Staatliche Grund- und Regelschule Tanna

Eine Schule in KIWI-Grün - ein Farbkonzept, das fordert. Auch herausfordert! Die Farbtöne nach dem Geschmack der Architekten - zu gewagt für die alte Dame aus dem Jahr 1974?

Keine andere Farbe steht so sehr für Lebenskraft wie gelbgrün. Dieser Farbton verbindet die sonnige, lichte und expansive Energie des Gelb mit der harmonischen, ruhigen und ausgleichenden Energie des Grüns. Gelbgrün repräsentiert den Wunsch nach stetigen Wandel und aktivem Sein, die drängende Lust am Leben, die Spontanität und die Offenheit für einen Neuanfang.

Doch auch die technische Ausstattung ist hier hervorzuheben. Die elektrisch gesteuerten Medienträger und das Digistorium in Chemie, die Vollausstattung in der Hauswirtschaft, der Physikraum und die Computerkabinette.

Um größere Veranstaltungen in der neu integrierten Aula, die mit dem ebenfalls neu geplanten Speisesaal kombiniert werden kann, durchführen zu können, wurde eine zentrale Lüftungsanlage im Kellergeschoss eingebaut.

Die gesamte Schule wurde auch einer vollständigen energetischen Sanierung unterzogen. Bewegungsmelder, Lichtsteuerung, Automation, Jalousieanlagen, Fernwärme vom Holzheizkraftwerk (Erneuerbare Energien heißt hierfür das Schlagwort) sind als technische Leistungen eingeflossen, um neben Fenstern und Wärmedämmung das Gebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen.

Das Gebäude wurde um ein neues Element „den Laubengang“ erweitert. Dieser dient zur Erschließung aller Klassenräume, die nunmehr auch alle die gleiche Grundfläche besitzen. Dieses Element ist unschwer durch die angebrachte Farbgestaltung als Flurzone erkennbar.

Die ursprünglich vorhandenen vier Treppenhäuser wurden auf jetzt drei reduziert. An die Stelle des zentralen Treppenhauses des früheren Haupteinganges wurden die Sanitären Anlagen sowie der zentrale Aufzug eingebaut.

Das Gebäude ist funktionsgerecht und hat Atmosphäre. Mit der umgebauten und erweiterten Schule wurde nicht nur die Raumsituation verbessert, sondern auch gute Bedingungen für den Unterricht geschaffen.

… weiter »

Hunke – Juwelier und Optik

Familie Hunke führt seit vielen Jahren erfolgreich Juwelier- und Optikergeschäfte in zentraler innerstädtischer Lage in Ludwigsburg, unweit von Stuttgart. Um die führende Position in der Region halten und auf ein solides Fundament für die nächsten Generationen bauen zu können, sollten Schmuck, Uhren und Augenoptik unter einem Dach vereint werden. Aus drei im Familienbesitz befindlichen, in die Jahre gekommenen Bestandsgebäuden entstand ein zukunftsfähiges Ladengeschäft. Die Eigentümer wünschten sich sehr persönliche, die Geschichte des Gebäudes und der Familie wiederspiegelnde Räume mit einer entspannten Hochwertigkeit. Auf 750 m² Grundfläche sind in enger Abstimmung mit den Bauherren ikonographische Ausstellungs- und Verkaufsräume mit einer großen Strahlkraft nach innen und außen entstanden. Bislang unterschiedliche Nutzungseinheiten wurden zu einem schlüssigen Grundriss miteinander verbunden. Das unter Denkmalschutz stehende Haus des ehemaligen Hofjuweliers Kiesel, Teile des Hinterhofs sowie die dort befindliche historische Königliche Silberschmiede wurden integriert. Die gesamte Fassade erfuhr eine denkmalschutzgerechte Sanierung und gliedert sich nun wieder rhythmisch in die Innenstadtbebauung ein.

Juwelier und Augenoptik bilden zwei unabhängige Nutzungseinheiten, deren unterschiedliche Produktwelten und Zielgruppen sich in einem visuell zusammengehörigen und gleichzeitig differenzierten Material- und Farbkonzept wiederspiegeln.

