebracht. Bei der Eröffnung bestaunten 80 000 (!) Besucher das Wellenbecken. 

Rutschfeste Lösung für den Boden

Pooleinfassung und Tribüne fügen sich perfekt, sehr dezent und unauffällig zur gläsernen Architektur. Die fein gemaserten Dielen in dezentem Grau und Anthrazit zeigen sich völlig unbeeindruckt vom Spritzwasser und lassen hunderte neugierige Besucher vollkommen trittfest am Pool entlangschlendern. Unbeeindruckt, denn dieser Belag ist zwar einerseits Natur, aber gleichzeitig technisch veredelt. Rutschfest auch noch im Regen – oder wie hier, eben direkt neben einem Pool. 

Die Firma Naturinform ist auf intelligente Lösungen für Outdoor-Beläge und -Profile spezialisiert. In ihrem Werk im bayrischen Redwitz an der Rodach werden so genannte Holzverbundstoffe hergestellt. Ein Material, das die optischen Eigenschaften traditioneller Bauholzarten mit der Beständigkeit eines technischen Polymers verbindet. 

Holz ja, aber bitte pooltauglich

„Wir wollten am Pool eigentlich auf Holz setzen, damit sich die Besucher dort richtig wohl fühlen“, sagt Bauleiter Lutz Brinkmann. „Aber wir hatten wegen der Nässe Bedenken.“ Die Surfer und die Zuschauer sollten dort am Wasser auf keinen Fall ausrutschen. Außerdem muss die Fläche trotz des ständigen Spritzwassers auch nach Jahren noch schön aussehen.

„Zum Glück brachte uns das Architekturbüro Prof. Moths Architekten aus Hamburg auf Naturinform“, sagt Brinkmann. „Das sind Dielen, die in Optik und Haptik reinen Holzdielen ähneln, aber gleichzeitig eben pooltauglich sind.“ In einem Test von TÜV Rheinland (2011) haben Dielen von Naturinform die höchste Rutschhemmungsstufe erreicht – R13 nach DIN 51130 und Klasse C nach DIN 51097. Bei der Herstellung werden die Holzfasern mit dem thermoplastischen Polymer so zusammengebracht, dass es sich wie ein Schutzmantel um jede einzelne Faser legt. Weil das Polymer selbst vollkommen wasserabweisend ist, kann so auch in die fertige Diele kein Wasser mehr eindringen – behält aber die optischen und thermischen Eigenschaften von Holz, das immerhin 70 Prozent des Materials ausmacht. 

Sieht aus wie Holz, fühlt sich an wie Holz

Fällt Sonnenlicht durch das Glasdach in Osnabrück, dann wärmen sich die Dielen auf. Wellness für die nackten Surferfüße. Und wer genau hinsieht, bemerkt in den Sonnenstrahlen auch den feinen Glanz der Patina echten Holzes.  

Die Nachbarschaft von Wasser ist für Holz eine Herausforderung. Das Holz saugt sich mit Spritzwasser voll und quillt auf. Risse entstehen, Mikroorganismen setzen sich fest und schaffen noch mehr Angriffsflächen für Wasser. An trockenen Tagen dagegen können sich Barfußläufer leicht Splitter einziehen. Nicht so bei Naturinform-Dielen. Das Material kann weder reißen noch spreißeln.

Durch seine wasserabweisenden Eigenschaften ist der Holzverbundstoff von Naturinform nicht nur besonders gut für feuchte Standorte geeignet, er ist auch leicht zu reinigen. Zum Saubermachen reicht es, die Planken mit Wasser abzuspritzen, stärkeren Schmutz kann man ohne Probleme mit einem Hochdruckreiniger entfernen. Denn das Polymer macht die Holzfasern auch viel widerstandsfähiger gegen mechanische Belastung als normales Holz. 

Farben, aber bitte maßgeschneidert

Die Dielen wurden im Werk bereits maßgeschneidert produziert: Denn in den grau eingefärbten Flächen zeichnen anthrazitfarbene Dreiecke ein Muster in den Boden. Dafür mussten die grauen und anthrazitfarbenen Dielen schräg geschnitten exakt aneinandergepasst und gleichzeitig millimetergenau so an die Nachbardiele angeschlossen werden, dass das Muster wie mit einer Schablone aufgemalt aussieht. Diese technisch anspruchsvollen Bereiche kamen werksseitig bereits fertig zugeschnitten von Naturinform. 

