10.02.2012 |
Vom 2. bis bis zum 5. Februar 2012 haben die World Architects‘ Masters (WAM Open) in Ischgl
(Österreich) stattgefunden. Dieser Event, der auf eine Initiative der ap35 GmbH in Ulm zurückgeht
und nun bereits zum zweiten Mal veranstaltet worden ist, versteht sich als eine internationale
Netzwerkplattform und setzt sich zum Ziel, Architekten und innovative Unternehmen in informeller Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu bringen. Neben den Skimeisterschaften fand auch die erste ACFx-Konferenz im Pardorama über den Wolken Ischgls statt. Architekten aus 11 Nationen hatten drei Tage lang die Gelegenheit, sich in den Disziplinen Parallelslalom und Riesentorlauf miteinander zu messen und mit Vertretern der oben genannten Unternehmen ins Gespräch zu kommen. Gesponsert wurden die WAM Open 2012 von den folgenden Unternehmen: Admonter. Eine Marke der STIA Holzindustrie GmbH | Freyer & Ploch GmbH | Gira Giersiepen GmbH & Co. KG | Heinrich Schmid GmbH & Co. KG | Häfele GmbH & Co. KG | Höller KG | Jeld-Wen
Deutschland GmbH & Co. KG | Lindner AG | Object Carpet GmbH.
Blick in die Zukunft
Die WAM Open nahmen dieses Jahr ihren Anfang am Abend des 1. Februar, als die ersten
Teilnehmer und Referenten nach einer kurzen Nachtwanderung mit Glühwein und einem guten
Essen in der Wildererhütte in Ischgl begrüßt wurden. Am 2.2.2012, eröffnete Andreas Pfetsch,
Geschäftsführer der ap35 GmbH, die Architekturkonferenz namens Architecture Corporate Foresight (ACFx), die zum ersten Mal durchgeführt wurde. Unter dem Motto „Minds of Tomorrow“ wagten 15 renommierte Redner einen Blick in die Zukunft der Architektur: so befassten sich Sebastian Raßmann (TrendOne), Tobias Mayer (Airbus), und Gert van de Keuken (Trend Union) in dem ersten Panel namens „Trend Research“ mit dem Phänomen Trends – was lässt sich bereits jetzt an Hand von Trendforschung und dem Vorhersagen von Trends an der Zukunft ablesen. Harald Katzenschläger (Dream Academia), Steve Rogers (Google UX EMEA), Sam Kronick (University of California) und Robert Miles Kemp (Variate City Labs, Los Angeles) nahmen in dem zweiten Panel
„Interaction, Design & Media“ in dem Umstand ihren Ausgangspunkt, dass die globalisierte Welt zu einem einzigen interaktiven Begegnungsraum geworden ist, in dem nicht nur Menschen, sondern
auch Objekte und Gebäude angefangen haben, miteinander zu ‚reden‘. Unter dem Stichwort
„Architecture Thinking“ gingen Wolfgang Kessling (Transsolar), Astrid Piber (UNStudio), Andreas
Huber (Lindner KG), und Chris Bosse (Lava Architects) im dritten Panel der Frage nach, wie die
Architektur das Bauen von morgen begreift: in welche Richtung bewegt sich die Welt, und welche
Möglichkeiten hat die Architektur, antizipierend auf diese Entwicklungen Bezug zu nehmen? Im letzen Panel, „Urban Design & Megacities“, stand schließlich die wachsende Urbanisierung der Welt im Mittelpunkt, zu der sich Assaf Biderman (SENSEable City Lab), Sebastian Finckh (Jürgen Mayer H. Architekten), Alexander Rieck (Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und
Organisation) und Jakob Lange (BIG Architects) mit aktuellen Beispielen aus ihren jeweiligen
Studios äußerten. Abgeschlossen wurde dieser inspirierende Tag mit einem 3-Gänge-Menü im
Alpenhaus auf der 2.300 Meter hohen Idalp, bevor es für den Großteil der Teilnehmer bei -20 °C zwanzig Minuten lang auf Schlitten in Höchstgeschwindigkeit den Berg herunter ging.
Skispass bei -24 °C
Während die WAM Open-Teilnehmer bereits am 2. Februar die Gelegenheit hatten, sich für die
Architektenmeisterschaften in Parallelslalom und Riesentorlauf anzumelden, ging es am 3. und 4.
Februar endlich mit den Wettkämpfen los. Gut eingepackt, um der Eiseskälte widerstehen zu
können, starteten die Architekten und Architektinnen in die Rennen, hatten viel Spaß und lieferten nebenbei auch noch beeindruckende Leistungen in den Disziplinen Parallelslalom und Riesentorlauf ab. An beiden Tagen wurden die Skifahrer auf der Piste mit Glühwein und Suppe versorgt; abends gab es ein Abendessen im Silvretta Center mitten in Ischgl. Krönung dieser beiden begebenheitsreichen Tage war jeweils die Siegerehrung. Im Parallelslalom gab es am Freitag
folgende Gewinner: Sandra Brandenburger gewann im Damen Snowboard, Heidi Wolf im Damen
Ski, Agilolf Bachner siegte im Herren Snowboard-Lauf, während Moritz Wolf den Herren
Skiwettbewerb für sich entscheiden konnte. In der Mannschaftswertung konnte Alpstein den Pokal
nach Hause tragen. Im Riesentorlauf am Samstag waren die Ergebnisse wie folgt: Ulrike Schneider
gewann den Snowboard Wettbewerb, Katharina Schmidt siegte im Damen Ski, Agilolf Bachner
bemächtigte sich erneut des ersten Platzes im Herren Snowboard und Felix Wolf gewann den
Herren Skiwettbewerb. Wolf Planung siegte in der Mannschaftswertung. In der Gesamtwertung
gewann Sandra Brandenburger den ersten Platz im Damen Snowboard, während Heidi Wolf den
Damen Ski-Wettbewerb für sich entschied. Agilolf Bachner war Gesamtsieger im Herren
Snowboard, Sebastian Blank schließlich im Herren Skiwettbewerb. Alpstein stellte sich als
Gesamtsieger des Mannschaftswettbewerbs heraus. Wer nach den Feierlichkeiten der
Siegerehrungen noch Lust hatte, konnte es sich in dem Ischgler Kultclub „Pacha“ richtig gut gehen
lassen. Insgesamt ist die WAM Open 2012 von mehr als 200 Menschen besucht worden. Durch
den reizvollen Mix von intellektueller Herausforderung, ungebändigtem Skispaß und einem vielseitig gestalteten Abendprogramm boten die WAM Open 2012 allen beteiligten Architekten, Referenten und Sponsoren die Gelegenheit, in lockerer Atmosphäre miteinander ins Gespräch zu kommen – eine Chance, die von den Teilnehmern reichlich genutzt wurde.