Der Zugang zum Juweliergeschäft erfolgt von der Kirchstraße. Die Zonierung um das Kieselhaus und die Heterogenität des Grundrisses ermöglicht ein vielfältiges Raumangebot. So werden die Uhren in einem schmalen, geradezu intimen Bereich rechts vom Eingang präsentiert. Das mit geflochtenem Messing verkleidete denkmalgeschützte, frühere Wohn- und Geschäftshaus der Familie Kiesel schafft einen authentischen Hintergrund für die ausgestellten Produkte und verweist auf deren Handwerklichkeit und Materialität. Im großzügigen Schmuckbereich zur Linken erzeugen der lose auf den polierten Sichtestrich aufgelegte Teppich, die weichen Vorhänge und die perfekte Beleuchtung eine dezente Eleganz und wohnlich entspannte Atmosphäre. Fokuspunkte sind das geflochtene Metall und der Empfangsbereich mit seinem Wechselspiel aus glattem Marmor und fließenden Vorhangsegmenten. Das dreidimensionale Gipsrelief an der gegenüberliegenden Wand zieht den Besucher mit seinem interessanten Licht- und Schattenspiel in den hinteren Bereich des Ladens.

Vorbei an Kassenbereich und Cafébar öffnet sich der Raum in ein zweigeschossiges Atrium. Dieses bildet heute an Stelle des einstigen Innenhofes die räumliche Klammer zwischen der alten Silberschmiede und dem Kieselhaus. Hier kulminiert Materialvielfalt und Schichtigkeit. Geschichte wird sichtbar und begreifbar. Mundgeblasene Glasleuchten fallen wie golden schimmernde Regentropfen herab und ziehen den Blick nach oben. Ihr Lichtschein spiegelt sich auf der schwarzen, glänzenden Wand mit den rhythmisierten Öffnungen und gibt dem Raum eine geheimnisvolle Aura. Der vergoldete Deckenausschnitt über dem Luftraum ist eine Reminiszenz an Gold als bereits vor Tausenden von Jahren genutztes Material der Goldschmiedekunst und strahlt gleich einer ewigen Sonne über dem Luftraum. Einen schönen Kontrast zu den neuen, glatten Oberflächen und der metallummantelten Fassade des historischen Kieselhauses setzt die unverputzte Backsteinwand der ehemaligen Silberschmiede. Für die Beratung der Kunden im hochpreisigen Segment schaffen drei luxuriöse, mit Lederoberflächen und Messingelementen ausgestattete Besprechungsinseln und ein gemütlicher Lounge-Bereich im Atrium eine sehr hochwertige und dennoch entspannte Atmosphäre.

Das Kieselhaus markiert einen zentralen Punkt im Grundriss. Im Inneren verbirgt sich die 400 Jahre alte „gute Stube“ mit dem Originalmobiliar, die heute als Erweiterung der Beratungszone für den Uhrenbereich dient. Im hinteren Bereich ist eine hochwertige Markenpräsentation von Rolex-Uhren untergebracht. Ein auf die in einem warmen Rosé-Ton gestrichene Wand aufgebrachter Text lenkt die Aufmerksamkeit auf die revitalisierte historische Treppe ins Obergeschoss. Den Besucher begleitet die „Wall of Love“ auf der anderen Treppenhauswand nach oben: Die gewählten Namenspaare stehen für die Kraft der Liebe, die weder beim Geschlecht noch bei der Herkunft Grenzen kennt.

Im Obergeschoss kontrastieren die respektvoll in das Möblierungskonzept eingebundenen, bereits vom Hoflieferant und Silberschmied Kiesel genutzten schwarzen Holzvitrinen und die Farbpalette aus dunklen Lapislazuli-Tönen mit dem in unschuldigem weiß gehaltenen Beratungsbereich für Trauringe. Die Lufträume ermöglichen Blickbeziehungen nach unten und geben der Ausstellungsfläche Leichtigkeit trotz der geringen Deckenhöhe.

Familie Hunke versteht sich von jeher als Kurator für unverwechselbare und individuelle Schmuckstücke, die die Persönlichkeit ihrer Besitzer unterstreichen. Mit dem neuen Juweliergeschäft, das selbst zu einem erinnerungsfähigen Schmuckstück wird, unterstreichen wir diese Philosophie.

Hunke bietet mit dem Geschäftsfeld Augenoptik Brillen für Individualisten und Fashionliebhaber. Im Bereich Sonnenbrillen weitet sich die Auswahl mit trendigen und jungen Produkten. Mit Materialauswahl und Farbwelt zitieren wir den Bereich Schmuck und Uhren, geben dem Optiker aber ein eigenständiges, urbanes Erscheinungsbild.