Der Natur nachempfunden

Verbaut wurde „Die Kernige“ von Naturinform. Dieser Dielentyp kombiniert Belastbarkeit mit edler Holzoptik. Die Oberfläche hat eine individuelle Maserung und ist fein gebürstet. Die Dielen können ohne sichtbare Verklammerung montiert werden und sind gerade durch ihre Stärke von 21 Millimeter auch für den gewerblichen Bereich geeignet.

Rundum umweltfreundlich

Naturinform produziert seine Dielen strikt ökologisch. Für sie wird kein einziger Baum gefällt. Ausschließlich feine Holzspäne, die als Sekundärprodukte in Sägewerken entstehen, werden dazu verwendet. Es handelt sich um PEFC-zertifiziertes Holz aus ökologisch bewirtschafteten Wäldern. Die Verwendung von Tropenholz ist damit strikt ausgeschlossen. Die organische Komponente des Verbundstoffes ist umweltfreundliches Polyethylen. Anders als bei herkömmlichem Holz müssen bei Naturinform-Dielen keine umweltbelastenden Chemikalien zur Pflege eingesetzt werden, auf Fungizide und Pestizide wird bei der Produktion komplett verzichtet.

Für alle Dielen und Fassadenprofile von Naturinform liegen die nach internationalen Normen erstellten Umwelt-Produktdeklarationen (EPDs) vor. Alle Produkte werden kontinuierlich Qualitätskontrollen und Belastungstests unterzogen, um eine gleichbleibend tadellose und erstklassige Holzwerkstoffqualität sicherzustellen. Das Unternehmen gibt eine fünfjährige Garantie auf seine Produkte. Die Terrassendielen sind zu 100 Prozent recyclebar und können zu diesem Zweck im Werk im bayrischen Redwitz abgegeben werden.

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blocher partners Office, Mannheim »

Dauerhaftes und nachhaltiges Design – dafür steht blocher partners. Mit Niederlassungen in Stuttgart, Mannheim und Neu-Delhi ist das Architekturbüro eine der ersten Adressen für ganzheitliche Projektentwicklungen. Die Projekte von blocher partners vermitteln eine besondere Atmosphäre: Sie prägt ein puristischer Stil mit spannenden und lebendig wirkenden Materialkompositionen. Dies war auch die Maßgabe für die Gestaltung der eigenen Büroräume in einem mischgenutzten, viergeschossigen Gebäude ...weiter lesen »

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Sanierung der Mensa am Campus Hubland Süd

Der Campus Hubland Süd der Julius-Maximilians-Universität Würzburg befindet sich am östlichen Stadtrand Würzburgs und grenzt an die Gemeinde Gerbrunn. Das Erweiterungsgelände der Universität entstand in den 1960er Jahren und wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut. Die von den Sanierungsarbeiten betroffenen Bauten des Zentralbereichs wurden auf Basis eines Entwurfs des Architekten Freiherr von Branca geplant und zwischen 1974 und 1981 realisiert.

Sowohl Gebäudesubstanz als auch die technische Infrastruktur entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards. Baurechtliche, bautechnische, hygienische und funktionelle Mängel machen eine Generalsanierung unumgänglich. Neben diesen Mängeln sind außerdem die energetische Ertüchtigung der Anlagentechnik sowie die Optimierung der Barrierefreiheit vorgesehen. Die pbr Planungsbüro Rohling AG wurde vom Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Würzburg, im Rahmen eines europaweiten VOF-Verfahrens mit der Architekturplanung für die Sanierung beauftragt. Im März dieses Jahres beginnt die Schadstoffsanierung.

In der Mensa werden die räumliche Nutzung und die funktionellen Abläufe an einen zeitgemäßen Mensabetrieb angepasst. Ziel der Maßnahme ist es, sicherzustellen, dass im Hinblick auf die steigenden Studentenzahlen die primäre Aufgabe der Essensversorgung mit einer modernen Großküchentechnik und optimierten Abläufen nachhaltig gewährleistet werden kann. Auch die zentrale Funktion als Kommunikations- und Veranstaltungsort mit entsprechenden räumlichen Voraussetzungen und einer hohen Aufenthaltsqualität spielt dabei eine wichtige Rolle.

