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Jung geblieben

Vor knapp vierzig Jahren stellte das Unternehmen Albrecht JUNG in Schalksmühle das Schalterprogramm LS vor. Die Entwickler der Serie setzten auf ein funktionales, zeitlos klassisches Design, die strengen Prinzipien des Bauhauses dienten Ihnen dabei als Vorbild. Die Konsequenz hat sich ausgezahlt. Nahezu unverändert erfreut sich das schlichte Design der Schalter bei Architekten und Innenarchitekten bis heute sehr großer Beliebtheit.

Minimalismus im Quadrat
1969 – zur Erinnerung: Willy Brandt wird Bundeskanzler in einer sozialliberalen Koalition, Neil Armstrong betritt als erster Mensch den Mond. Zwei der wichtigsten deutschen Architekten Walter Gropius, der Gründer des Bauhauses, und Ludwig Mies van der Rohe, der das Bauhaus von 1930 bis 1932 leitete, sterben in diesem Jahr.

In diesem Jahr wird das Schalterprogramm LS auf dem Markt eingeführt, doch die Erfolgsgeschichte beginnt eigentlich bereits ein Jahr zuvor mit dem Entwurf. Der hohe Gebrauchswert und die Reduktion auf das Wesentliche, ganz im Sinne der Architekten der Moderne, sind die Grundsätze für die Entwicklung der strengen, kantigen Form des Programms. Mit klaren Linien, glatten Flächen und flachem Aufbau kann das Design von Anfang an überzeugen.

Das Grundmodul der Schalterserie ist ein minimalistisches Quadrat:
70 x 70 mm misst die Wippe, 81 x 81 mm der Rahmen. Das Achs-maß beträgt 71 mm, es liegt dem Programm bis heute zugrunde. Das modulare Prinzip ist einfach, aber genial, denn in diesem Maß lassen sich Einfach- oder Doppelschalter, Steckdosen sowie Helligkeitsregler, Elektronikschalter und Sondergeräte aller Art unterbringen.

Das „JUNG-Mobil-Schalter-System“ wird 1969 mit fünf verschiedenen Rahmen und Wippen angeboten, die je nach Wunsch miteinander kombiniert werden können. Die Rahmen der ersten Auflage des Programms sind in den Farben weiß, grau, braun, silber-metallic sowie in braun mit Lederstruktur erhältlich. Die Wippen stehen in silber und gold eloxiert, antik-braun oder aber in schwarz-ledergenarbt zur Auswahl. Lichtschalter und Steckdosen konnten also schon damals flexibel an die Raumgestaltung angepasst werden.

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