Die großen Fenster gewähren maximale Einsicht in das repräsentative Ladeninnere, das somit selbst zum Schaufenster wird. Regale aus leuchtend farbigem Plexiglas sind Blickfang und machen die Kunden neugierig. Der Eingang von der belebten Asperger Straße führt auf den zentralen Servicebereich mit angeschlossener Cafébar zu, der den Mittelpunkt des Raumes markiert und der Philosophie der Familie Hunke mit dem Fokus auf Service, Beratung und persönlichem Kundenkontakt Rechnung trägt. In entspannter Atmosphäre kann die Kundenbindung zwanglos intensiviert werden.

Die farbigen Regale zonieren die Bereiche für Sonnenbrillen, Korrekturbrillen und Lounge; das leuchtend rote Regal markiert den Übergang zum Juwelier und die Treppe ins Obergeschoss. Assoziationen an Schminktische wecken die präzise beleuchteten Vitrinen, die mit den dahinterliegenden dunklen Vorhängen die perfekte Bühne für die Präsentation der Brillen bieten. Die abgewinkelte Form mit den integrierten Spiegeln und der weiche Stoff erzeugen eine private Atmosphäre. In sich optisch zurücknehmenden Vitrinen aus dunklem Holz findet sich ausreichend Stauraum für das umfangreiche Sortiment.

Für die Beratung der Kunden stehen Bereiche mit unterschiedlichen Intimitäten zur Verfügung: Besprechungsinseln entlang der Fassade, zurückgezogene Sitznischen und Tische im hinteren Bereich sowie die Cafébar. Für schnell entschlossene Käufer können außerdem die Vitrinen für die Beratung im Stehen genutzt werden.

Der gesamte Laden ist mit einem geschliffenen Sichtestrich als Bodenbelag ausgestattet. Lose aufgelegte Teppiche markieren die Beratungsbereiche und schaffen eine wohnliche Atmosphäre. Der Charakter des Raumes wird bestimmt von dunklem Holz, Lapislazuli und Rosenquarz-Tönen, aufgelockert von der glühenden Farbigkeit des Plexiglases und den leuchtenden weißen Vitrinen.

In enger Abstimmung mit den Bauherren haben wir für Familie Hunke Innenräume geschaffen, die mit hochwertigen Materialien den jeweils passenden, luxuriösen Rahmen für Schmuckstücke, Uhren und Brillen bilden, ohne bei den Kunden Schwellenangst zu erzeugen. Das realisierte Konzept verbindet in einer einzigartigen Symbiose neue und bestehende Gebäudeteile und Elemente zu einem tragfähigen Einzelhandelskonzept für die Zukunft des Familienunternehmens Hunke am Standort Ludwigsburg.

… weiter »

Sanierung Wohn- und Geschäftshaus

Von 1790 bis 1795 ließ der Handelskommisär Nikolaus Trautmann das Wohn- und Geschäftshaus erbauen. Das marode Hinterhaus, welches im 19. Jahrhundert angebaut wurde und lange Zeit leer stand, ist mit Beginn der Baumaßnahme abgerissen worden. Anfang 2016 wurde mit den anspruchsvollen Umbau- und Sanierungsarbeiten des historischen Vorderhauses begonnen. Die Fassade mit gelblich weißen Verzierungen und olivgrünen Fenstern wurde in Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde nach dem historischen Vorbild neu gestaltet. Das neu angebaute Treppenhaus dient ausschließlich der Erschließung - somit konnte das gesamte Vorderhaus für die eigentliche Nutzung bereitgestellt werden. Im Erdgeschoss befindet sich ab sofort das neue Servicebüro der Stadtwerke Energie Jena-Pößneck GmbH. Auf etwa 100 Quadratmetern befinden sich die Servicearbeitsplätze, ein Wartebereich sowie ein Beratungsraum. Auf zwei weiteren Etagen sind moderne und großzügige Wohnungen mit großen Wohnküchen und Balkonen entstanden, die durch einen eingebauten Aufzug barrierefrei erschlossen werden. Um den ursprünglichen Charakter auch im Inneren hervorzuheben, wurden die Bruchsteinwände im neuen Servicebüro optisch erhalten. Somit konnte ein Zusammenspiel zwischen einem modernen Eingangsbereich und historischer Fassade erzielt werden. Nach zweijähriger intensiver Umbau- und Sanierungsarbeiten konnte das historische Trautmannsche Haus Anfang Juni 2017 eröffnet werden. Das Gebäude wurde aufwendig im alten Stil saniert und erscheint nun im neuen Glanz. Ein neues Schmuckstück der Pößnecker Innenstadt ist entstanden. Als weiteren Service wurde eine Elektro - Ladesäule hinter dem Gebäude errichtet. Die Fläche des ehemaligen Hinterhauses wurde als private Parkfläche für Mieter und Personal ausgebaut. Die Grundmauern des alten Hinterhauses blieben erhalten und wurden historisch aufgearbeitet. Die alten Sandsteingewände wurden saniert und optisch herausgearbeitet. Die neue Toreinfahrt setzt sich mit seinem neuen Rundbogen elegant in Szene. Die städtebauliche Struktur konnte mit Erhalt der Grundmauern des alten Hinterhauses erhalten bleiben. Das neu entstandene Areal ist ansprechend und wirkt hell und freundlich.