Um die Essensversorgung der Studenten während der Bauphase sicherzustellen, wird die Versorgung von anderen Mensastandorten des Studentenwerks erfolgen. Im Zusammenhang mit der Gesamtmaßnahme erfolgt die Sanierung des angrenzenden Nebengebäudes.

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Jakob Sigle Heim Kornwestheim

In Kornwestheim realisieren wulf architekten den Neubau des Wohn- und Pflegeheims Jakob-Sigle-Heim bei laufendem Pflegebetrieb. Der erste Bauabschnitt überzeugt mit gut organisierten Grundrissen und einer geschickten Erkerlösung, die die Zimmer bereichert und der Fassade das gewisse Etwas verleiht. Das Energiekonzept setzt auf ein ...weiter lesen »

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Privathaus, Gdynia (Polen)

Ein Privathaus nach dem Entwurf des polnischen Architekturbüros Arch-Deco aus Gdynia demonstriert die gelungene Verbindung von Individualität, Stil und exquisiter Lage. Um den atemberaubenden Panoramablick über die Danziger Bucht überall im Gebäude erlebbar zu machen, wurde das Objekt auf drei ...weiter lesen »

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Kletterzentrum Ostwestfalen-Lippe, Brakel »

Im Kletterzentrum Ostwestfalen-Lippe in Brakel klettern Höhenbegeisterte seit Anfang 2017 dem Himmel entgegen. Über dem höchsten Kletterturm sorgt ein Lichtband aus dem Hause LAMILUX für Tageslicht und Frischluft in der Halle. Für die Sportler entsteht so das Gefühl, eine echte Bergwand zu erklimmen. Die integrierten Rauch- und Wärmeabzugsanlagen schützen die Besucher zudem vor den ...weiter lesen »

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„Oliveda“-Flagship-Store, Düsseldorf

Das uralte Wissen um die Lebenskraft des Olivenbaums macht die Markenidentität des Naturkosmetik-Herstellers „Oliveda“ aus. Im Flagship-Store in Düsseldorf soll dieser Markenwert erlebbar werden. Unternehmen und Interior-Designer entschieden sich für natürliche Materialien, ein Farbkonzept, in dem die schwarze Olive als Hauptbestandteil der Produkte eine wichtige Rolle spielt. Charaktervolle Keramikfliesen aus dem klassischen Tunnelofen unterstreichen dieses Konzept, denn sie verkörpern Originalität, Authentizität und Materialität.

Der „Oliveda“-Flagship-Store in Düsseldorf spiegelt die Kernelemente der Markengeschichte durch zentrale Elemente der Innenarchitektur wider: Kassettendecke und ...weiter lesen »

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Rosensteinquartier Stuttgart »

Das Architekturbüro Ackermann + Raff realisierte mit dem Siedlungswerk Stuttgart den 1. Bauabschnitt der Wohnbebauung im neu entstehenden Rosensteinquartier. Das Projekt ist das erste, das nach dem „Stuttgarter Innenentwicklungsmodell“ (SIM) geplant wurde und überzeugt mit einem zukunftweisenden Heiz- und Kühlkonzept auf Basis innovativer Eisspeichertechnologie.

Erfahren Sie mehr zum Projekt und der eingesetzten Technik »

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Alte Leipziger Versicherung, Oberursel

Das Projekt ClimateOffice trägt weiter Früchte – C+P hat die Büroarbeitsplätze der Alte Leipziger Versicherung im hessischen Oberursel eingerichtet. Für die Büroplanung wurde PFERSICH Projektmanagement von der Alte Leipziger Versicherung engagiert. Die ersten beiden Bauabschnitte sind bereits realisiert und die Mitarbeiter konnten ihre neuen Büroräume beziehen. Neben dem Wunsch eine freundliche Wohlfühlatmosphäre durch Begrünung zu schaffen, war es der Alte Leipziger Versicherung ebenso wichtig, die Akustik im Büro zu verbessern. Im Fokus stand die ...weiter lesen »

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smilike.me Kieferorthopädenzentrum, Hamburg »

Die innovativen Kieferorthopädiezentren „smilike.me“ zeichnen sich durch ein modernes Raumkonzept mit hellen, freundlichen Behandlungsräumen und loungeartigen Wartebereichen aus. Herzstück und Eyecatcher ist ein futuristisch anmutendes Infocenter, das als geschlossene Raumzelle (Centerpiece) mitten im Raum steht. Die dreidimensionale Sonderkonstruktion wurde von ... weiter lesen »

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