… weiter »

Brauneis Textilien: Alter Standort – neuer Look

Der angesagte Damen- und Herren Textiler „Brauneis“, an der „Großen Eschenheimer Straße“, erweiterte im August 2017 seine bestehende Verkaufsfläche. Das attraktive Ladenlokal wurde im Erdgeschoss um ca. 70 m² vergrößert. Mittels eines großflächigen Durchbruchs wurde die danebenliegende Geschäftsfläche hinzugenommen. Damit veränderte sich auch die Fassadengestaltung des Frankfurter Modeanbieters. Symmetrisch aufgebaut präsentieren sich nun zwei Schaufenster in der stilvollen alten Stein-Fassade. Eine moderne und transparente Lamellengestaltung bildet die Rückwand des Schaufensterbereiches und sorgt für gelenkte Einblicke in den Verkaufsraum.
Die Raumaufteilung und der Raumzuschnitt sind sehr klar und übersichtlich. Die jeweiligen Umkleidekabinen für Damen und Herren befinden sich jeweils im hinteren Bereich der Verkaufsfläche im Erdgeschoss.
Eine mittig angeordnete, offene Holz-Stahltreppe windet sich geradlinig um ein offenes Regal. Über zwei Etagen entsteht so ein überdimensionaler Raumteiler, der den Kunden zum oben liegenden Verkaufsraum führt. Das Ladendesign ist in gedeckten Farben gehalten. Der Damenbereich in weichen Cremetönen, der Herrenbereich in Schwarz –und Grautönen. Das Mobiliar ist sehr transparent und passt sich in seiner Oberfläche der Betonoptik des Fußbodens an. Die Ladeneinrichtung und die Warenträger wirken in den etwa vier Meter hohen Räumen sehr minimalistisch und pur. Fast galerieartig lassen einfache Kuben, Kleiderstangen und schlichte Regale die Ware in den Vordergrund treten.
Bei diesem Retaildesign setzt die Raum- und Innenarchitektur in gekonnter Kombination zur puristischen Ladeneinrichtung ein deutliches Statement. Der Store wirkt einladend, klar strukturiert und modern. Der gesamte Innenausbau ist dezent und zurückhaltend, keine Images, Logos oder Materialspielereien, die von der Ware ablenken würden –
Eine Bühne für die Modewelt Brauneis!

… weiter »

EDEKA Gaimersheim

Auf Basis eines von EDEKA Südbayern entwickelten neuen Konzeptes für Supermärkte, plante ATP München ein E-Center „der nächsten Generation”. Dabei wurden erstmals architektonische Leitdetails, die ATP in einer 2012 ausgelobten und gewonnenen Studie definierte, angewandt. Bereits im Jahr 2006 hatte ATP für EDEKA Südbayern ein erstes Corporate Architecture Konzept entworfen und in Ingolstadt realisiert. Sein neuartiges Erscheinungsbild bildet ein Alleinstellungsmerkmal dieses "Zukunftsmarktes".

Die Fassade mit bodentiefen Glaselementen sorgt für maximale Sichtbarkeit der Produkte durch eine Art Schaufensteratmosphäre. Das transparente Atrium im Zentrum des Marktes verbindet optisch die verschiedenen Bereiche des neuen E-Centers. Diese sind das markentypische „Super-Sign“ des Eingangs, eine Plaza als orientierungsstiftende Fläche mit hoher Aufenthaltsqualität, der neu konzipierte Markt unter einer imposanten Holzdachkonstruktion aus nachhaltigem Holzanbau sowie das Café und der neu konzipierte Feinkosttheken- und Frontcooking-Bereich. Der Neubau wurde nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) mit "Platin" ausgezeichnet.

… weiter »

Mercedes-Benz Frankfurt

Die Zusammenlegung der beiden Standorte Frankfurt und Offenbach erforderte die Errichtung eines neuen regionalen Hauptsitzes. Das dreieckige Grundstück ist umgeben von der Hauptverkehrsachse Frankfurt-Offenbach, einer ICE-Trasse, einem öffentlichen Fuß- und Fahrradweg und Grünflächen.

Das L-förmige, 28.500 qm große Gebäude gliedert sich in drei Hauptbaukörper. Gestalterisches Zentrum ist der gläserne Showroom für die Neuwagenpräsentation. Die offene, helle Ausstellungshalle bildet einen dreigeschossigen Luftraum über zwei Galerieebenen. Außen überragt ein dominantes Flachdach die zurückversetzte Pfostenriegelfassade.

An die Ausstellungshalle grenzen östlich die Baukörper für den Gebrauchtwagenverkauf und die Auslieferung und westlich für Werkstatt und Lager. Daneben liegt die viergeschossige Verwaltung. Der gemäß der Corporate Identity der Marke in tiefschwarz gestaltete Eingang bildet einen Kontrast zur gläsernen Haupthalle. In den Kundenkontaktbereichen im Erdgeschoss akzentuieren unregelmäßig angeordnete Schaufenster die Fassade, während gleichmäßige, durchlaufende Fensterbänder in den Obergeschossen an klassische Bürohäuser erinnern und die Außenansicht beruhigen.

ATP führte mit LCEE das Projekt zur DGNB-Zertifizierung in Gold.

… weiter »

IMP Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie

Das Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie (IMP) bildet den Nukleus des Vienna Biocenters, eines Zentrums für Biowissenschaften von Weltrang. Geänderte Rahmenbedingungen und neue technische Anforderungen in Wissenschaft und Forschung machten den Neubau des Gebäudes notwendig. Die Kernanforderungen an die Planer waren, die Kommunikation unter den 200 Forscher_innen zu fördern, Flexibilität der Labors für künftige technische Anforderungen zu erlauben sowie das Gebäude energetisch zu optimieren. 2013 gewann ATP architekten ingenieure (Wien) den geladenen Wettbewerb und wurde mit der Integralen Planung beauftragt.

Im neuen IMP-Gebäude dreht sich nun alles um Forschung und Interaktion. Herzstück ist ein großzügiges, fünfgeschossiges Atrium, um das sich offene Arbeitsbereiche, gemütliche Meeting Points und die Laborzonen anordnen. Über eine gläserne Brücke ist das IMP mit den gegenüberliegenden Nachbarsinstituten, IMBA und GMI, verbunden und fördert den interdisziplinären Austausch zwischen den Wissenschafter_innen.
Die vertikal gegliederte Fassade des Neubaus verweist – als Anspielung auf einen „DNA-Fingerabdruck“ – bereits von außen auf die Forschungstätigkeit im Inneren.

In enger, integraler Zusammenarbeit mit ATP sustain entwickelte ATP Wien ein lebenszyklusorientiertes, ressourcenschonendes Energiekonzept.

… weiter »

ATP-Büro Innsbruck

Als im ATP-Headquarter in Innsbruck Räumlichkeiten frei wurden, nützte man die Chance, um daraus – nach einem umfangreichen Refit – neuen Workspace für Architekten und Ingenieure zu schaffen. Zur Umsetzung kam hier der Prototyp eines Musterbüros nach dessen Vorbild künftig sämtliche Officeeinheiten an den einzelnen ATP Standorten modernisiert bzw. neu geschaffen werden können. Bedeutsamer Vorteil ist die Kompatibilität des im Zuge dieses Projekts erarbeiteten Konzeptes für jedes Refurbishment-Vorhaben. Ausgestattet auf dem neuesten Stand der Bürotechnik zukunftsfähig gestaltet, überzeugt hier vor allem die maßgeschneiderte Umsetzung auf die Bedürfnisse und Anforderungen der Integralen Planung.
Für dieses „ATP-Büro der Zukunft” nominierte ATP, wie bei jedem anderen Projekt, nach Definition des Projektziels ein hauseigenes interdisziplinäres Team, allerdings unter Einbeziehung von M.O.O.CON, eines externen Spezialisten für Organisations- und Objektentwicklung.

Drei Arbeitsplatzvarianten stehen den Architekten, Tragwerksplanern und Ingenieuren der TGA für ihr simultanes und interdisziplinäres Zusammenspiel zur Verfügung: Offene Bürostrukturen, Bereiche für gruppendynamischen Austausch sowie der BIM-Raum, Kern der neuen ATP-Arbeitswelt. Hier wird die Integrale Planung durch das digitale Gebäudemodells optimal unterstützt.

Neben der Optimierung des Flächenverbrauchs pro Mitarbeiter legte ATP vor allem Wert auf die Faktoren Gesundheit, Wohlbefinden und Komfort. Helle Möblierung in Kombination zu warmen, dunklen Holzelementen, Akustikdecken, schadstoffarme Baumaterialien und eine hochmoderne technische Gebäudeausrüstung generieren ein angenehmes Arbeitsumfeld.

Das gesunde Innenraumklima wird durch ein System unterstützt, welches die Luft säubert und befeuchtet, bevor sie in den Bürokreislauf gelangt, ebenso wie durch automatisch bewässerte Blumenwände und -tröge.
Außergewöhnlich progressiv ist das sensorisch gesteuerte Lichtkonzept der ATP-Fachplaner in Zusammenarbeit mit den Lichtplanern von Bartenbach lighting design, welches LED-Technik mit Schwarmtechnologie nutzt. An den Arbeitsplätzen kommen Präsenz- und Anwesenheitssensoren sowie ein Tageslichtmesskopf in Kombination mit einer Tageslichtsteuerung zum Einsatz.

… weiter »

Unterkunftsgebäude Bereitschaftspolizei Nürnberg

Modellbauvorhaben eines Unterkunftsgebäudes mit KFZ-Stellplätzen in Holzbauweise

Für die Bereitschaftspolizei Nürnberg wurde der Neubau eines Unterkunftsgebäudes mit 324 Betten sowie KFZ-Unterstellhalle realisiert. In seinem äußeren Erscheinungsbild hebt er sich klar von den Bestandsgebäuden ab, nimmt aber gleichzeitig die städtebauliche Grundanordnung der vorhandenen Anlage auf.
Zur Unterbringung der Beamten in Ausbildung wurde ein moderner und zukunftsweisender Holzbau angestrebt, der sich auf dem Stahlbetonsockel der KFZ-Unterstellhalle erhebt. Auf diesem massiven Sockel wurden zwei dreigeschossige Gebäuderiegel in Brettsperrholzbauweise errichtet. Die Funktionen sind klar gegliedert, sowohl geschossweise über KFZ-Halle und Wohngeschosse als auch innerhalb der Geschosse mit den Sozialräumen je am Ende der Riegel. Auch die Trockenräume sind so verteilt, dass sie auf dem Weg in die Zimmer bequem erreicht werden können. Die Funktionen der Zimmer selbst wurden eng mit dem Nutzer und den Beamten in Ausbildung abgestimmt und in zwei gleichwertige Bereiche gegliedert, die eine gewisse Privatsphäre auch zum Lernen und Arbeiten ermöglichen. Das Fensterelement verbindet die beiden Zimmerhälften und markiert einen gemeinschaftlichen Sitz- und Aufenthaltsbereich. Die Dachfläche über der KFZ-Unterstellhalle wurde begrünt und zur Nutzung durch die Bewohner hergerichtet.
Ein Großteil der Innenwände ist als tragende Brettsperrholzkonstruktion ausgeführt. In Teilbereichen (Fluren) wurde mit Sichtholzoptik gearbeitet. In den Zimmern ist ein Großteil der Wände aus Schall- und Brandschutzgründen mit Trockenbau beplankt. Die nichttragenden Innenwände sind als Trockenbauwände ausgebildet. Die Sichtholzdecke wurde nur in Teilbereichen der Zimmer (Zimmerflure und Bäder) und der Gänge abgehängt, um den Holzbau erfahrbar zu machen.
Der Neubau wurde mit einem günstigen A/V-Verhältnis und einem hochwertigen Energiestandard ausgestattet. Die Minimierung des Gebäudeunterhalts konnte durch eine günstige Anordnung der Flächen und die Wahl nachhaltiger Materialien erzielt werden. Die Außenhülle wurde als vorgehängte hinterlüftete Fassade umgesetzt.
Bei der Bayerischen Polizei ist es das erste Bauwerk dieser Größenordnung in Holzbauweise. Um die Qualität und den Modellbaucharakter des Projekts zu unterstreichen, wurde der Neubau mit einer Würdigung des Holzbaupreises 2017 ausgezeichnet.

… weiter »

Maisonette P155

In einem denkmalgeschützten Gründerzeitgebäude in einer begehrten Lage am Rand der Stuttgarter Innenstadt haben ein Architekt und ein Textildesigner ihr neues Refugium gefunden. Sie beziehen dort eine Wohnung, die sich auf dem Grundriss in Form eines spitz zulaufenden Tortenstücks über zwei Geschosse erstreckt. Auf 290 m² erstreckt sich eine lebendige Wunderkammer, gefüllt mit Erinnerungsstücken und Inspirationen, die die beiden auf Reisen gesammelt oder in der Kunst gefunden haben.

Charakteristisch für die Entstehungszeit des Gebäudes ist der Zuschnitt mit einzelnen Zimmern, die sich um einen zentralen Flur anordnen, wurde nur behutsam und unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes angetastet, um ein großzügiges, offenes Spiel mit Durchblicken und Überlagerungen entstehen zu lassen.

Mit dem hellgrau gehaltenen, galerieartigen Flur bildet ein Kabinett, bestückt mit Reiseandenken den Auftakt. Zentrales Element ist eine Holzbank aus Indien, die in den Raum führt und die Sogwirkung des trapezförmigen Grundrisses noch verstärkt. Von hier aus durchzieht schwarzes Fischgratparkett die gesamte Wohnung, die der Raumabfolge etwas Fließendes verleiht und gleichzeitig ein grafisches Gegenstück zur bürgerlichen Gründerzeitarchitektur schafft.

Die Spitze des Flures führt ins Wohnzimmer, ein salonartiger Raum mit starken Farbkontrasten, intensiven grafischen Elementen und großen Formen: Vor hellblauen Wänden steht ein zitronengelbes Bücherregal. Ein hochfloriger Teppich mit seinen großformatigen Geometrien und den kräftigen Farben sowie der Mustache-Chair sind selbst fast mehr Kunst als Möbel und werden doch durch die ausdrucksstarken Bilder und Objekte an den Wänden noch übertroffen. Zwei ineinander geschnittene runde Flächen an der Decke übernehmen das Kreisthema, das im Raum mehrfach angesprochen wird, und wirken wie Spotlights auf das Geschehen.

Das Esszimmer dominieren textile Materialien wie die dunkelgrüne Seidentapete und Fundstücke von Reisen, darunter usbekische Ikatgewebe, indische Seidenstickereien, laotische Textilapplikationen und afrikanisches Losa-Flechtwerke. Eine Deckenmalerei von Alix Waline dynamisiert den Raum. Im Zentrum steht ein großer Tisch aus Palisander, um den herum verschiedene Stühle gruppiert sind. Ein Teil der Tischplatte ist schwarz lackiert. Die glänzende Oberfläche stellt Verbindungen zum Klavier und zu einem an der Wand hängenden Sideboard aus Räuchereiche her. Dessen partielle Lackierung wird zum durchbrochenen Spiegel und löst die Materialität des Möbels auf. Ein handgehäkelter Vorhang aus Papiergarn nimmt das textile Thema noch einmal auf abstrakte Art auf und steht im Kontrast zum schweren, eleganten kit-farbenem Baumwoll-Velour.

Esszimmer und Salon werden an den Enden durch ein kleines Erkerzimmer verbunden. Hier verschmelzen der grafische Charakter des einen und die textile Materialität des anderen Raums in einer eigens entworfenen psychedelischen Tapete. Sie fordert das Auge und schafft einen spannenden Hintergrund für farbstarke Kunstwerke. Im Kontrast dazu steht die ruhige, natürliche Materialwelt der Möbel und das intensive Licht, das durch goldfarbene Jalousien in den Raum fällt und diesen erstrahlen lässt.

Vom anderen Ende des Salons führt eine asymmetrische, geschwungene Wandöffnung in das Treppenzimmer, der einzige Raum in dem das originale Eichenparkett erhalten ist. Die Wände bedeckt hier vollständig eine handgedruckte englische Tapete mit einem opulenten Dschungelmotiv. Die exotische Atmosphäre wird durch ein lebensgroßes Holzpferd, ein archaisches Artefakt aus Indien, das vor einer dunkelgrauen Rauchglaswand steht, noch verstärkt. Darüber schweben, einem Reiter aus Licht gleichend, aus einer Deckenöffnung zwei abgependelte Leuchten, die eine erste Verbindung zur oberen Etage herstellen. Erreicht wird diese über eine Treppe mit tief violetten Stufen und dunkelgrünem Treppenlauf.

Vom Treppenzimmer führt eine zweiflügelige Tür in das Schlafzimmer, das gleichzeitig auch Bibliothek ist. Ein raumhohes Buchregal hängt vor der Längsseite und zieht den Blick in den Raum. Die verspiegelte Wand zur Ankleide verstärkt die Tiefenwirkung weiter. Das dunkle Holz der Regale und Sideboards sowie der elegante Farbton der Wand prägen die sanfte Stimmung im Raum. Ein aufgelegter Berberteppich und das Leder des Betts unterstützen den ruhigen, eleganten Eindruck. Durch eine versteckte Tür in der Spiegelwand gelangt man in die Ankleide. Den Raum füllen zwei große weiße Hängeschränke. Zwei kreisförmig eingeschnittene Spiegelflächen lösen das Volumen der Möbel auf.

Rechterhand zum Flur liegt ein geräumiges Bad. Die lachsfarbene Gestaltung des Raums steht in harmonischem Dialog zum Muschelkalk des Bodens und einiger Wände. Mehrere Spiegelflächen erweitern den Raum und schaffen über die Spiegelungen optische Brücken in die anderen Räumen. Ein freistehendes Waschtischmöbel aus Palisander mit aufgesetztem Spiegelkörper schafft eine starke Mitte, um die sich eine freistehende Badewanne und eine Walk-In Dusche gruppieren. Schwarze Holzjalousien und eine schwarzes Punktraster an der Decke schaffen den notwendigen Kontrast in der weichen Stimmung.

Daran schließt sich das Gym an, das gleichzeitig als Gästezimmer genutzt werden kann. Zitronengelbe Wände, die in einem leichten Verlauf in die Decke übergehen, laden den Raum mit Energie auf. Ein raumhoher Wandschrank schafft Stauraum und bietet Platz für ein ausklappbares Gästebett. Gleichzeitig bietet er durch seine verspiegelten Fronten den passenden Hintergrund für den täglichen Work-out.

Die Küche am anderen Ende der Wohnung wird durch den eingestellten Küchenblock aus Edelstahl bestimmt. Kochen mit Freunden gehört zu den Leidenschaften der Bewohner. Originale Fliesen an Boden und Wand  stehen im reizvollen Kontrast zu präzisen, scharfkantigen Einbauschränken aus Mineralwerkstoff. Ein freistehender runder Marmortisch bietet Platz für ein Essen in kleiner Runde.

Neben der Küche befindet sich die Gästetoilette. Der kleine Raum mit vielen Aufputzrohrleitungen wurde mit einer Vorsatzschale polygonal verkleidet. Die gefaltete Wirkung der Wände wird durch eine geometrische Bemalung wieder aufgelöst. Ein weich geformter Spiegel schafft den willkommenen Kontrast und lässt den Raum größer scheinen.

In der oberen Etage befindet sich das geräumige Arbeitszimmer mit einer privaten TV-Lounge. Das lichtdurchflutete Dachgeschoss hat Zugang zu einer großzügigen Terrasse, von der man in die Baumkronen der angrenzenden Allee schaut. Auf der anderen Seite bietet sich ein schöner Blick über Stuttgart. Das grüne Thema wird hier zum Programm: der Raum ist gefüllt mit Sukkulenten verschiedener Formen und Grüntönen. Ein Bett in einer der Gaupen bietet Platz für weiteren besuch. Ein innenliegendes Badezimmer mit Dampfdusche und großzügiger Sichtbeziehung zum Raum und nach außen schafft ein sinnliches Zentrum.

Die Maisonette ist Museum der Erinnerungen und Showroom der Kreativität ihrer Bewohner gleichermaßen. Statt einer geschlossenen, durchgängigen Ästhetik erlebt man die Wohnung als Collage von verschiedensten Stimmungen. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit gehen sie eine Synthese ein, die in den einzelnen Räumen die Persönlichkeit der Bewohner widerspiegelt.

… weiter »
1 bis 20 von 4.658
RSS-FeedRSS-Feed
1 bis 20 von 4.658
Suche verfeinern:
suchen
Erweiterte Suche
Gebäudetyp:
Land:
Architekt:
Hersteller:
Suche von A-Z
Suchfeld:
Sortierung
Sortierfeld:
Ergebnisse anzeigen:

Promotion

Hinweis

Sie haben bereits ein Büroprofil auf arcguide.de und möchten Ihre neuesten Projekte vorstellen?

Dann füllen Sie einfach unser Projektformular aus.

Wir veröffentlichen dann umgehend Ihr Projekt auf arcguide.de.

Ihre Ansprechpartnerin:
Monika Attermeyer
monika.attermeyer@konradin.de
0711 7594-309 (vormittags)